Basenfasten – Definition, Ablauf und Wirkung
Basenfasten ist eine Ernährungsform, bei der ausschließlich basenbildende Lebensmittel verzehrt werden, um den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu unterstützen.
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Basenfasten ist eine Ernährungsform, bei der ausschließlich basenbildende Lebensmittel verzehrt werden, um den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu unterstützen.
Was ist Basenfasten?
Basenfasten ist eine Form des Fastens, bei der für einen bestimmten Zeitraum ausschließlich basenbildende Lebensmittel konsumiert werden. Im Gegensatz zum klassischen Fasten, bei dem auf Nahrung weitgehend verzichtet wird, dürfen beim Basenfasten reichlich Gemüse, Obst, Kräuter und bestimmte Getreideprodukte gegessen werden. Ziel ist es, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu entlasten und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Typische Durchführungszeiträume liegen zwischen 7 und 14 Tagen.
Hintergrund: Säure-Basen-Haushalt
Der menschliche Körper reguliert seinen pH-Wert im Blut sehr präzise zwischen 7,35 und 7,45 – ein leicht basisches Milieu. Viele Befürworter des Basenfastens gehen davon aus, dass eine moderne Ernährung reich an Fleisch, Zucker, Weißmehl und verarbeiteten Lebensmitteln den Körper mit säurebildenden Stoffwechselprodukten belastet. Das Basenfasten soll dem entgegenwirken, indem es die Aufnahme säurebildender Nahrungsmittel temporär aussetzt.
Medizinisch ist zu betonen, dass gesunde Nieren und Lungen den pH-Wert des Blutes eigenständig regulieren. Dennoch kann die Umstellung auf eine basenreiche Kost die Ausscheidungsorgane entlasten und eine nährstoffreiche, pflanzenbetonte Ernährung fördern.
Erlaubte und gemiedene Lebensmittel
Basenbildende Lebensmittel (erlaubt)
- Gemüse aller Art (z. B. Spinat, Brokkoli, Zucchini, Karotten)
- Frisches Obst (z. B. Zitronen, Bananen, Beeren, Äpfel)
- Kräuter und Gewürze (z. B. Petersilie, Basilikum, Ingwer)
- Mandeln und bestimmte Nüsse
- Kräutertees und stilles Mineralwasser
- Hülsenfrüchte in Maßen
Säurebildende Lebensmittel (gemieden)
- Fleisch, Wurst und Fisch
- Milchprodukte (Käse, Joghurt, Sahne)
- Weißmehlprodukte (Weißbrot, Pasta, Gebäck)
- Zucker und Süßigkeiten
- Kaffee, Alkohol und Softdrinks
- Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel
Mögliche Vorteile und Anwendungsbereiche
Viele Menschen berichten nach einer Basenfastenkur über ein gesteigertes Wohlbefinden, mehr Energie und eine verbesserte Verdauung. Mögliche positive Effekte umfassen:
- Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Vitalität
- Unterstützung bei leichtem Übergewicht durch kalorienärmere Ernährung
- Förderung einer ballaststoffreichen, pflanzlichen Ernährungsweise
- Mögliche Entlastung des Verdauungssystems
- Bewusstere Wahrnehmung von Ernährungsgewohnheiten
Durchführung einer Basenfastenkur
Eine typische Basenfastenkur läuft in drei Phasen ab:
1. Vorbereitungsphase (1–3 Tage)
Schrittweises Reduzieren säurebildender Lebensmittel, um den Übergang zu erleichtern und Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen zu minimieren.
2. Fastenphase (7–14 Tage)
Ausschließlicher Verzehr basenbildender Lebensmittel. Reichlich trinken (mindestens 2 Liter Wasser oder Kräutertee täglich) wird empfohlen. Körperliche Aktivität wie Spaziergänge, Yoga oder leichtes Stretching kann die Kur unterstützen.
3. Aufbauphase (2–3 Tage)
Langsames Wiedereinführen weiterer Lebensmittelgruppen, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überlasten und die gewonnenen Erkenntnisse in den Alltag zu integrieren.
Mögliche Nebenwirkungen und Risiken
Basenfasten gilt allgemein als gut verträglich. In der Anfangsphase können jedoch folgende Beschwerden auftreten:
- Kopfschmerzen und Müdigkeit durch den Entzug von Koffein und Zucker
- Verdauungsveränderungen durch erhöhten Ballaststoffgehalt
- Leichte Kreislaufbeschwerden bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr
Personen mit bestimmten Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Essstörungen oder Schwangere sollten vor Beginn einer Basenfastenkur ärztlichen Rat einholen.
Wissenschaftliche Bewertung
Die Behauptung, dass Ernährung den Blut-pH-Wert direkt verändern kann, ist wissenschaftlich nicht belegt. Der Körper reguliert diesen Wert autonom und sehr präzise. Dennoch zeigen Studien, dass eine pflanzenbetonte, gemüsereiche Ernährung – wie sie beim Basenfasten praktiziert wird – zahlreiche gesundheitliche Vorteile hat, darunter ein reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes. Das Basenfasten ist daher weniger als medizinische Therapie, sondern eher als Ernährungsimpuls und Bewusstseinswandel zu verstehen.
Quellen
- Remer T, Manz F. Potential renal acid load of foods and its influence on urine pH. Journal of the American Dietetic Association. 1995;95(7):791-797.
- Schwalfenberg GK. The alkaline diet: is there evidence that an alkaline pH diet benefits health? Journal of Environmental and Public Health. 2012;2012:727630.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. Bonn: DGE; 2022.
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