Storchenbiss – Ursachen, Aussehen und Verlauf
Der Storchenbiss ist eine harmlose Hautveränderung bei Neugeborenen – ein rötlicher Fleck im Nacken, auf der Stirn oder den Augenlidern, der meist von selbst verschwindet.
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Der Storchenbiss ist eine harmlose Hautveränderung bei Neugeborenen – ein rötlicher Fleck im Nacken, auf der Stirn oder den Augenlidern, der meist von selbst verschwindet.
Was ist ein Storchenbiss?
Der Storchenbiss (medizinisch: Naevus flammeus simplex oder Naevus teleangiectaticus) ist eine sehr häufige, gutartige Hautveränderung bei Neugeborenen. Es handelt sich um einen rötlichen bis lachsfarbenen Fleck, der durch erweiterte, oberflächliche Blutgefäße in der Haut entsteht. Der volkstümliche Name leitet sich aus dem Märchen ab, dass der Storch Babys im Schnabel trägt und dabei Druckstellen hinterlässt.
Storchenbisse gehören zu den häufigsten Hautbefunden im Neugeborenenalter und sind in der Regel völlig harmlos. Sie treten bei etwa 30 bis 50 Prozent aller Neugeborenen auf.
Ursachen und Entstehung
Ein Storchenbiss entsteht durch eine vorübergehende Erweiterung (Dilatation) kleiner Blutgefäße, sogenannter Kapillaren, direkt unterhalb der Haut. Diese Gefäßerweiterung ist angeboren und auf eine noch nicht vollständig ausgereifte Gefäßregulation zurückzuführen. Es handelt sich nicht um eine Erkrankung, sondern um eine normale Entwicklungsvariante.
- Ursache: Erweiterung oberflächlicher Kapillaren durch unreife Gefäßregulation
- Keine erbliche Ursache bekannt, kann aber familiär gehäuft auftreten
- Kein Zusammenhang mit Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt
Typische Lokalisationen
Storchenbisse treten bevorzugt an bestimmten Körperstellen auf:
- Nacken (häufigste Stelle, auch als Nackenmuttermal bezeichnet)
- Stirn und Nasenwurzel
- Augenlider (obere Augenlider)
- Selten: Hinterkopf oder Lippen
Aussehen und Verlauf
Der Fleck erscheint als flache, rötliche bis rosafarbene Verfärbung der Haut ohne tastbare Erhebung. Ein typisches Merkmal ist, dass sich der Storchenbiss beim Drücken mit dem Finger vorübergehend aufhellt oder ganz verblasst (Druckbleiche). Beim Schreien oder starker Erwärmung des Babys kann er sich vorübergehend intensiver rot färben.
In den meisten Fällen bildet sich ein Storchenbiss im Laufe der ersten ein bis zwei Lebensjahre von selbst zurück. Storchenbisse im Nacken sind dabei etwas hartnäckiger und können bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben, werden aber meist durch das Haar verdeckt.
Diagnose
Die Diagnose eines Storchenbisses erfolgt in der Regel durch eine einfache klinische Untersuchung durch einen Kinderarzt oder Dermatologen. Besondere Tests oder Untersuchungen sind nicht erforderlich. Wichtig ist jedoch die Abgrenzung von anderen Gefäßveränderungen:
- Naevus flammeus (Feuermal/Portweinfleck): Dieser ist dunkelroter, scharf begrenzt und bildet sich nicht von selbst zurück. Er erfordert ggf. eine weitergehende Abklärung und Behandlung.
- Hämangiom: Ein gutartiger Blutgefäßtumor, der sich in den ersten Lebenswochen entwickelt und über die Hautoberfläche herausragen kann.
Behandlung
Ein Storchenbiss erfordert in aller Regel keine Behandlung. Da er harmlos ist und sich meist von selbst zurückbildet, ist ein abwartendes Vorgehen empfohlen. Eltern sollten beruhigt werden, dass es sich um eine normale und häufige Erscheinung handelt.
In seltenen Fällen, wenn ein Storchenbiss im Gesicht sehr auffällig ist und nicht verblasst, kann eine kosmetische Behandlung mittels Lasertherapie (z. B. gepulster Farbstofflaser) erwogen werden. Dies ist jedoch medizinisch nicht notwendig und bleibt eine individuelle Entscheidung der Familie in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Wann zum Arzt?
Ein Storchenbiss ist grundsätzlich harmlos. Eltern sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn:
- der Fleck sich nicht aufhellt, wenn man darauf drückt (kein Verblassen bei Druck)
- der Fleck dunkler, größer oder erhabener wird
- sich weitere Hautveränderungen zeigen
- Unsicherheit darüber besteht, ob es sich wirklich um einen Storchenbiss handelt
Quellen
- Altmeyer, P. (Hrsg.): Enzyklopädie Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer Verlag. Abschnitt: Naevus flammeus simplex.
- Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG): Vaskuläre Anomalien im Kindesalter. AWMF-Registernummer 013-092.
- Sterry, W.; Burgdorf, W.; Paus, R.: Checkliste Dermatologie. 6. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2010.
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