Rübenzucker: Herstellung, Verwendung und Gesundheit
Rübenzucker ist ein aus Zuckerrüben gewonnener Haushaltszucker (Saccharose). Er ist identisch mit Rohrzucker und wird weltweit als Süßungsmittel in der Lebensmittelbranche eingesetzt.
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Rübenzucker ist ein aus Zuckerrüben gewonnener Haushaltszucker (Saccharose). Er ist identisch mit Rohrzucker und wird weltweit als Süßungsmittel in der Lebensmittelbranche eingesetzt.
Was ist Rübenzucker?
Rübenzucker ist ein aus der Zuckerrübe (Beta vulgaris) gewonnener Zucker, der chemisch als Saccharose bezeichnet wird. Er besteht aus je einem Molekül Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker), die miteinander verbunden sind. Rübenzucker ist chemisch identisch mit dem aus Zuckerrohr gewonnenen Rohrzucker und wird weltweit als eines der meistverwendeten Süßungsmittel eingesetzt.
Herstellung
Die Produktion von Rübenzucker umfasst mehrere Verarbeitungsschritte:
- Ernte und Reinigung: Zuckerrüben werden geerntet, gewaschen und zerkleinert.
- Extraktion: Durch ein Diffusionsverfahren mit heißem Wasser wird der Zuckersaft aus den Rübenschnitzeln herausgelöst.
- Reinigung: Der Rohsaft wird mit Kalk und Kohlendioxid gereinigt (Kalkscheidung), um Nichtzuckerstoffe zu entfernen.
- Eindampfen und Kristallisation: Der gereinigte Dünnsaft wird eingedampft, bis Zuckerkristalle entstehen.
- Zentrifugieren und Trocknen: Die Kristalle werden von der Mutterlauge getrennt, gewaschen und getrocknet.
Das Endergebnis ist weißer, raffinierter Rübenzucker, der in verschiedenen Körnungsgraden (z. B. Feinkristallzucker, Puderzucker, Würfelzucker) angeboten wird.
Nährwerte und Zusammensetzung
Rübenzucker besteht zu nahezu 100 % aus reiner Saccharose. Er liefert:
- Energie: ca. 400 kcal pro 100 g
- Kohlenhydrate: ca. 100 g pro 100 g
- Fett: 0 g
- Eiweiß: 0 g
- Ballaststoffe: 0 g
- Vitamine und Mineralstoffe: keine nennenswerten Mengen
Rübenzucker ist damit ein reiner Energielieferant ohne weitere Mikronährstoffe.
Verwendung in der Ernährung
Rübenzucker wird in zahlreichen Bereichen eingesetzt:
- Haushalt: Süßen von Getränken, Backen, Kochen und Konservieren
- Lebensmittelindustrie: Verwendung in Süßwaren, Backwaren, Getränken, Konserven und Fertiggerichten
- Pharmaindustrie: Als Hilfsstoff in Medikamenten und Sirupen
- Gärungsprozesse: Als Substrat in der Bier- und Weinherstellung sowie für Bioethanol
Gesundheitliche Aspekte
Der übermäßige Konsum von Rübenzucker und anderen Zuckern kann verschiedene gesundheitliche Risiken mit sich bringen:
- Übergewicht und Adipositas: Zucker liefert viele Kalorien, ohne Sättigungsgefühl zu erzeugen.
- Typ-2-Diabetes: Hoher Zuckerkonsum kann zu Insulinresistenz und erhöhtem Blutzucker beitragen.
- Karies: Zucker fördert das Wachstum kariesauslösender Bakterien im Mund.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein hoher Zuckerkonsum ist mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen assoziiert.
- Nicht-alkoholische Fettleber: Überschüssige Fructose aus Saccharose kann in der Leber zu Fett umgewandelt werden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den täglichen Konsum freier Zucker auf weniger als 10 % der gesamten Energiezufuhr zu begrenzen. Eine weitere Reduzierung auf unter 5 % der Energiezufuhr wird als zusätzlicher gesundheitlicher Vorteil angesehen.
Rübenzucker vs. Rohrzucker
Chemisch sind Rübenzucker und Rohrzucker identisch: Beide bestehen aus reiner Saccharose. Der einzige Unterschied liegt in der pflanzlichen Quelle und dem Herstellungsverfahren. Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Zuckerarten. Brauner Zucker enthält geringe Mengen Melasse, die ihm die braune Farbe und einen leicht anderen Geschmack verleihen, bietet aber keine nennenswerten zusätzlichen Nährstoffe.
Zuckeralternativen
Für Menschen, die ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten, stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung:
- Stevia: Kalorienfreies pflanzliches Süßungsmittel
- Erythrit: Zuckeralkohol mit sehr geringem Kaloriengehalt
- Honig und Agavendicksaft: Natürliche Süßungsmittel mit ähnlichem Kaloriengehalt wie Zucker
- Kokosblütenzucker: Enthält geringe Mengen Mineralstoffe, aber ähnlichen Kaloriengehalt
Es ist wichtig zu beachten, dass viele Alternativen zwar einen anderen glykämischen Index haben, jedoch nicht automatisch gesünder sind als Rübenzucker.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Guideline: Sugars intake for adults and children. Genf, 2015. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789241549028
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Zucker in der Ernährung. DGE-Fachinformation, 2022. Verfügbar unter: https://www.dge.de
- Lustig, R.H. et al.: Public health: The toxic truth about sugar. Nature, 482(7383), 27-29, 2012. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22297952/
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