Östrogen-Abfall: Ursachen, Symptome & Behandlung
Ein Östrogen-Abfall bezeichnet das Absinken des Östrogenspiegels im Blut. Er tritt vor allem in den Wechseljahren auf und kann vielfältige körperliche und psychische Beschwerden auslösen.
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Ein Östrogen-Abfall bezeichnet das Absinken des Östrogenspiegels im Blut. Er tritt vor allem in den Wechseljahren auf und kann vielfältige körperliche und psychische Beschwerden auslösen.
Was ist ein Östrogen-Abfall?
Ein Östrogen-Abfall bezeichnet eine signifikante Verringerung der Konzentration des weiblichen Sexualhormons Östrogen im Blut. Östrogen ist ein lebenswichtiges Hormon, das nicht nur die weibliche Geschlechtsentwicklung und den Menstruationszyklus reguliert, sondern auch viele andere Körperfunktionen beeinflusst, darunter Knochengesundheit, Herz-Kreislauf-System, Haut und psychisches Wohlbefinden.
Ein Abfall des Östrogenspiegels kann vorübergehend oder dauerhaft sein und tritt in verschiedenen Lebensphasen sowie unter bestimmten Erkrankungen oder Behandlungen auf.
Ursachen eines Östrogen-Abfalls
Die häufigsten Ursachen für einen Rückgang des Östrogenspiegels sind:
- Menopause und Perimenopause: Der natürliche Übergang in die Wechseljahre ist die häufigste Ursache. Die Eierstöcke produzieren zunehmend weniger Östrogen.
- Chirurgische Entfernung der Eierstöcke (Oophorektomie): Ein operativer Eingriff führt zu einem abrupten und starken Östrogenabfall.
- Primäre Ovarialinsuffizienz: Ein vorzeitiges Versagen der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr.
- Chemotherapie und Strahlentherapie: Krebsbehandlungen können die Östrogenproduktion erheblich reduzieren.
- Extreme körperliche Belastung und Untergewicht: Leistungssportlerinnen oder Personen mit sehr niedrigem Körperfettanteil können niedrige Östrogenspiegel entwickeln.
- Essstörungen: Insbesondere Anorexia nervosa geht häufig mit einem niedrigen Östrogenspiegel einher.
- Bestimmte Medikamente: Zum Beispiel Aromatasehemmer, die bei der Brustkrebsbehandlung eingesetzt werden.
- Hormonelle Verhütungsmittel: Das Absetzen hormoneller Kontrazeptiva kann vorübergehend den Östrogenspiegel beeinflussen.
Symptome eines Östrogen-Abfalls
Die Symptome eines Östrogenabfalls sind vielfältig und können verschiedene Organsysteme betreffen:
Körperliche Symptome
- Hitzewallungen und Nachtschweiß
- Vaginale Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
- Schlafstörungen
- Gelenkschmerzen und Muskelbeschwerden
- Veränderungen der Haut (Trockenheit, Elastizitätsverlust)
- Haarausfall oder veränderte Haarbeschaffenheit
- Erhöhtes Risiko für Osteoporose (Knochenabbau)
Psychische und kognitive Symptome
- Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisminderung
- Angstzustände
- Verminderte Libido (sexuelles Verlangen)
Diagnose
Die Diagnose eines Östrogen-Abfalls erfolgt in der Regel durch:
- Blutuntersuchung: Messung des Östradiolspiegels (die wichtigste Form des Östrogens) sowie von FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon). Erhöhte FSH-Werte deuten auf eine verminderte Östrogenproduktion der Eierstöcke hin.
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Bewertung der Symptome und der Krankengeschichte.
- Knochendichtemessung (DXA): Bei längerem Östrogenmangel zur Früherkennung von Osteoporose.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad der Symptome und dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person.
Hormonersatztherapie (HRT)
Die Hormonersatztherapie ist eine der wirksamsten Behandlungen bei starken Wechseljahrsbeschwerden durch Östrogenabfall. Sie ersetzt das fehlende Östrogen und lindert Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginale Trockenheit. Sie wird individuell nach dem Risikoprofil der Patientin verschrieben und sollte regelmäßig mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Nicht-hormonelle Behandlungen
- Phytoöstrogene: Pflanzliche Substanzen (z. B. in Soja, Rotklee), die eine schwache östrogenähnliche Wirkung haben können.
- Medikamente gegen spezifische Symptome: Zum Beispiel bestimmte Antidepressiva oder Blutdrucksenker gegen Hitzewallungen.
- Lokale Östrogenpräparate: Vaginalcremes oder -zäpfchen zur Behandlung vaginaler Trockenheit.
Lebensstilmaßnahmen
- Kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung zum Schutz der Knochen
- Regelmäßige körperliche Aktivität (Kraft- und Ausdauertraining)
- Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum
- Stressreduktion durch Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation
Quellen
- World Health Organization (WHO) – Menopause. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/menopause
- Stute P. et al. – Leitlinie Peri- und Postmenopause. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), 2020.
- Estrogen and Women's Health. National Institutes of Health (NIH), National Institute on Aging. Verfügbar unter: https://www.nia.nih.gov
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