Ophthalmoskopie – Augenhintergrunduntersuchung
Die Ophthalmoskopie ist eine augenärztliche Untersuchungsmethode zur Beurteilung des Augenhintergrundes, einschließlich Netzhaut, Sehnerv und Blutgefäße.
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Die Ophthalmoskopie ist eine augenärztliche Untersuchungsmethode zur Beurteilung des Augenhintergrundes, einschließlich Netzhaut, Sehnerv und Blutgefäße.
Was ist die Ophthalmoskopie?
Die Ophthalmoskopie (auch Funduskopie oder Augenhintergrundspiegelung genannt) ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem ein Arzt oder eine Ärztin den Augenhintergrund mithilfe eines speziellen Instruments – des sogenannten Ophthalmoskops – direkt betrachtet. Dabei können Strukturen wie die Netzhaut (Retina), der Sehnerv (Nervus opticus), die Makula (Stelle des schärfsten Sehens) sowie die retinalen Blutgefäße beurteilt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und liefert wichtige Informationen über den Zustand des Auges und allgemeine Gesundheitszustände des gesamten Organismus.
Wie funktioniert die Ophthalmoskopie?
Das Ophthalmoskop beleuchtet den Augenhintergrund mit einem gebündelten Lichtstrahl und ermöglicht eine vergrößerte Ansicht der inneren Augenstrukturen. Es gibt zwei grundlegende Methoden:
- Direkte Ophthalmoskopie: Ein handgehaltenes Gerät wird dicht vor das Auge des Patienten gehalten. Es liefert ein aufrechtes, stark vergrößertes Bild (ca. 15-fach) eines begrenzten Bereichs des Augenhintergrundes.
- Indirekte Ophthalmoskopie: Hierbei wird eine Lichtquelle am Kopf des Untersuchers befestigt und eine Sammellinse vor das Auge gehalten. Diese Methode ermöglicht eine breitere Übersicht des gesamten Augenhintergrundes und ist besonders in der Netzhautchirurgie verbreitet.
Um eine optimale Sicht zu gewährleisten, werden die Pupillen des Patienten häufig vorab mit Augentropfen (Mydriatika) erweitert. Die Wirkung dieser Tropfen hält einige Stunden an und kann vorübergehend zu Lichtempfindlichkeit und verschwommenem Sehen führen.
Wann wird die Ophthalmoskopie eingesetzt?
Die Ophthalmoskopie ist ein vielseitiges Diagnoseverfahren und wird in folgenden klinischen Situationen eingesetzt:
- Kontrolle und Verlaufsbeobachtung bei Diabetes mellitus (diabetische Retinopathie)
- Früherkennung und Kontrolle des Glaukoms (grüner Star)
- Diagnose und Verlaufskontrolle der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
- Beurteilung des Sehnervs bei Verdacht auf erhöhten Hirndruck (Stauungspapille)
- Erkennung von Netzhautablösung, Netzhautrissen oder Gefäßverschlüssen
- Routinemäßige Augenuntersuchung bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Untersuchung bei Sehstörungen unklarer Ursache
Was kann die Ophthalmoskopie erkennen?
Die Untersuchung ermöglicht die Beurteilung zahlreicher Erkrankungen und Veränderungen:
- Diabetische Retinopathie: Schäden an den kleinen Blutgefäßen der Netzhaut durch dauerhaft erhöhten Blutzucker
- Hypertensive Retinopathie: Veränderungen der Netzhautgefäße durch Bluthochdruck
- Papillenödem (Stauungspapille): Anschwellung des Sehnervs als Zeichen eines erhöhten intrakraniellen Drucks
- Glaukomatöse Exkavation: Vertiefung der Sehnervscheibe als Hinweis auf Glaukomschäden
- Makuladegeneration: Degenerative Veränderungen im Bereich des schärfsten Sehens
- Netzhautablösung: Ablösung der Netzhaut von ihrer Unterlage
- Retinale Gefäßverschlüsse: Verschluss von Arterien oder Venen der Netzhaut
Ablauf der Untersuchung
Die Ophthalmoskopie ist eine schnelle und nicht-invasive Untersuchung. Typischerweise läuft sie folgendermaßen ab:
- Gegebenenfalls werden dem Patienten pupillenerweiternde Augentropfen verabreicht und es wird etwa 20–30 Minuten gewartet, bis die Pupillen ausreichend weit sind.
- Der Raum wird abgedunkelt, um eine bessere Sicht auf den Augenhintergrund zu ermöglichen.
- Der Arzt oder die Ärztin beleuchtet den Augenhintergrund und beurteilt systematisch Sehnerv, Makula, Gefäße und die Netzhautperipherie.
- Die gesamte Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten.
Nach der Untersuchung sollten Patienten, deren Pupillen erweitert wurden, keine Fahrzeuge führen und bei Sonnenlicht eine Sonnenbrille tragen, bis die Wirkung der Tropfen nachlässt.
Risiken und Nebenwirkungen
Die Ophthalmoskopie selbst ist ein sehr sicheres Verfahren ohne nennenswerte Risiken. Die verwendeten pupillenerweiternden Augentropfen können jedoch in seltenen Fällen einen akuten Glaukomanfall auslösen, insbesondere bei Patienten mit einer engen Kammerwinkelstruktur. Der Arzt oder die Ärztin wird dies vorab abklären. Weitere mögliche vorübergehende Effekte sind Lichtempfindlichkeit und Nahsehschwäche durch die Mydriasis.
Quellen
- Lang, G. K. et al. – Augenheilkunde. Thieme Verlag, 6. Auflage (2019).
- American Academy of Ophthalmology – Preferred Practice Pattern: Comprehensive Adult Medical Eye Evaluation (2020). Verfügbar unter: https://www.aao.org
- Grehn, F. – Augenheilkunde. Springer Verlag, 32. Auflage (2019).
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