Ringelröteln bei Erwachsenen – Symptome und Behandlung
Ringelröteln bei Erwachsenen sind eine virale Infektionskrankheit, die durch das Parvovirus B19 ausgelöst wird. Typische Symptome sind Gelenkschmerzen und ein charakteristischer Hautausschlag.
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Ringelröteln bei Erwachsenen sind eine virale Infektionskrankheit, die durch das Parvovirus B19 ausgelöst wird. Typische Symptome sind Gelenkschmerzen und ein charakteristischer Hautausschlag.
Was sind Ringelröteln bei Erwachsenen?
Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine durch das Parvovirus B19 verursachte Viruserkrankung. Obwohl sie vor allem als Kinderkrankheit bekannt ist, können auch Erwachsene erkranken. Bei Erwachsenen verläuft die Infektion häufig anders als bei Kindern und kann mit stärkeren Beschwerden verbunden sein.
Ursachen und Übertragung
Das Parvovirus B19 wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Niesen, Husten oder engen Kontakt mit einer infizierten Person. Auch eine Übertragung über kontaminierte Hände oder Gegenstände ist möglich. Erwachsene, die in der Kindheit keinen Kontakt mit dem Virus hatten, sind nicht immun und können sich infizieren.
Symptome bei Erwachsenen
Im Gegensatz zu Kindern zeigen Erwachsene mit Ringelröteln häufig nur einen schwachen oder gar keinen typischen Hautausschlag. Stattdessen stehen folgende Beschwerden im Vordergrund:
- Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen (Arthralgie und Arthritis), vor allem an Händen, Handgelenken, Knien und Sprunggelenken
- Allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit
- Leichtes Fieber
- Kopfschmerzen
- Gelegentlich ein fleckiger oder netzartiger Hautausschlag am Rumpf oder an den Gliedmaßen
Die Gelenkbeschwerden können bei Erwachsenen mehrere Wochen bis Monate andauern und werden manchmal mit einer rheumatischen Erkrankung verwechselt.
Risikogruppen und Komplikationen
Bei den meisten gesunden Erwachsenen heilen Ringelröteln ohne bleibende Schäden ab. Bestimmte Personengruppen haben jedoch ein erhöhtes Risiko für schwerwiegendere Verläufe:
- Schwangere Frauen: Eine Infektion in der Schwangerschaft, besonders im ersten und zweiten Trimester, kann zu einem sogenannten Hydrops fetalis (schwere Flüssigkeitsansammlung beim ungeborenen Kind) oder in seltenen Fällen zu einer Fehlgeburt führen.
- Personen mit geschwächtem Immunsystem: Zum Beispiel Menschen mit HIV oder nach einer Organtransplantation können eine chronische Infektion entwickeln.
- Personen mit Bluterkrankungen wie Sichelzellanämie oder hereditärer Sphärozytose sind gefährdet, eine sogenannte aplastische Krise zu erleiden, bei der die Blutbildung vorübergehend zusammenbricht.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt zunächst klinisch anhand der Symptome. Da der typische Ausschlag bei Erwachsenen oft fehlt, ist eine Blutuntersuchung zur Bestätigung notwendig. Dabei wird nach spezifischen Antikörpern gegen das Parvovirus B19 gesucht (IgM und IgG). Ein erhöhter IgM-Wert weist auf eine frische Infektion hin. In besonderen Fällen kann auch ein direkter Erregernachweis mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt werden.
Behandlung
Eine spezifische antivirale Therapie gegen Parvovirus B19 existiert nicht. Die Behandlung ist daher rein symptomatisch und umfasst:
- Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol) bei Gelenkschmerzen und Fieber
- Ausreichend Ruhe und Schonung
- Viel Flüssigkeitszufuhr
Bei immungeschwächten Patienten kann in Einzelfällen die Gabe von Immunglobulinen (Antikörperpräparate) erwogen werden. Schwangere Frauen mit bestätigter Infektion sollten engmaschig von einem Spezialisten betreut werden, um das Ungeborene zu überwachen.
Prävention
Eine Schutzimpfung gegen Parvovirus B19 ist derzeit nicht verfügbar. Zur Vorbeugung empfehlen sich allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden von engem Kontakt mit infizierten Personen. Da Patienten vor dem Auftreten des Ausschlags am ansteckendsten sind, ist eine Isolierung nach Ausbruch des Ausschlags meist nicht mehr sinnvoll.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Parvovirus-B19-Infektion (Ringelröteln) – Ratgeber für Ärzte. RKI, Berlin. Verfügbar unter: www.rki.de
- Gärtner, B. C. & Müller-Lantzsch, N. (Hrsg.): Parvovirus B19. In: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg, 2016.
- Young, N. S. & Brown, K. E.: Parvovirus B19. New England Journal of Medicine, 350(6), 586–597, 2004. DOI: 10.1056/NEJMra030840
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