Ischämie – Ursachen, Symptome & Behandlung
Ischämie bezeichnet eine unzureichende Blutversorgung eines Gewebes oder Organs, die zu einem Sauerstoffmangel führt. Sie kann lebenswichtige Organe wie Herz oder Gehirn gefährden.
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Ischämie bezeichnet eine unzureichende Blutversorgung eines Gewebes oder Organs, die zu einem Sauerstoffmangel führt. Sie kann lebenswichtige Organe wie Herz oder Gehirn gefährden.
Was ist eine Ischämie?
Eine Ischämie (auch: Ischaemie) bezeichnet die unzureichende Durchblutung eines Gewebes oder Organs infolge einer verminderten oder vollständig unterbrochenen arteriellen Blutzufuhr. Da das Blut den Zellen lebensnotwendigen Sauerstoff und Nährstoffe liefert, führt eine Ischämie rasch zu einem Sauerstoffmangel (Hypoxie) und kann bei anhaltender Unterbrechung zum Absterben von Gewebe (Nekrose oder Infarkt) führen. Ischämien können nahezu alle Organe betreffen, besonders kritisch sind jedoch Herz, Gehirn und die Extremitäten.
Ursachen
Die häufigsten Ursachen einer Ischämie sind:
- Arteriosklerose: Ablagerungen in den Gefäßwänden (Plaques) verengen das Gefäßlumen und vermindern den Blutfluss.
- Thrombose: Ein Blutgerinnsel (Thrombus) verstopft ein Blutgefäß von innen.
- Embolie: Ein losgelöstes Gerinnsel oder anderes Material wird mit dem Blutstrom in ein entferntes Gefäß geschwemmt und verschließt es.
- Gefäßkrämpfe (Vasospasmen): Eine krampfartige Verengung der Gefäße, z. B. bei Raynaud-Syndrom oder durch Drogen wie Kokain.
- Herzinsuffizienz: Eine geschwächte Herzpumpleistung vermindert die Durchblutung aller Organe.
- Trauma oder Kompression: Mechanische Einengung oder Verletzung von Gefäßen.
Symptome
Die Symptome einer Ischämie hängen stark vom betroffenen Organ ab:
- Herz (koronare Ischämie): Brustschmerzen (Angina pectoris), Engegefühl in der Brust, Atemnot, im schlimmsten Fall Herzinfarkt.
- Gehirn (zerebrale Ischämie): Plötzliche Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen, Schwindel, Bewusstseinsverlust; kann zu einem Schlaganfall führen.
- Extremitäten (periphere Ischämie): Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens), Blässe, Kälte, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Armen und Beinen.
- Darm (mesenteriale Ischämie): Heftige Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
- Niere (renale Ischämie): Bluthochdruck, eingeschränkte Nierenfunktion.
Diagnose
Zur Diagnose einer Ischämie stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
- EKG (Elektrokardiogramm): Nachweis von Durchblutungsstörungen am Herzen.
- Blutuntersuchungen: Erhöhte Herzenzyme (z. B. Troponin) weisen auf einen Herzmuskelschaden hin.
- Bildgebung: Ultraschall (Sonographie), CT (Computertomographie), MRT (Magnetresonanztomographie) oder Angiographie zur Darstellung von Gefäßen und Organen.
- Knöchel-Arm-Index (ABI): Einfacher Blutdruckvergleich zur Erkennung peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
Behandlung
Die Behandlung einer Ischämie zielt darauf ab, die Durchblutung möglichst schnell wiederherzustellen und Folgeschäden zu minimieren. Dabei gilt: Je schneller eine Therapie eingeleitet wird, desto geringer sind die bleibenden Schäden.
Medikamentöse Therapie
- Thrombozytenhemmer (z. B. Acetylsalicylsäure, Clopidogrel): Verhindern die Bildung neuer Blutgerinnsel.
- Antikoagulantien (z. B. Heparin, Marcumar): Hemmen die Blutgerinnung.
- Thrombolytika (z. B. tPA): Lösen bestehende Gerinnsel auf (Lyse-Therapie).
- Nitrate: Erweitern die Blutgefäße bei Herzischämie.
Interventionelle und operative Therapie
- Perkutane Koronarintervention (PCI): Aufdehnen verengter Herzkranzgefäße mit einem Ballon und Einsetzen eines Stents.
- Bypass-Operation: Überbrückung verschlossener Gefäße durch Umgehungskreisläufe.
- Thrombektomie: Mechanische Entfernung eines Gerinnsels, z. B. beim Schlaganfall.
Prävention
Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte sollten konsequent behandelt werden, um Ischämien vorzubeugen. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Quellen
- Herold, G. et al. - Innere Medizin. Köln: Gerd Herold Verlag, 2023.
- World Health Organization (WHO) - Cardiovascular Diseases Fact Sheet. Genf, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds)
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. Berlin: De Gruyter, 2022.
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