Zervixkarzinom – Ursachen, Symptome & Behandlung
Das Zervixkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Gebärmutterhalses. Es zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau und ist in vielen Fällen durch Früherkennung und Impfung vermeidbar.
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Das Zervixkarzinom ist ein bösartiger Tumor des Gebärmutterhalses. Es zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau und ist in vielen Fällen durch Früherkennung und Impfung vermeidbar.
Was ist das Zervixkarzinom?
Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Gebärmutterhals (lat. Cervix uteri) ausgeht. Es handelt sich um eine der weltweit häufigsten Krebsarten bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich rund 4.300 Frauen neu daran. Dank moderner Früherkennungsprogramme und der Schutzimpfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist die Erkrankung jedoch in vielen Fällen vermeidbar.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Hauptursache des Zervixkarzinoms ist eine anhaltende Infektion mit humanen Papillomviren (HPV), insbesondere den Hochrisikosubtypen HPV 16 und HPV 18. Diese Viren werden durch Sexualkontakt übertragen. Nicht jede HPV-Infektion führt jedoch zu Krebs – in den meisten Fällen wird das Virus vom Immunsystem eliminiert.
Weitere Risikofaktoren umfassen:
- Frühzeitiger Beginn sexueller Aktivität
- Häufig wechselnde Sexualpartner
- Rauchen
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei HIV-Infektion)
- Langfristige Einnahme hormoneller Verhütungsmittel
- Fehlende Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen
Symptome
Im Frühstadium verursacht das Zervixkarzinom häufig keine Beschwerden. Mit fortschreitender Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
- Unregelmäßige vaginale Blutungen (z. B. nach dem Geschlechtsverkehr, zwischen den Perioden oder nach der Menopause)
- Ausfluss mit ungewöhnlichem Geruch oder Farbe
- Schmerzen im Beckenbereich
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- In fortgeschrittenen Stadien: Rücken- oder Beinschmerzen, Schwellungen der Beine
Diagnose
Die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung ist der PAP-Abstrich (zytologische Untersuchung von Zellmaterial des Gebärmutterhalses). In Deutschland haben Frauen ab dem 20. Lebensjahr Anspruch auf jährliche Vorsorgeuntersuchungen. Ab dem 35. Lebensjahr wird zusätzlich ein HPV-Test im Abstand von drei Jahren empfohlen.
Bei auffälligem Befund kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
- Kolposkopie: Vergrößerte Betrachtung des Gebärmutterhalses
- Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung
- Bildgebende Verfahren: MRT, CT oder Ultraschall zur Beurteilung der Tumorausdehnung
Stadieneinteilung
Das Zervixkarzinom wird nach der FIGO-Klassifikation in die Stadien I bis IV eingeteilt, wobei Stadium I auf den Gebärmutterhals begrenzt und Stadium IV durch Fernmetastasen gekennzeichnet ist.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, dem Alter der Patientin sowie dem Wunsch nach Erhalt der Fruchtbarkeit.
Operation
Im Frühstadium ist eine operative Behandlung die Methode der Wahl. Je nach Ausdehnung des Tumors kommen folgende Eingriffe in Betracht:
- Konisation: Entfernung eines kegelförmigen Gewebestücks aus dem Gebärmutterhals (bei Vorstufen oder sehr frühen Stadien)
- Radikale Hysterektomie: Vollständige Entfernung der Gebärmutter mit umgebendem Gewebe und Lymphknoten
- Trachelektomie: Entfernung des Gebärmutterhalses unter Erhalt der Gebärmutter (fertilitätserhaltend)
Strahlentherapie und Chemotherapie
In fortgeschrittenen Stadien wird häufig eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie (Radiochemotherapie) eingesetzt. Die Chemotherapie, oft mit dem Wirkstoff Cisplatin, verstärkt dabei die Wirkung der Bestrahlung.
Immuntherapie
Für bestimmte fortgeschrittene oder wiederkehrende Fälle stehen inzwischen auch Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Pembrolizumab) zur Verfügung, die das Immunsystem gezielt zur Bekämpfung der Tumorzellen aktivieren.
Vorbeugung
Die effektivste Vorbeugung ist die HPV-Schutzimpfung, die in Deutschland von der STIKO für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird. Die Impfung schützt vor den wichtigsten krebsauslösenden HPV-Typen. Ergänzend dazu sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (PAP-Abstrich, HPV-Test) entscheidend für die Früherkennung.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland – Gebärmutterhalskrebs. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 2023.
- Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Zervixkarzinom. AWMF-Registernummer 032-033OL, 2021.
- World Health Organization (WHO): Cervical Cancer. WHO Global Cancer Observatory, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cervical-cancer
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