Melasma – Ursachen, Symptome und Behandlung
Melasma ist eine erworbene Pigmentierungsstörung der Haut, die sich durch symmetrische, bräunliche Flecken im Gesicht äußert. Häufig betroffen sind Frauen mit dunklerem Hauttyp.
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Melasma ist eine erworbene Pigmentierungsstörung der Haut, die sich durch symmetrische, bräunliche Flecken im Gesicht äußert. Häufig betroffen sind Frauen mit dunklerem Hauttyp.
Was ist Melasma?
Melasma (auch bekannt als Chloasma) ist eine häufige, gutartige Hyperpigmentierungserkrankung der Haut. Sie äußert sich durch fleckige, bräunlich bis graubraune Verfärbungen, die vor allem im Gesicht auftreten – typischerweise auf Wangen, Stirn, Nase, Oberlippe und Kinn. Die Erkrankung betrifft überwiegend Frauen, insbesondere solche mit einem mittleren bis dunklen Hauttyp (Fitzpatrick-Hauttyp III–VI), und tritt häufig im gebärfähigen Alter auf.
Ursachen
Die genauen Ursachen des Melasmas sind multifaktoriell. Folgende Faktoren spielen eine wesentliche Rolle:
- UV-Strahlung: Sonnenlicht ist der wichtigste Auslöser. Ultraviolette Strahlen aktivieren Melanozyten (pigmentbildende Zellen), was zu einer übermäßigen Melaninproduktion führt.
- Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft (daher auch der Begriff Schwangerschaftsmaske oder Chloasma uterinum), hormonelle Verhütungsmittel sowie Hormonersatztherapien können Melasma auslösen oder verstärken.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung ist bekannt; Menschen mit familiärer Vorbelastung haben ein erhöhtes Risiko.
- Kosmetika und Medikamente: Bestimmte Hautpflegeprodukte sowie phototoxische Medikamente können die Entstehung begünstigen.
- Schilddrüsenerkrankungen: Eine Assoziation mit Schilddrüsenfunktionsstörungen wurde beschrieben.
Symptome
Melasma äußert sich klinisch durch:
- Symmetrische, fleckige Hyperpigmentierungen im Gesicht (Wangen, Stirn, Nase, Oberlippe, Kinn)
- Farbtöne von hellbraun bis dunkelgraubraun
- Scharf oder unscharf begrenzte Flecken, die sich nicht erhaben anfühlen
- Keine Schmerzen, keinen Juckreiz oder andere körperliche Beschwerden
- Saisonale Schwankungen: Verschlimmerung im Sommer durch Sonnenexposition, Aufhellung im Winter
Selten können auch Unterarme oder der Hals betroffen sein. Die psychische Belastung durch das veränderte Erscheinungsbild ist häufig erheblich.
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel klinisch durch einen Dermatologen gestellt. Folgende Verfahren werden eingesetzt:
- Klinische Inspektion: Beurteilung der Verteilung und Farbe der Pigmentierungen.
- Wood-Lampe: Eine spezielle UV-Lampe hilft, die Tiefe der Pigmentierung zu bestimmen (epidermal, dermal oder gemischt).
- Dermatoskopie: Vergrößerte Betrachtung der Hautveränderungen zur Differentialdiagnostik.
- Hautbiopsie: In Ausnahmefällen, wenn andere Diagnosen wie ein Lentigo maligna ausgeschlossen werden müssen.
Behandlung
Melasma ist behandelbar, aber häufig schwer dauerhaft zu therapieren, da Rückfälle nach Sonnenexposition häufig sind. Die Therapie umfasst mehrere Ansätze:
Allgemeine Maßnahmen
- Konsequenter Lichtschutz (Sonnencreme mit LSF 50+, Hüte, Meidung von direkter Sonneneinstrahlung) ist die wichtigste Basismaßnahme.
- Absetzen hormoneller Verhütungsmittel oder Hormontherapien, falls möglich und medizinisch vertretbar.
Topische (äußerliche) Behandlungen
- Hydrochinon: Gilt als Goldstandard der lokalen Depigmentierungstherapie; hemmt die Melaninsynthese. Langzeitanwendung sollte ärztlich überwacht werden.
- Tretinoin (Vitamin-A-Säure): Fördert die Hauterneuerung und verstärkt die Wirkung von Hydrochinon.
- Azelainsäure: Gut verträgliches Mittel zur Hemmung der Melaninproduktion.
- Kojisäure und Vitamin C: Natürliche Wirkstoffe mit depigmentierender Wirkung.
- Tranexamsäure: Zeigt in neueren Studien vielversprechende Ergebnisse, sowohl topisch als auch systemisch.
Dermatologische Eingriffe
- Chemische Peelings (z.B. Glykolsäure, Trichloressigsäure)
- Laserbehandlungen (z.B. fraktionierter Laser, Q-switched-Laser) – mit Vorsicht, da sie Melasma auch verschlimmern können
- Mikrodermabrasion
Prognose
Melasma ist in vielen Fällen eine chronische Erkrankung mit Neigung zu Rückfällen. Bei konsequentem Sonnenschutz und adäquater Therapie sind deutliche Verbesserungen möglich. Bei hormonell bedingtem Melasma (z.B. in der Schwangerschaft) kann eine spontane Rückbildung nach Wegfall des auslösenden Faktors eintreten.
Quellen
- Ogbechie-Godec OA, Elbuluk N. Melasma: an Up-to-Date Comprehensive Review. Dermatology and Therapy. 2017;7(3):305–318. doi:10.1007/s13555-017-0194-1
- Passeron T, Picardo M. Melasma, a photoaging disorder. Pigment Cell & Melanoma Research. 2018;31(4):461–465.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Hyperpigmentierungen. AWMF, 2021.
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