Oxidationsschutzstoff – Definition & Wirkung
Oxidationsschutzstoffe sind Zusatzstoffe in Lebensmitteln, die verhindern, dass Fette, Farben oder Aromen durch Sauerstoff verderben und so die Haltbarkeit verlängern.
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Oxidationsschutzstoffe sind Zusatzstoffe in Lebensmitteln, die verhindern, dass Fette, Farben oder Aromen durch Sauerstoff verderben und so die Haltbarkeit verlängern.
Was sind Oxidationsschutzstoffe?
Oxidationsschutzstoffe (auch Antioxidationsmittel oder Oxidationsschutzmittel genannt) sind Lebensmittelzusatzstoffe, die gezielt eingesetzt werden, um Lebensmittel vor dem chemischen Prozess der Oxidation zu schützen. Bei der Oxidation reagieren Bestandteile eines Lebensmittels – vor allem Fette, fettlösliche Vitamine, Farbstoffe und Aromastoffe – mit Sauerstoff aus der Luft. Dies führt zu Ranzigkeit, Farbveränderungen, Geschmacksverlust und dem Abbau wertvoller Nährstoffe. Oxidationsschutzstoffe verlangsamen oder verhindern diese Prozesse und tragen damit wesentlich zur Haltbarkeit und Qualität von Lebensmitteln bei.
Wie funktionieren Oxidationsschutzstoffe?
Der Wirkmechanismus von Oxidationsschutzstoffen beruht auf ihrer Fähigkeit, freie Radikale – hochreaktive Moleküle, die Oxidationsketten in Gang setzen – abzufangen und unschädlich zu machen. Sie geben selbst Elektronen oder Wasserstoffatome ab und unterbrechen damit die Kettenreaktion der Oxidation, bevor diese das Lebensmittel schädigt. Einige Oxidationsschutzstoffe wirken auch als sogenannte Chelatbildner, indem sie Metallionen (z. B. Eisen oder Kupfer) binden, die als Katalysatoren für Oxidationsprozesse fungieren.
Einteilung und Beispiele
Natürliche Oxidationsschutzstoffe
- Tocopherole (E 306–E 309): Vitamin-E-Verbindungen, die in pflanzlichen Ölen vorkommen und häufig zum Schutz fettreicher Produkte eingesetzt werden.
- Ascorbinsäure (E 300): Vitamin C, das sowohl in wässrigen als auch in fettigen Lebensmitteln wirksam ist und auch die Farbe von Fleisch und Obst stabilisiert.
- Ascorbylpalmitat (E 304): Ein fettlösliches Derivat der Ascorbinsäure.
- Extrakte aus Rosmarin (E 392): Pflanzliche Extrakte mit antioxidativen Eigenschaften.
Synthetische Oxidationsschutzstoffe
- Butylhydroxyanisol (BHA, E 320): Synthetisches Antioxidationsmittel, das in Fetten und Ölen verwendet wird.
- Butylhydroxytoluol (BHT, E 321): Ähnlich wie BHA eingesetzt, vor allem in Snacks, Kaugummi und Fetten.
- Gallate (E 310–E 312): Ester der Gallussäure, die in fetthaltigen Lebensmitteln Verwendung finden.
Zulassung und Kennzeichnung
In der Europäischen Union sind Oxidationsschutzstoffe als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und durch die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 geregelt. Jeder zugelassene Stoff erhält eine E-Nummer, die auf der Zutatenliste des Produkts angegeben werden muss. Die Zulassung erfolgt nur nach einer umfassenden Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Es gelten Höchstmengen, die je nach Lebensmittelkategorie variieren.
Anwendungsgebiete
Oxidationsschutzstoffe werden in einer Vielzahl von Lebensmitteln eingesetzt, darunter:
- Speiseöle, Margarine und Fette
- Wurstwaren und Fleischprodukte
- Backwaren und Snacks
- Trockenfrüchte und Nüsse
- Getränke und Fruchtsäfte
- Kosmetika und Arzneimittel (außerhalb des Lebensmittelbereichs)
Sicherheit und gesundheitliche Bewertung
Natürliche Oxidationsschutzstoffe wie Vitamin E und Vitamin C gelten bei den in Lebensmitteln verwendeten Mengen als unbedenklich und werden vom Körper gut verwertet. Bei synthetischen Verbindungen wie BHA und BHT wurden in Tierstudien bei sehr hohen Dosen mögliche negative Effekte beobachtet; in den zugelassenen Mengen werden sie von Regulierungsbehörden als sicher eingestuft. Die EFSA überprüft die Sicherheitsbewertungen regelmäßig und passt Grenzwerte bei Bedarf an.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Bewertungen von Lebensmittelzusatzstoffen. Verfügbar unter: https://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/food-additives
- Europäisches Parlament und Rat der EU: Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europäischen Union, 2008.
- Belitz, H.-D.; Grosch, W.; Schieberle, P.: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg, 2008.
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