Oxidationsschutzanalyse – Antioxidativer Status
Die Oxidationsschutzanalyse misst die antioxidative Kapazität des Körpers und hilft, oxidativen Stress frühzeitig zu erkennen. Sie unterstützt die gezielte Prävention und Therapie.
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Die Oxidationsschutzanalyse misst die antioxidative Kapazität des Körpers und hilft, oxidativen Stress frühzeitig zu erkennen. Sie unterstützt die gezielte Prävention und Therapie.
Was ist die Oxidationsschutzanalyse?
Die Oxidationsschutzanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das die antioxidative Schutzkapazität des menschlichen Organismus untersucht. Im Fokus steht dabei das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen – also reaktiven Sauerstoffverbindungen – und den körpereigenen sowie durch die Ernährung zugeführten Antioxidantien. Ein Ungleichgewicht zugunsten der freien Radikale wird als oxidativer Stress bezeichnet und ist mit zahlreichen chronischen Erkrankungen assoziiert.
Hintergrund: Oxidativer Stress und freie Radikale
Freie Radikale entstehen als natürliche Nebenprodukte des Stoffwechsels, aber auch durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Rauchen, Umweltgifte, Alkohol und Entzündungsprozesse. Sie können Zellmembranen, Proteine und die DNA schädigen. Der Körper verfügt über ein ausgeklügeltes antioxidatives Abwehrsystem, bestehend aus enzymatischen Schutzmechanismen (z. B. Superoxiddismutase, Katalase, Glutathionperoxidase) sowie nicht-enzymatischen Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Selen und Zink.
Wann wird die Oxidationsschutzanalyse eingesetzt?
Die Analyse wird in der Präventivmedizin, der funktionellen Medizin und der Ernährungsmedizin eingesetzt. Typische Anlässe sind:
- Verdacht auf erhöhten oxidativen Stress bei chronischen Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Krebs)
- Überprüfung der antioxidativen Versorgung bei besonderen Belastungen (Leistungssport, Rauchen, Stress)
- Begleitung einer antioxidativen Therapie oder Nahrungsergänzung
- Allgemeine Gesundheitsvorsorge und individuelle Risikoeinschätzung
- Abklärung bei Müdigkeit, vorzeitiger Hautalterung oder häufigen Infekten
Wie funktioniert die Analyse?
Die Oxidationsschutzanalyse erfolgt in der Regel aus einer Blutprobe (Serum oder Vollblut). Verschiedene Labormethoden werden eingesetzt, um unterschiedliche Aspekte der antioxidativen Kapazität zu messen:
Bestimmung einzelner Antioxidantien
Hierbei werden spezifische Mikronährstoffe und Schutzstoffe wie Vitamin C, Vitamin E (Tocopherol), Beta-Carotin, Selen, Zink, Coenzym Q10 und Glutathion im Blut quantitativ bestimmt.
Messung der Gesamtantioxidativen Kapazität (TAC)
Tests wie der FRAP-Test (Ferric Reducing Ability of Plasma) oder der ORAC-Test (Oxygen Radical Absorbance Capacity) messen die Gesamtfähigkeit des Blutplasmas, freie Radikale zu neutralisieren. Diese Werte geben einen Überblick über das antioxidative Gesamtpotenzial.
Marker für oxidativen Stress
Ergänzend können Biomarker für oxidative Schäden bestimmt werden, z. B. 8-Hydroxy-2-Desoxyguanosin (8-OHdG) als Marker für DNA-Oxidation, Malondialdehyd (MDA) als Marker für Lipidperoxidation, sowie oxidiertes LDL-Cholesterin.
Interpretation der Ergebnisse
Die Auswertung der Oxidationsschutzanalyse liefert ein individuelles Bild der antioxidativen Schutzlage. Niedrige Werte einzelner Antioxidantien oder der Gesamtkapazität können auf eine unzureichende Versorgung oder einen erhöhten Verbrauch durch oxidativen Stress hinweisen. Die Ergebnisse werden immer im Kontext der klinischen Situation, der Ernährung und des Lebensstils des Patienten interpretiert.
Therapeutische Konsequenzen
Auf Basis der Analyseergebnisse können gezielte Maßnahmen empfohlen werden:
- Anpassung der Ernährung mit antioxidantienreichen Lebensmitteln (z. B. Beeren, Nüsse, Gemüse, Olivenöl)
- Gezielte Supplementierung mit Mikronährstoffen wie Vitamin C, Vitamin E, Selen oder Zink
- Lifestyle-Anpassungen zur Reduzierung von oxidativem Stress (Raucherentwöhnung, Stressreduktion, moderates Training)
- Verlaufskontrollen zur Überprüfung des Therapieerfolgs
Quellen
- Sies, H. (2015): Oxidative stress: a concept in redox biology and medicine. Redox Biology, 4, 180-183. DOI: 10.1016/j.redox.2015.01.002
- Halliwell, B. & Gutteridge, J. M. C. (2015): Free Radicals in Biology and Medicine. 5th Edition. Oxford University Press.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Online verfügbar unter: www.dge.de
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