Offene Cholezystektomie – Gallenblasenentfernung
Die offene Cholezystektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Gallenblase über einen Bauchschnitt. Sie wird bei komplizierten Befunden oder als Alternative zur Schlüssellochchirurgie eingesetzt.
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Die offene Cholezystektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Gallenblase über einen Bauchschnitt. Sie wird bei komplizierten Befunden oder als Alternative zur Schlüssellochchirurgie eingesetzt.
Was ist eine offene Cholezystektomie?
Die offene Cholezystektomie ist ein operativer Eingriff, bei dem die Gallenblase durch einen direkten Schnitt in der Bauchdecke entfernt wird. Im Gegensatz zur laparoskopischen Cholezystektomie (Schlüssellochchirurgie) erfolgt der Zugang hierbei über eine größere Öffnung im Bauch, meist im rechten Oberbauch. Die Gallenblase ist ein kleines Organ unterhalb der Leber, das Gallenflüssigkeit speichert und bei der Fettverdauung eine Rolle spielt. Wenn sie erkrankt ist und konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann ihre Entfernung medizinisch notwendig werden.
Wann wird eine offene Cholezystektomie durchgeführt?
Der Eingriff wird in folgenden Situationen angewendet:
- Gallensteine (Cholelithiasis) mit wiederkehrenden Beschwerden oder Komplikationen
- Gallenblasenentzündung (Cholezystitis), insbesondere bei schweren oder chronischen Verläufen
- Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom) oder Verdacht darauf
- Fehlgeschlagene oder nicht mögliche laparoskopische Operation (z. B. bei starken Verwachsungen, Blutungen oder unklaren anatomischen Verhältnissen)
- Notfallsituationen wie eine perforierte Gallenblase oder schwere Bauchfellentzündung (Peritonitis)
Ablauf der Operation
Die offene Cholezystektomie wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg schneidet die Bauchdecke typischerweise im rechten Oberbauch auf (sogenannter Kocher-Schnitt oder medianer Oberbauchschnitt). Anschließend werden die Gallenblase sowie der Gallenblasengang (Ductus cysticus) und die zuführende Blutgefäße unterbunden und durchtrennt. Die Gallenblase wird dann vollständig entfernt. Nach dem Eingriff wird die Wunde schichtweise vernäht. Ein Drainageschlauch kann vorübergehend eingelegt werden, um austretendes Sekret abzuleiten.
Vorbereitung und Nachsorge
Vorbereitung
- Nüchternheit vor dem Eingriff (in der Regel ab Mitternacht)
- Blutuntersuchungen, Ultraschall und ggf. weitere bildgebende Verfahren
- Aufklärungsgespräch über Risiken und Alternativen
- Absetzen bestimmter Medikamente (z. B. Blutverdünner) nach ärztlicher Anweisung
Nachsorge
- Stationärer Krankenhausaufenthalt von in der Regel 3 bis 7 Tagen
- Schmerztherapie und Wundpflege
- Körperliche Schonung für mehrere Wochen
- Leichte, fettarme Kost in den ersten Wochen nach dem Eingriff
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt
Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der offenen Cholezystektomie mögliche Risiken:
- Blutungen während oder nach der Operation
- Infektionen der Wunde oder des Bauchraums
- Verletzung benachbarter Strukturen wie des Gallengangs (Ductus choledochus), der Leber oder des Darms
- Narbenhernien (Eingeweidebrüche an der Operationsnarbe)
- Thrombosen oder Lungenembolien
- Reaktionen auf die Narkose
Schwerwiegende Komplikationen sind selten, aber möglich. Das individuelle Risiko hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten und den Begleiterkrankungen ab.
Offene vs. laparoskopische Cholezystektomie
Heute wird die Gallenblase in den meisten Fällen laparoskopisch (minimal-invasiv) entfernt. Die offene Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Schlüssellochtechnik nicht durchführbar oder sicher genug ist. Die offene Operation ermöglicht dem Chirurgen eine bessere direkte Sicht auf das Operationsgebiet, erfordert jedoch eine längere Erholungszeit und hinterlässt eine sichtbarere Narbe.
Lebensqualität nach der Operation
Die meisten Patientinnen und Patienten können nach einer offenen Cholezystektomie ein beschwerdefreies Leben führen. Die Gallenflüssigkeit wird nach der Entfernung der Gallenblase direkt vom Leberparen aus in den Dünndarm geleitet. Einige Personen berichten anfangs über Verdauungsbeschwerden, insbesondere nach fettreichen Mahlzeiten, die sich jedoch meist innerhalb weniger Wochen bis Monate bessern.
Quellen
- Lammert F. et al. - S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Gallensteinen. AWMF-Register Nr. 021-008, 2018.
- Townsend CM. et al. - Sabiston Textbook of Surgery. 21. Auflage. Elsevier, 2022.
- World Health Organization (WHO) - Essential Surgery: Disease Control Priorities, 3rd Edition. Washington DC: World Bank, 2015.
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