Lercanidipin – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Lercanidipin ist ein Kalziumkanalblocker zur Behandlung von Bluthochdruck. Es entspannt die Blutgefäße und senkt den Blutdruck effektiv.
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Lercanidipin ist ein Kalziumkanalblocker zur Behandlung von Bluthochdruck. Es entspannt die Blutgefäße und senkt den Blutdruck effektiv.
Was ist Lercanidipin?
Lercanidipin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der Kalziumkanalblocker (Kalziumantagonisten), genauer der Dihydropyridine der dritten Generation. Es wird vor allem zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) eingesetzt. Lercanidipin ist bekannt für seine hohe Gefäßselektivität und seine vergleichsweise gute Verträglichkeit.
Wirkmechanismus
Lercanidipin blockiert spannungsabhängige L-Typ-Kalziumkanäle in der Muskulatur der Blutgefäße (glatte Muskelzellen). Durch die Hemmung des Kalziumeinstroms entspannen sich die Gefäßwände, die Blutgefäße weiten sich (Vasodilatation), und der periphere Gefäßwiderstand sinkt. Dies führt zu einer Senkung des Blutdrucks.
Im Vergleich zu älteren Kalziumkanalblockern (z. B. Nifedipin) zeichnet sich Lercanidipin durch einen langsameren Wirkungseintritt und eine längere Wirkdauer aus, was zu einem gleichmäßigeren Blutdruckabfall und weniger reflexartiger Herzfrequenzsteigerung führt.
Anwendungsgebiete
- Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) – als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva
- Einsatz bei Patienten, die andere Kalziumantagonisten aufgrund von Nebenwirkungen (z. B. Wasseransammlungen) nicht vertragen
Dosierung
Die übliche Anfangsdosis beträgt 10 mg einmal täglich, eingenommen mindestens 15 Minuten vor einer Mahlzeit. Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis nach 2 Wochen auf 20 mg täglich erhöht werden. Die genaue Dosierung wird stets vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin festgelegt.
Wichtige Hinweise zur Einnahme
- Lercanidipin sollte nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden, da dieser den Abbau des Wirkstoffs hemmt und die Blutkonzentration erhöhen kann.
- Die Einnahme sollte regelmäßig zur selben Tageszeit erfolgen.
- Das Absetzen des Medikaments sollte nicht abrupt, sondern schrittweise und in Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin erfolgen.
Nebenwirkungen
Lercanidipin wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Häufig: Kopfschmerzen, Hautrötung (Flush), Knöchelödeme (Wasseransammlungen in den Beinen), Herzklopfen, Schwindel
- Gelegentlich: Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, schneller Herzschlag (Tachykardie)
- Selten: Zahnfleischwucherungen, allergische Reaktionen, Muskelschmerzen
Ödeme (Wasseransammlungen) treten bei Lercanidipin seltener auf als bei anderen Dihydropyridinen, was auf seine hohe Membranaffinität und den graduellen Wirkungseintritt zurückzuführen ist.
Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Gegenanzeigen
- Schwere Herzinsuffizienz oder instabile Angina pectoris
- Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Gleichzeitige Einnahme starker CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Ciclosporin)
Wechselwirkungen
- CYP3A4-Inhibitoren (z. B. bestimmte Antibiotika, Antimykotika, Ciclosporin) können den Lercanidipinspiegel im Blut erhöhen.
- CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Antiepileptika) können die Wirksamkeit verringern.
- Betablocker und andere Antihypertensiva können die blutdrucksenkende Wirkung verstärken.
- Alkohol kann die gefäßerweiternde Wirkung verstärken und zu Kreislaufproblemen führen.
Quellen
- European Medicines Agency (EMA): Produktinformation Lercanidipin. Verfügbar unter: https://www.ema.europa.eu
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Fachinformation Lercanidipin-Hydrochlorid. Verfügbar unter: https://www.bfarm.de
- Mancia G et al. – 2023 ESH Guidelines for the Management of Arterial Hypertension. Journal of Hypertension, 2023. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed
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