Val (Valin) – Essentielle Aminosäure
Val ist die Abkürzung für Valin, eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die über die Nahrung aufgenommen werden muss.
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Val ist die Abkürzung für Valin, eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die über die Nahrung aufgenommen werden muss.
Was ist Val (Valin)?
Val ist das Einbuchstaben-Symbol sowie die Dreibuchstaben-Abkürzung für Valin, eine essentielle, verzweigtkettige Aminosäure (BCAA – Branched-Chain Amino Acid). Da der menschliche Körper Valin nicht selbst synthetisieren kann, muss es täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Valin zählt zusammen mit Leucin und Isoleucin zu den drei verzweigtkettigen Aminosäuren, die besonders im Energiestoffwechsel der Muskulatur eine zentrale Rolle spielen.
Biologische Funktionen
Valin übernimmt im Organismus zahlreiche wichtige Aufgaben:
- Muskelaufbau und -erhalt: Valin stimuliert gemeinsam mit Leucin und Isoleucin die Proteinsynthese in der Muskulatur und trägt zum Muskelerhalt bei.
- Energieversorgung: Bei intensiver körperlicher Belastung kann Valin direkt in der Muskelzelle zur Energiegewinnung genutzt werden.
- Stickstoffhaushalt: Valin ist an der Regulation des Stickstoffgleichgewichts im Körper beteiligt und unterstützt den Transport von Stickstoff zwischen den Geweben.
- Nervensystem: Valin trägt zur Aufrechterhaltung der normalen Gehirnfunktion bei, indem es mit anderen Aminosäuren um den Transport über die Blut-Hirn-Schranke konkurriert.
- Wundheilung und Gewebereparatur: Als Baustein von Proteinen ist Valin an Reparaturprozessen im Gewebe beteiligt.
Nahrungsquellen
Valin kommt in vielen eiweißreichen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind:
- Fleisch (Rind, Geflügel, Schwein)
- Fisch und Meeresfrüchte
- Milch, Käse und andere Milchprodukte
- Eier
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen)
- Nüsse und Samen
- Vollkorngetreide (z. B. Quinoa)
Empfohlene Zufuhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Mindestaufnahme von 26 mg Valin pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer Person mit 70 kg entspricht dies etwa 1.820 mg pro Tag. Sportler und Menschen mit erhöhtem Proteinbedarf können einen höheren Bedarf haben.
Mangelerscheinungen
Ein Valin-Mangel ist bei ausgewogener Ernährung selten, kann jedoch bei folgenden Risikogruppen auftreten:
- Menschen mit sehr einseitiger oder stark kalorienreduzierter Ernährung
- Personen mit Malabsorptionssyndromen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
- Alkoholabhängige
- Ältere Menschen mit verminderter Proteinaufnahme
Symptome eines Valin-Mangels können sein: Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Konzentrationsprobleme, verlangsamte Wundheilung sowie allgemeine Erschöpfung.
Überdosierung und Sicherheit
Eine übermäßige Zufuhr von Valin, z. B. durch hochdosierte BCAA-Supplemente, kann zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und in seltenen Fällen zu neurologischen Symptomen führen. Bei Nierenerkrankungen oder Stoffwechselstörungen (z. B. Ahornsirupkrankheit) sollte die Valin-Zufuhr ärztlich überwacht werden.
Wechselwirkungen
Valin steht in Konkurrenz mit anderen großen neutralen Aminosäuren (z. B. Tryptophan, Phenylalanin) beim Transport über die Blut-Hirn-Schranke. Eine sehr hohe Zufuhr von BCAA-Supplementen kann daher theoretisch die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn verringern und so die Serotoninproduktion beeinflussen. Personen, die blutzuckersenkende Medikamente einnehmen, sollten Rücksprache mit einem Arzt halten, da BCAAs den Glukosestoffwechsel beeinflussen können.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Protein and Amino Acid Requirements in Human Nutrition. WHO Technical Report Series 935, Geneva, 2007.
- Blomstrand E. et al. – Branched-chain amino acids activate key enzymes in protein synthesis after physical exercise. Journal of Nutrition, 2006.
- Stipanuk M. H., Caudill M. A. – Biochemical, Physiological, and Molecular Aspects of Human Nutrition. 3rd Edition, Elsevier Saunders, 2013.
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