Ibuprofen – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Ibuprofen ist ein weit verbreitetes Schmerzmittel und entzündungshemmendes Medikament aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Ibuprofen"
Ibuprofen ist ein weit verbreitetes Schmerzmittel und entzündungshemmendes Medikament aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).
Was ist Ibuprofen?
Ibuprofen ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es wird häufig zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen eingesetzt und gehört zu den meistverwendeten freiverkäuflichen Medikamenten weltweit. Ibuprofen ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Tabletten, Kapseln, Zäpfchen, Säfte und Gele zur äußerlichen Anwendung.
Wirkmechanismus
Ibuprofen wirkt, indem es die Enzyme Cyclooxygenase-1 (COX-1) und Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmt. Diese Enzyme sind verantwortlich für die Produktion von Prostaglandinen – körpereigenen Botenstoffen, die Schmerz, Fieber und Entzündungsreaktionen auslösen. Durch die Hemmung dieser Enzyme werden weniger Prostaglandine gebildet, was zu einer Linderung von Schmerzen, einer Senkung erhöhter Körpertemperatur und einer Reduzierung von Entzündungen führt.
Anwendungsgebiete
Ibuprofen wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt:
- Leichte bis mäßige Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Rückenschmerzen)
- Fieber bei Erwachsenen und Kindern (ab einem bestimmten Körpergewicht)
- Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe)
- Entzündliche Erkrankungen wie Arthritis und Rheuma
- Muskel- und Gelenkschmerzen nach Verletzungen oder Überanstrengung
Dosierung
Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt 200 bis 400 mg pro Einnahme, bis zu dreimal täglich. Die maximale Tagesdosis für Erwachsene ohne ärztliche Verschreibung beträgt in der Regel 1.200 mg. Unter ärztlicher Aufsicht kann die Tagesdosis auf bis zu 2.400 mg erhöht werden. Für Kinder richtet sich die Dosierung nach dem Körpergewicht. Ibuprofen sollte stets mit ausreichend Flüssigkeit und möglichst nach einer Mahlzeit eingenommen werden, um die Magenverträglichkeit zu verbessern.
Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente kann Ibuprofen Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten zählen:
- Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Magenschmerzen, Sodbrennen, Durchfall
- Magengeschwüre bei längerem Gebrauch
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Erhöhtes Blutungsrisiko durch Hemmung der Blutplättchenaggregation
- Nierenfunktionsstörungen bei längerer Einnahme oder hoher Dosierung
- Herzkreislaufrisiken (z. B. erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Langzeitanwendung in hohen Dosen)
Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Ibuprofen sollte nicht eingenommen werden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ibuprofen oder anderen NSAR
- Aktiven Magengeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen
- Schwerer Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz
- Ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit blutverdünnenden Mitteln (z. B. Marcumar, ASS), anderen Schmerzmitteln, blutdrucksenkenden Medikamenten sowie bestimmten Antidepressiva (SSRIs). Eine gleichzeitige Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.
Besondere Hinweise
Ibuprofen sollte nur so kurz und in der niedrigsten wirksamen Dosis eingenommen werden. Bei anhaltenden Beschwerden, hohem Fieber oder Unsicherheit bezüglich der Einnahme ist ärztlicher Rat empfehlenswert. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Ibuprofen nur nach ausdrücklicher ärztlicher Empfehlung verwendet werden.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Essential Medicines List, Ibuprofen-Eintrag. Verfügbar unter: https://www.who.int/medicines/publications/essentialmedicines/en/
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – Fachinformation zu Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln. Verfügbar unter: https://www.bfarm.de
- Brune K., Patrignani P. – New insights into the use of currently available non-steroidal anti-inflammatory drugs. Journal of Pain Research, 2015;8:105–118.
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