Pollenflug: Ursachen, Symptome & Behandlung
Pollenflug bezeichnet die saisonale Verbreitung von Blütenpollen durch die Luft. Er ist eine häufige Ursache für allergische Reaktionen wie Heuschnupfen.
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Pollenflug bezeichnet die saisonale Verbreitung von Blütenpollen durch die Luft. Er ist eine häufige Ursache für allergische Reaktionen wie Heuschnupfen.
Was ist Pollenflug?
Pollenflug bezeichnet das Freisetzen und Verbreiten von Blütenpollen in die Luft, hauptsächlich durch Wind. Dieser Vorgang ist ein natürlicher Teil der Pflanzenfortpflanzung und tritt saisonal auf. Für Millionen von Menschen ist der Pollenflug jedoch eine medizinische Herausforderung, da eingeatmete Pollen bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können.
Ursachen und Auslöser
Pollenflug entsteht, wenn Pflanzen ihre Pollen zur Befruchtung anderer Pflanzen in die Luft abgeben. Besonders stark ist der Pollenflug bei windbefruchtenden Pflanzen wie Gräsern, Birken, Erlen, Haseln und Roggen. Der Pollenflug beginnt je nach Region und Pflanzengattung zu unterschiedlichen Jahreszeiten:
- Frühjahr: Hasel, Erle, Esche, Birke
- Frühsommer: Gräser, Roggen, Plantago (Wegerich)
- Sommer und Herbst: Beifuß, Ambrosia, Brennnessel
Klimatische Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind beeinflussen Intensität und Dauer des Pollenflugs erheblich. Durch den Klimawandel beginnt die Pollensaison heute im Durchschnitt früher und dauert länger als noch vor einigen Jahrzehnten.
Gesundheitliche Auswirkungen
Bei Menschen mit einer Pollenallergie (auch Heuschnupfen oder allergische Rhinitis genannt) lösen eingeatmete Pollen eine überschießende Immunreaktion aus. Das Immunsystem behandelt die eigentlich harmlosen Pollen als gefährliche Eindringlinge und bildet Antikörper gegen sie.
Typische Symptome
- Niesen und laufende Nase
- Juckende, gerötete und tränende Augen (allergische Konjunktivitis)
- Verstopfte Nase und Nasenschleimhautschwellung
- Kratzen im Hals und Gaumenreiz
- Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
- In schweren Fällen: Atemnot und Asthma bronchiale
Unbehandelt kann eine Pollenallergie im Laufe der Zeit einen sogenannten Etagenwechsel verursachen, bei dem sich die Symptome von der Nase auf die unteren Atemwege ausbreiten und zu allergischem Asthma führen.
Diagnose
Die Diagnose einer Pollenallergie erfolgt durch einen Arzt, meist einen Allergologen. Typische Diagnosemethoden sind:
- Pricktest: Allergene werden auf die Haut aufgetragen und leicht eingeritzt, um eine Reaktion zu beobachten.
- Bluttest (RAST/ELISA): Messung von allergenspezifischen IgE-Antikörpern im Blut.
- Anamnese: Ausführliches Gespräch über Symptome, deren zeitliches Auftreten und mögliche Auslöser.
Behandlung
Medikamentöse Therapie
Zur Linderung der Symptome stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:
- Antihistaminika: Hemmen die Wirkung von Histamin und reduzieren Niesen, Juckreiz und Augenreizungen.
- Kortikosteroide (nasal): Abschwellende und entzündungshemmende Wirkung auf die Nasenschleimhaut.
- Dekongestiva: Kurzfristige Abschwellung der Nasenschleimhaut.
- Cromoglicinsäure: Mastzellstabilisator, der die Freisetzung von Entzündungsmediatoren hemmt.
Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt, ist die einzige kausale Behandlung einer Pollenallergie. Dabei werden dem Patienten über einen Zeitraum von mehreren Jahren regelmäßig steigende Dosen des Allergens verabreicht, um das Immunsystem zu desensibilisieren. Sie ist in Form von Injektionen (subkutan) oder als Schlucktabletten und Tropfen (sublingual) verfügbar.
Verhaltensmaßnahmen und Prävention
Durch bestimmte Verhaltensanpassungen lässt sich die Pollenbelastung im Alltag reduzieren:
- Pollenflugkalender und tägliche Pollenvorhersagen beachten
- An stark belasteten Tagen Fenster geschlossen halten oder Pollenfilter verwenden
- Nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung wechseln und duschen
- Sportliche Aktivitäten in pollenarme Tageszeiten verlegen (z.B. nach dem Regen oder abends)
- Urlaub in pollenarmen Regionen (z.B. Meeresküste oder Hochgebirge) planen
Pollenflugkalender
Ein Pollenflugkalender zeigt, wann welche Pflanzen in einer bestimmten Region ihre Pollen abgeben. Er hilft Allergikern, sich gezielt auf belastungsreiche Phasen vorzubereiten und Schutzmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. In Deutschland stellt der Deutschen Wetterdienst (DWD) sowie das Polleninformationsdienst-Netzwerk (PID) aktuelle Pollenfluginformationen bereit.
Quellen
- Deutscher Wetterdienst (DWD): Pollenflugvorhersage und Pollenflugkalender. Verfügbar unter: www.dwd.de
- Bundesgesundheitsblatt: Allergien und Pollenflug in Deutschland -- Epidemiologie und klinische Bedeutung. Springer Verlag, 2020.
- Europäische Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI): Guidelines on Allergen Immunotherapy -- Allergic Rhinoconjunctivitis. Allergy, 2018; 73(4): 765-798.
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