Saccharose – Haushaltszucker einfach erklärt
Saccharose ist ein natürlicher Zweifachzucker aus Glukose und Fruktose, bekannt als Haushaltszucker. Sie liefert schnell Energie, kann aber in großen Mengen die Gesundheit beeinträchtigen.
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Saccharose ist ein natürlicher Zweifachzucker aus Glukose und Fruktose, bekannt als Haushaltszucker. Sie liefert schnell Energie, kann aber in großen Mengen die Gesundheit beeinträchtigen.
Was ist Saccharose?
Saccharose ist ein Disaccharid, also ein Zweifachzucker, der aus je einem Molekül Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) aufgebaut ist. Sie ist der am häufigsten verwendete Süßstoff weltweit und wird umgangssprachlich einfach als Haushaltszucker, Taffelzucker oder Kristallzucker bezeichnet. Saccharose wird überwiegend aus Zuckerrohr (Saccharum officinarum) oder Zuckerrüben (Beta vulgaris) gewonnen.
Chemische Eigenschaften
Die chemische Formel der Saccharose lautet C12H22O11. Die Verbindung zwischen Glukose und Fruktose erfolgt über eine sogenannte glykosidische Bindung. Saccharose ist gut wasserlöslich, schmeckt süß und besitzt einen Schmelzpunkt von etwa 186 °C, bei dem sie zu Karamell zersetzt wird.
Biologische Funktion und Stoffwechsel
Nach der Aufnahme über die Nahrung wird Saccharose im Dünndarm durch das Enzym Saccharase (auch Sucrase genannt) in ihre Bestandteile Glukose und Fruktose gespalten. Diese werden dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen:
- Glukose wird direkt als Energiequelle genutzt oder in der Leber als Glykogen gespeichert.
- Fruktose wird hauptsächlich in der Leber verstoffwechselt und kann dort in Fett umgewandelt werden.
Saccharose liefert etwa 4 kcal (17 kJ) pro Gramm und gilt als schnell verfügbare Energiequelle.
Vorkommen in Lebensmitteln
Saccharose kommt natürlicherweise in vielen Früchten, Gemüsesorten und Zuckerrohr vor. Industriell wird sie zahlreichen Lebensmitteln zugesetzt:
- Süßwaren, Schokolade und Gebäck
- Limonaden und Fruchtsäfte
- Joghurt, Müsli und Frühstückscerealien
- Soßen, Ketchup und Fertiggerichte
- Marmeladen und Konfitüren
Empfohlene Zufuhrmenge
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Konsum von freien Zuckern – zu denen Saccharose zählt – auf weniger als 10 % der täglichen Gesamtenergiezufuhr zu begrenzen. Eine weitere Reduktion auf unter 5 % der täglichen Energiezufuhr (entspricht etwa 25 g pro Tag für einen Erwachsenen) soll zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützt diese Empfehlungen.
Gesundheitliche Auswirkungen bei übermäßigem Konsum
Ein dauerhaft hoher Saccharosekonsum kann verschiedene gesundheitliche Risiken mit sich bringen:
- Karies: Mundh bakterien vergären Saccharose zu Säuren, die den Zahnschmelz angreifen.
- Übergewicht und Adipositas: Hoher Zuckerkonsum trägt zur übermäßigen Kalorienzufuhr bei.
- Typ-2-Diabetes: Chronisch hoher Zuckerkonsum kann die Insulinresistenz fördern.
- Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD): Überschüssige Fruktose wird in der Leber zu Fett umgewandelt.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Erhöhter Zuckerkonsum wird mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten assoziiert.
Saccharoseintoleranz
Eine seltene, aber klinisch relevante Erkrankung ist die Saccharose-Isomaltose-Malabsorption (kongenitale Sucrase-Isomaltase-Defizienz). Dabei fehlt das Enzym Saccharase, sodass Saccharose nicht vollständig gespalten werden kann. Betroffene leiden nach dem Konsum von Saccharose unter Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Die Behandlung erfolgt durch diätetische Einschränkung von Saccharose sowie gegebenenfalls durch eine Enzymersatztherapie.
Saccharose in der Medizin
Saccharose findet auch in der Medizin Anwendung. In der Neonatologie wird orale Saccharoselösung zur kurzzeitigen Schmerzlinderung bei Neugeborenen während kleiner Eingriffe eingesetzt. Zudem dient Saccharose als Hilfsstoff (Exzipiens) in verschiedenen Arzneimitteln und Sirups.
Quellen
- World Health Organization (WHO) – Guideline: Sugars intake for adults and children. Genf, 2015. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789241549028
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Kohlenhydrate und Zuckerzufuhr. Bonn, 2023.
- Lustig R.H. et al. – Fructose: metabolic, hedonic, and societal parallels with ethanol. Journal of the American Dietetic Association. 2010;110(9):1307-1321.
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