Impingement – Ursachen, Symptome und Behandlung
Impingement bezeichnet das schmerzhafte Einklemmen von Weichteilstrukturen in einem Gelenk, häufig an der Schulter oder Hüfte. Es verursacht Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und kann ohne Behandlung zu dauerhaften Schäden führen.
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Impingement bezeichnet das schmerzhafte Einklemmen von Weichteilstrukturen in einem Gelenk, häufig an der Schulter oder Hüfte. Es verursacht Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und kann ohne Behandlung zu dauerhaften Schäden führen.
Was ist ein Impingement?
Der Begriff Impingement stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß Einklemmung oder Einengung. In der Medizin beschreibt er den Zustand, bei dem Weichteilgewebe – wie Sehnen, Schleimbeutel oder Gelenklippen – in einem Gelenk mechanisch eingeklemmt oder gequetscht werden. Besonders häufig tritt das Impingement-Syndrom an der Schulter und der Hüfte auf, kann aber auch andere Gelenke betreffen.
Ursachen
Die Ursachen eines Impingements sind vielfältig und hängen vom betroffenen Gelenk ab:
- Schulterimpingement: Verengung des Subakromialraums durch knöcherne Ausläufer (Osteophyten), verdickte Sehnen oder eine entzündete Bursa (Schleimbeutel). Häufig ausgelöst durch Überkopfaktivitäten oder eine schlechte Körperhaltung.
- Hüftimpingement (FAI – Femoroacetabuläres Impingement): Formveränderungen am Hüftkopf (Cam-Typ), an der Hüftpfanne (Pincer-Typ) oder an beiden Strukturen, die zu einer Reibung im Gelenk führen.
- Allgemeine Risikofaktoren: Repetitive Bewegungen, sportliche Belastung, muskuläre Dysbalancen, angeborene Fehlstellungen sowie altersbedingter Gelenkverschleiß.
Symptome
Die typischen Symptome eines Impingements umfassen:
- Schmerzen im betroffenen Gelenk, besonders bei bestimmten Bewegungen
- Schmerzverstärkung bei Belastung oder in bestimmten Positionen (z. B. Arm über Schulterhöhe heben)
- Eingeschränkte Beweglichkeit des Gelenks
- Druckempfindlichkeit im Gelenkbereich
- Im fortgeschrittenen Stadium: Muskelschwäche und nächtliche Schmerzen
Diagnose
Die Diagnose eines Impingements erfolgt durch eine Kombination aus:
- Klinische Untersuchung: Gezielte Tests wie der Neer-Test oder der Hawkins-Kennedy-Test beim Schulterimpingement bzw. der FADIR-Test beim Hüftimpingement provozieren gezielt die typischen Schmerzen.
- Bildgebung: Röntgenaufnahmen zur Beurteilung knöcherner Strukturen; MRT (Magnetresonanztomographie) zur Darstellung von Sehnen, Schleimbeuteln und Gelenklippen.
- Sonographie: Ultraschall kann zur Beurteilung von Sehnen und Schleimbeuteln eingesetzt werden.
Behandlung
Konservative Therapie
Bei den meisten Patienten wird zunächst ein konservativer Therapieansatz gewählt:
- Physiotherapie: Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Korrektur von Bewegungsmustern
- Schmerztherapie: Entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs wie Ibuprofen oder Diclofenac) zur Linderung von Schmerzen und Entzündung
- Kortison-Injektionen: Lokale Injektionen in den Schleimbeutel oder den Gelenkspalt bei hartnäckigen Beschwerden
- Schonung und Anpassung der Aktivitäten: Vermeidung schmerzhafter Bewegungen und Belastungen
Operative Therapie
Wenn konservative Maßnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung bringen, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein:
- Arthroskopische Dekompression: Minimalinvasiver Eingriff zur Erweiterung des Gelenkspalts und Entfernung von knöchernen Anbauten oder entzündetem Gewebe
- Rekonstruktion: Bei begleitenden Sehnenrissen oder Labrumläsionen kann eine Reparatur erforderlich sein
Verlauf und Prognose
Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung ist die Prognose eines Impingements in der Regel gut. Viele Patienten erreichen durch Physiotherapie und konservative Maßnahmen eine deutliche Beschwerdelinderung. Ohne Therapie kann es jedoch zu einer fortschreitenden Schädigung von Sehnen und Knorpel sowie zur Entwicklung einer Arthrose kommen.
Quellen
- Lippitt S, Matsen F. Mechanisms of glenohumeral joint stability. Clinical Orthopaedics and Related Research. 1993.
- Ganz R et al. The etiology of osteoarthritis of the hip: an integrated mechanical concept. Clinical Orthopaedics and Related Research. 2008;466(2):264-272.
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Leitlinien zum Schulter- und Hüftimpingement. www.dgou.de
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