Onkologie – Krebsmedizin einfach erklärt
Die Onkologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen befasst.
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Die Onkologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen befasst.
Was ist Onkologie?
Die Onkologie ist ein zentrales Fachgebiet der Medizin, das sich umfassend mit Krebserkrankungen (malignen Tumoren) beschäftigt. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort onkos (Geschwulst, Masse) und logos (Lehre) ab. Onkologinnen und Onkologen untersuchen, wie bösartige Erkrankungen entstehen, wie sie diagnostiziert und klassifiziert werden und welche Behandlungsmethoden am besten geeignet sind.
Krebs ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheitsbilder, die gemeinsam haben, dass Körperzellen unkontrolliert wachsen und in umliegendes Gewebe eindringen oder in andere Körperregionen streuen können.
Teilgebiete der Onkologie
Die Onkologie ist ein breites Fachgebiet mit zahlreichen Spezialisierungen:
- Internistische Onkologie: Behandlung von Krebserkrankungen mit Medikamenten wie Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichteten Therapien.
- Chirurgische Onkologie: Operative Entfernung von Tumoren und befallenen Geweben.
- Strahlentherapie (Radioonkologie): Einsatz ionisierender Strahlung zur Tumorbekämpfung.
- Pädiatrische Onkologie: Krebsbehandlung bei Kindern und Jugendlichen.
- Gynäkologische Onkologie: Schwerpunkt auf Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane.
- Hämatoonkologie: Behandlung von Blut- und Lymphkrebserkrankungen wie Leukämie und Lymphomen.
- Palliativonkologie: Begleitung und Linderung von Beschwerden bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen.
Ursachen von Krebserkrankungen
Die Entstehung von Krebs ist ein komplexer, vielstufiger Prozess, bei dem genetische Veränderungen (Mutationen) eine zentrale Rolle spielen. Folgende Faktoren können das Krebsrisiko erhöhen:
- Genetische Veranlagung: Erbliche Mutationen, z. B. in BRCA1/BRCA2-Genen (Brust- und Eierstockkrebs).
- Umweltfaktoren: UV-Strahlung, ionisierende Strahlung, Schadstoffe und Karzinogene (krebserregende Stoffe).
- Lebensstilfaktoren: Tabakkonsum, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung.
- Infektionen: Bestimmte Viren und Bakterien, z. B. humane Papillomaviren (HPV) bei Gebärmutterhalskrebs oder Helicobacter pylori bei Magenkrebs.
- Alter: Das Risiko vieler Krebsarten steigt mit zunehmendem Alter.
Symptome und Frühzeichen
Krebserkrankungen können sich sehr unterschiedlich äußern, je nach betroffenem Organ und Erkrankungsstadium. Allgemeine Warnsignale sind:
- Unerklärlicher, anhaltender Gewichtsverlust
- Ungewöhnliche Schwellungen oder tastbare Knoten
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Veränderungen an Haut, Muttermalen oder Schleimhäuten
- Anhaltender Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden
- Unerklärliche Blutungen oder Absonderungen
- Schmerzen ohne erkennbare Ursache
Diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte jedoch immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Diagnose
Die onkologische Diagnostik umfasst eine Vielzahl von Methoden, um Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen und genau zu charakterisieren:
- Bildgebende Verfahren: Ultraschall, Röntgen, CT (Computertomographie), MRT (Magnetresonanztomographie) und PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie).
- Labordiagnostik: Blutbild, Tumormarker (spezifische Proteine im Blut, die auf Tumorwachstum hinweisen können).
- Biopsie: Entnahme und mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben zur eindeutigen Diagnose.
- Molekulargenetische Tests: Analyse von Genmutationen im Tumorgewebe zur Planung zielgerichteter Therapien.
- Staging: Bestimmung des Ausbreitungsgrades einer Krebserkrankung (z. B. nach dem TNM-System: Tumor, Lymphknoten, Metastasen).
Behandlung
Die Krebsbehandlung erfolgt meist interdisziplinär und wird individuell auf den Patienten und die Erkrankung abgestimmt. Wichtige Behandlungsformen sind:
Chirurgie
Die operative Entfernung des Tumors ist bei vielen Krebsarten die wichtigste Behandlungsmaßnahme, besonders bei lokalisierten Tumoren ohne Fernmetastasen.
Strahlentherapie
Ionisierende Strahlung zerstört die DNA von Krebszellen und hemmt deren Teilungsfähigkeit. Sie kann kurativ (heilend) oder palliativ (lindernd) eingesetzt werden.
Medikamentöse Therapie
- Chemotherapie: Einsatz von Zytostatika, die schnell wachsende Zellen abtöten.
- Zielgerichtete Therapie (Targeted Therapy): Medikamente, die gezielt molekulare Strukturen von Tumorzellen angreifen.
- Immuntherapie: Aktivierung des körpereigenen Immunsystems zur Bekämpfung von Krebszellen, z. B. durch Checkpoint-Inhibitoren.
- Hormontherapie: Hemmung hormonsensitiver Tumoren, z. B. bei Brust- oder Prostatakrebs.
Stammzelltransplantation
Vor allem bei Blut- und Lymphkrebserkrankungen werden gesunde Stammzellen transplantiert, um das Knochenmark nach einer hochdosierten Chemotherapie wiederherzustellen.
Vorsorge und Früherkennung
Krebsfrüherkennung kann die Heilungschancen deutlich verbessern. Zu den etablierten Vorsorgeuntersuchungen gehören Darmspiegelung, Mammographie (Brustkrebs), PAP-Abstrich (Gebärmutterhalskrebs) sowie Hautkrebs-Screening. Impfungen, wie die HPV-Impfung, können das Risiko bestimmter Krebsarten senken.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI) und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID): Krebs in Deutschland 2021/2022. Berlin, 2023.
- World Health Organization (WHO): Cancer. Fact Sheet. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cancer (abgerufen 2024).
- Leitlinienprogramm Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft, Deutschen Krebshilfe und AWMF: S3-Leitlinien zu onkologischen Erkrankungen. Verfügbar unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de
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