Magnesium Überdosierung Symptome | Glossar
Eine Magnesium-Überdosierung kann ernste Symptome verursachen. Erfahren Sie, welche Anzeichen auf zu viel Magnesium hinweisen und wann ärztliche Hilfe nötig ist.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Magnesium Überdosierung Symptome"
Eine Magnesium-Überdosierung kann ernste Symptome verursachen. Erfahren Sie, welche Anzeichen auf zu viel Magnesium hinweisen und wann ärztliche Hilfe nötig ist.
Was ist eine Magnesium-Überdosierung?
Eine Magnesium-Überdosierung (medizinisch: Hypermagnesiämie) liegt vor, wenn der Magnesiumspiegel im Blut krankhaft erhöht ist. Der Normalwert liegt beim Erwachsenen zwischen 0,7 und 1,05 mmol/l. Wird dieser Wert deutlich überschritten, können vielfältige Beschwerden auftreten. Eine Überdosierung durch normale Ernährung ist bei gesunden Menschen sehr selten, da die Nieren überschüssiges Magnesium in der Regel effizient ausscheiden. Risiken bestehen vor allem bei der unkontrollierten Einnahme von Magnesiumpräparaten, bei Niereninsuffizienz oder bei der medizinischen Verabreichung von Magnesium in hohen Dosen.
Ursachen einer Magnesium-Überdosierung
- Übermäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln: Hochdosierte Magnesiumpräparate ohne ärztliche Aufsicht
- Niereninsuffizienz: Eingeschränkte Nierenfunktion verhindert die ausreichende Ausscheidung von Magnesium
- Medikamentöse Behandlungen: z. B. Magnesiuminfusionen bei Eklampsie oder als Herzmedikament
- Missbrauch magnesiumhaltiger Abführmittel oder Antazida: Besonders bei älteren Menschen und Personen mit Nierenproblemen
- Selten: Übermäßiger Verzehr magnesiumreicher Lebensmittel bei gleichzeitiger Nierenschwäche
Symptome einer Magnesium-Überdosierung
Die Symptome einer Hypermagnesiämie hängen stark vom Ausmaß der Erhöhung ab und entwickeln sich stufenweise:
Leichte Überdosierung (Serumspiegel ca. 1,05–2,0 mmol/l)
- Übelkeit und Erbrechen
- Durchfall
- Bauchkrämpfe
- Allgemeines Schwächegefühl
- Hautröte (Flush)
Mittelschwere Überdosierung (Serumspiegel ca. 2,0–3,5 mmol/l)
- Starke Müdigkeit und Schläfrigkeit
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
- Muskelschwäche bis hin zu verminderter Reflexaktivität
- Sprechschwierigkeiten und Benommenheit
Schwere Überdosierung (Serumspiegel über 3,5 mmol/l)
- Atemlähmung (lebensbedrohlich)
- Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand
- Vollständiger Verlust der tiefen Sehnenreflexe
- Bewusstlosigkeit und Koma
- Kreislaufversagen
Diagnose
Die Diagnose einer Magnesium-Überdosierung erfolgt primär über eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Serum-Magnesiumspiegels. Ergänzend werden Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff), Elektrolyte sowie ein EKG zur Beurteilung der Herzfunktion erhoben. Eine genaue Anamnese über eingenommene Präparate und Vorerkrankungen ist ebenfalls entscheidend.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Überdosierung:
- Absetzen magnesiumhaltiger Präparate: Erste und wichtigste Maßnahme bei leichten Fällen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Fördert die renale Ausscheidung von Magnesium
- Calciumgluconat intravenös: Antagonisiert die Wirkung von Magnesium am Herzen und an den Muskeln – Mittel der Wahl bei schweren Symptomen
- Dialyse: Bei schwerer Hypermagnesiämie oder Nierenversagen kann eine Dialyse notwendig sein, um das überschüssige Magnesium rasch zu entfernen
- Intensivmedizinische Überwachung: Bei Atemlähmung oder Herzrhythmusstörungen ist eine sofortige intensivmedizinische Betreuung erforderlich
Wann zum Arzt?
Bei Anzeichen einer Magnesium-Überdosierung wie starker Müdigkeit, Muskelschwäche, Herzrasen oder Atemnot sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder der Notruf (112) kontaktiert werden. Besonders gefährdet sind Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie ältere Menschen.
Vorbeugung
Die empfohlene Tagesdosis für Magnesium beträgt für Erwachsene laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) 300–400 mg täglich. Magnesiumpräparate sollten nur nach ärztlicher Rücksprache und in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden. Personen mit Nierenerkrankungen müssen ihre Magnesiumzufuhr besonders sorgfältig überwachen lassen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Magnesium. www.dge.de (2023)
- Jahnen-Dechent W., Ketteler M.: Magnesium basics. Clinical Kidney Journal, 5(Suppl 1): i3–i14, 2012. PubMed PMID: 26069677
- Kasper D. L. et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage, McGraw-Hill Education, 2022
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieNachtschweiß Beschwerden
Blutbild verstehen
Novel Food Zulassung EU
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Magnesium Überdosierung Symptome + Magnesiumüberdosierung Symptome + Magnesium Überdosis Symptome + Hypermagnesiämie Symptome