Otitis media chronica mesotympanalis – Ursachen und Behandlung
Die Otitis media chronica mesotympanalis ist eine chronische Mittelohrentzündung mit einem zentralen Trommelfelldefekt ohne Cholesteatom. Sie verursacht wiederkehrende Ohreiterungen und Hörverlust.
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Die Otitis media chronica mesotympanalis ist eine chronische Mittelohrentzündung mit einem zentralen Trommelfelldefekt ohne Cholesteatom. Sie verursacht wiederkehrende Ohreiterungen und Hörverlust.
Was ist die Otitis media chronica mesotympanalis?
Die Otitis media chronica mesotympanalis ist eine chronische Entzündung des Mittelohres, die durch einen dauerhaften, zentral gelegenen Defekt (Perforation) im Trommelfell gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zur epitympanalen oder marginalen Form handelt es sich hierbei um eine sogenannte gutartige chronische Mittelohrentzündung, da kein Cholesteatom (Wucherung von Hautgewebe im Mittelohr) vorliegt. Die Erkrankung kann über Monate bis Jahre bestehen und ist eine der häufigsten Ursachen für einen chronischen Hörverlust.
Ursachen
Die Erkrankung entsteht häufig als Folge wiederholt aufgetretener akuter Mittelohrentzündungen, besonders im Kindesalter. Weitere Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Unvollständig verheilte akute Otitis media
- Chronische Belüftungsstörungen der Eustachischen Röhre (Tubendysfunktion)
- Traumatische Trommelfellverletzungen
- Immunschwäche oder allgemeine Infektanfälligkeit
- Ungünstige sozioökonomische Bedingungen und mangelnde Gesundheitsversorgung
Symptome
Die Beschwerden bei der Otitis media chronica mesotympanalis können schubweise auftreten oder dauerhaft bestehen. Typische Symptome sind:
- Ohreiterung (Otorrhoe): Wiederkehrender, meist geruchloser Ausfluss aus dem Ohr, oft ausgelöst durch Erkältungen oder Wasserkontakt
- Hörverlust: Schallleitungsschwerhörigkeit durch den Trommelfelldefekt und mögliche Schäden an den Gehörknöchelchen
- Druckgefühl oder Völlegefühl im Ohr
- Gelegentliches Ohrensausen (Tinnitus)
- Selten Schmerzen (im Gegensatz zur akuten Form)
Diagnose
Die Diagnose wird durch eine gründliche HNO-ärztliche Untersuchung gestellt. Folgende Methoden kommen zum Einsatz:
- Otoskopie: Direkte Inspektion des Trommelfells mit einem Otoskop; der zentrale Trommelfelldefekt ist gut sichtbar
- Mikroskopie des Ohres: Detailliertere Beurteilung des Trommelfells und des Mittelohres unter dem Mikroskop
- Audiometrie (Hörtest): Messung des Ausmaßes und der Art des Hörverlustes
- Tympanometrie: Beurteilung der Mittelohrfunktion und des Trommelfellverhaltens
- Mikrobiologischer Abstrich: Erregerbestimmung bei aktiver Eiterung zur gezielten Antibiotikatherapie
- Bildgebung (CT des Felsenbeins): Bei Verdacht auf Komplikationen oder zur präoperativen Planung
Behandlung
Konservative Therapie
Bei aktiver Eiterung kann zunächst eine konservative Behandlung erfolgen:
- Lokale Ohrtropfen mit antibiotischer und/oder entzündungshemmender Wirkung (z. B. Ciprofloxacin-haltige Tropfen)
- Systemische Antibiotika bei ausgedehnter Infektion oder Komplikationen
- Regelmäßige HNO-ärztliche Ohrreinigung (Absaugen von Sekret)
- Konsequenter Schutz vor Wassereintritt ins Ohr (z. B. beim Schwimmen oder Duschen)
Operative Therapie
Das langfristige Therapieziel ist der operative Verschluss des Trommelfelldefekts, um Hörfunktion und Infektionsschutz wiederherzustellen:
- Myringoplastik (Typ-I-Tympanoplastik): Operativer Verschluss des Trommelfelldefekts mit körpereigenem Gewebe (z. B. Fasziengewebe des Schläfenmuskels); Methode der Wahl bei isoliertem Trommelfelldefekt ohne Gehörknöchelchenschaden
- Tympanoplastik (Typ II-IV): Umfassendere Rekonstruktion bei zusätzlicher Beteiligung der Gehörknöchelchen
- Präoperativ muss das Ohr in der Regel über mehrere Monate trocken und infektionsfrei sein
Mögliche Komplikationen
Wird die Erkrankung nicht behandelt, können folgende Komplikationen auftreten:
- Zunehmender dauerhafter Hörverlust
- Schädigung der Gehörknöchelchen (Ossikeldysfunktion)
- Ausbreitung der Entzündung auf das Mastoid (Mastoiditis)
- In seltenen Fällen: Meningitis, Hirnabszess oder Fazialisparese
Quellen
- Boenninghaus H.-G., Lenarz T.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. 13. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2007.
- World Health Organization (WHO): Chronic suppurative otitis media. Burden of Illness and Management Options. WHO Press, Genf, 2004.
- Luers J.C., Huttenbrink K.-B.: Surgical anatomy and pathology of the middle ear. Journal of Anatomy, 2016; 228(2): 338-353. PubMed PMID: 26455576.
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