Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin (BEMT)
Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin (BEMT) ist ein chemischer UV-Filter in Sonnenschutzmitteln, der vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützt.
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Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin (BEMT) ist ein chemischer UV-Filter in Sonnenschutzmitteln, der vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützt.
Was ist Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin?
Bis-Ethylhexyloxyphenol-Methoxyphenyl-Triazin, abgekürzt BEMT und auch unter dem Handelsnamen Tinosorb S bekannt, ist ein synthetisch hergestellter UV-Filter, der in Sonnenschutzmitteln und kosmetischen Produkten eingesetzt wird. Es handelt sich um einen Breitband-UV-Filter, der sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung absorbiert und die Haut so vor lichtbedingten Schäden schützt.
BEMT gehört zur chemischen Klasse der Triazin-Derivate und gilt als einer der modernsten und photostabilsten UV-Filter auf dem Markt. Er ist in der Europäischen Union gemäß der EU-Kosmetikverordnung (Verordnung EG Nr. 1223/2009) für Sonnenschutzmittel zugelassen.
Wirkmechanismus
BEMT wirkt als sogenannter UV-Absorber. Das Molekül absorbiert UV-Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa 280 bis 380 Nanometern (nm) und wandelt die aufgenommene Energie in Wärmeenergie um, die harmlos abgegeben wird. Damit schützt BEMT die Hautzellen vor der direkt schädigenden Wirkung der Sonnenstrahlung, insbesondere vor UV-induzierten DNA-Schäden, die langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen können.
Ein besonderer Vorteil von BEMT gegenüber anderen UV-Filtern ist seine hohe Photostabilität: Das Molekül verändert seine chemische Struktur unter Lichteinwirkung kaum, bleibt also über einen langen Zeitraum wirksam und zerfällt nicht in potenziell schädliche Abbauprodukte. Zudem kann BEMT andere, weniger photostabile UV-Filter wie Avobenzon stabilisieren und deren Abbau verlangsamen.
Anwendung und Vorkommen
BEMT wird in einer Vielzahl kosmetischer Produkte eingesetzt, darunter:
- Sonnenschutzcremes, -lotionen und -sprays
- Tagespflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor (LSF)
- Make-up-Produkte mit integrierten UV-Filtern
- After-Sun-Produkte
In der EU ist BEMT gemäß Anhang VI der EU-Kosmetikverordnung zugelassen. Die maximal zulässige Konzentration beträgt 10 % in kosmetischen Fertigerzeugnissen. In den USA ist BEMT bislang noch nicht von der FDA (Food and Drug Administration) als OTC-Sonnenschutzwirkstoff zugelassen, weshalb es dort nicht in Sonnenschutzmitteln verwendet werden darf.
Sicherheit und Verträglichkeit
BEMT gilt in der dermatologischen Forschung als gut verträglich und sicher. Im Gegensatz zu einigen anderen chemischen UV-Filtern zeigt BEMT nach aktuellem Forschungsstand keine signifikante systemische Absorption durch die Haut, das heißt, der Wirkstoff gelangt in der Regel nicht in relevanten Mengen in den Blutkreislauf.
Allergische Reaktionen auf BEMT sind möglich, jedoch selten. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln sollte vor der Anwendung ein Hauttest durchgeführt oder ein Dermatologe bzw. eine Dermatologin konsultiert werden.
BEMT ist wasserbeständig und eignet sich daher auch für Sonnenschutzmittel, die bei sportlichen Aktivitäten oder beim Baden verwendet werden.
Umweltaspekte
Wie viele chemische UV-Filter wird auch BEMT im Hinblick auf seine Auswirkungen auf aquatische Ökosysteme untersucht. Nach aktuellem Wissensstand zeigt BEMT im Vergleich zu anderen UV-Filtern wie Oxybenzon eine geringere aquatische Toxizität. Dennoch empfehlen Umweltorganisationen, den Einsatz von Sonnenschutzmitteln in empfindlichen Meeresgebieten (z. B. in der Nähe von Korallenriffen) zu überdenken und mineralische Alternativen in Betracht zu ziehen.
Quellen
- Europäische Kommission: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel, Anhang VI (Liste der in kosmetischen Mitteln zugelassenen UV-Filter), zuletzt geändert 2023.
- Gonzalez H., Farbrot A., Larko O., Wennberg A.M.: Percutaneous absorption of the sunscreen benzophenone-3 after repeated whole-body applications, with and without ultraviolet irradiation. British Journal of Dermatology, 2006; 154(2): 337-340.
- Schauder S., Ippen H.: Contact and photocontact sensitivity to sunscreens. Contact Dermatitis, 1997; 37(5): 221-232.
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