Osteochondrose – Ursachen, Symptome & Behandlung
Osteochondrose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Bandscheiben und Wirbelkörper abgebaut werden. Sie verursacht Rücken- und Nackenschmerzen und betrifft häufig Erwachsene ab 30 Jahren.
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Osteochondrose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Bandscheiben und Wirbelkörper abgebaut werden. Sie verursacht Rücken- und Nackenschmerzen und betrifft häufig Erwachsene ab 30 Jahren.
Was ist Osteochondrose?
Die Osteochondrose (auch: Osteochondrosis intervertebralis) ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule. Dabei kommt es zu einem fortschreitenden Abbau des Bandscheibenknorpels sowie zu Veränderungen an den angrenzenden Wirbelkörpern. Mit der Zeit verlieren die Bandscheiben an Höhe und Elastizität, was zu einer zunehmenden Belastung der Wirbelgelenke und Nervenwurzeln führt. Die Erkrankung tritt häufig ab dem 30. Lebensjahr auf und nimmt mit dem Alter zu.
Ursachen
Die Osteochondrose entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren:
- Alterungsprozesse: Der natürliche Verschleiß der Bandscheiben nimmt mit dem Alter zu.
- Fehlhaltungen und Bewegungsmangel: Langes Sitzen, einseitige Belastungen und mangelnde Bewegung fördern den Knorpelabbau.
- Übergewicht: Erhöhtes Körpergewicht belastet die Wirbelsäule dauerhaft.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung ist bekannt.
- Schwere körperliche Arbeit: Regelmäßiges Heben schwerer Lasten beschleunigt den Verschleiß.
- Stoffwechselstörungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus können den Knorpelstoffwechsel beeinträchtigen.
Symptome
Die Beschwerden variieren je nach betroffenem Wirbelsäulenabschnitt und Schweregrad der Erkrankung:
- Rückenschmerzen (Lumbago) bei Befall der Lendenwirbelsäule
- Nackenschmerzen und Schulterverspannungen bei Befall der Halswirbelsäule
- Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine bei Nervenbeteiligung
- Morgensteifigkeit der Wirbelsäule
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- In fortgeschrittenen Stadien: Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche
Diagnose
Die Diagnose der Osteochondrose erfolgt durch mehrere Untersuchungsschritte:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Befragung zu Schmerzcharakter, Dauer und auslösenden Faktoren sowie Prüfung von Beweglichkeit und Reflexen.
- Röntgenaufnahme: Typische Zeichen wie Verschmälerung des Bandscheibenfachs und sklerotische Veränderungen der Wirbelkörper sind sichtbar.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Liefert detaillierte Bilder der Bandscheiben, Nervenwurzeln und umliegender Weichteile.
- Computertomographie (CT): Ergänzende Bildgebung bei unklaren Befunden.
Behandlung
Konservative Therapie
In den meisten Fällen wird die Osteochondrose konservativ behandelt:
- Physiotherapie: Gezieltes Muskelkräftigungs- und Dehnungstraining zur Entlastung der Wirbelsäule.
- Schmerztherapie: Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen.
- Wärmeanwendungen: Wärme entspannt die Muskulatur und lindert Schmerzen.
- Orthopädische Hilfsmittel: Stützmieder oder spezielle Einlagen können vorübergehend entlasten.
- Gewichtsreduktion: Abbau von Übergewicht zur dauerhaften Entlastung der Wirbelsäule.
Operative Therapie
Nur bei schwerwiegenden Fällen mit anhaltenden neurologischen Ausfällen oder therapieresistenten Schmerzen wird ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen. Mögliche Verfahren umfassen die Bandscheibenoperation oder den Einsatz von Wirbelkörperimplantaten.
Vorbeugung
Regelmäßige körperliche Aktivität, ergonomisches Arbeiten, eine aufrechte Körperhaltung sowie die Vermeidung von Übergewicht tragen maßgeblich zur Vorbeugung der Osteochondrose bei. Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Radfahren schonen die Wirbelsäule besonders.
Quellen
- Schünke, M. et al. - Prometheus Lernatlas der Anatomie. Thieme Verlag, 2018.
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) - Leitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, 2017. Verfügbar unter: www.awmf.org
- Brinjikji, W. et al. - Systematic Literature Review of Imaging Features of Spinal Degeneration in Asymptomatic Populations. AJNR Am J Neuroradiol, 2015. PubMed PMID: 25430861.
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