Regenerationshormon (HGH) – Wirkung und Bedeutung
Das Regenerationshormon (Wachstumshormon, HGH) steuert Zellreparatur, Muskelaufbau und Geweberegeneration. Es wird hauptsächlich im Tiefschlaf ausgeschüttet.
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Das Regenerationshormon (Wachstumshormon, HGH) steuert Zellreparatur, Muskelaufbau und Geweberegeneration. Es wird hauptsächlich im Tiefschlaf ausgeschüttet.
Was ist das Regenerationshormon?
Der Begriff Regenerationshormon bezeichnet umgangssprachlich das Wachstumshormon (auch HGH von englisch Human Growth Hormone oder Somatotropin). Es handelt sich um ein körpereigenes Peptidhormon, das in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gebildet wird. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Reparatur und Erneuerung von Zellen und Geweben, beim Muskelaufbau sowie bei der Regulierung des Stoffwechsels. Wegen seiner engen Verbindung zu Erholung, Heilung und Geweberegeneration wird es im Volksmund häufig als Regenerationshormon bezeichnet.
Wirkmechanismus
Das Regenerationshormon wirkt auf zwei Wegen im Körper:
- Direkte Wirkung: HGH bindet an spezifische Rezeptoren in Fettzellen und stimuliert den Fettabbau (Lipolyse), wodurch dem Körper Energie bereitgestellt wird.
- Indirekte Wirkung: Die Leber und andere Gewebe werden durch HGH angeregt, IGF-1 (Insulin-ähnlicher Wachstumsfaktor 1) zu produzieren. IGF-1 fördert das Zellwachstum, die Zellteilung und die Proteinsynthese in Muskeln, Knochen und Organen.
Besonders ausgeprägt ist die Hormonausschüttung in den ersten Stunden des Tiefschlafs, weshalb ausreichend Schlaf als essenziell für Regeneration und Heilungsprozesse gilt.
Biologische Funktionen
Das Regenerationshormon erfüllt im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben:
- Förderung des Muskelwachstums und der Muskelerholung nach Belastung
- Unterstützung der Knochenentwicklung und Knochendichte
- Regulierung des Fett- und Zuckerstoffwechsels
- Anregung der Zellreparatur und Geweberegeneration
- Stärkung des Immunsystems
- Förderung der Wundheilung
- Unterstützung der Organfunktionen, insbesondere von Herz, Leber und Nieren
Einflussfaktoren auf die Ausschüttung
Die Produktion des Regenerationshormons wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
Fördernde Faktoren
- Tiefer, erholsamer Schlaf (besonders in der ersten Nachthälfte)
- Intensives körperliches Training (insbesondere Krafttraining und HIIT)
- Kalorienreduktion und Fasten (intermittierendes Fasten)
- Bestimmte Aminosäuren wie Arginin und Glutamin
- Reduzierung von Stress und Cortisol
Hemmende Faktoren
- Schlafmangel und schlechte Schlafqualität
- Chronischer Stress und erhöhte Cortisolspiegel
- Hoher Blutzucker und erhöhte Insulinspiegel
- Übergewicht, insbesondere viszerales Fett
- Zunehmendes Alter (natürlicher Rückgang ab dem 30. Lebensjahr)
Veränderungen im Laufe des Lebens
Die Ausschüttung des Regenerationshormons ist in der Kindheit und Jugend am höchsten, da es in dieser Phase maßgeblich für das Körperwachstum verantwortlich ist. Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Produktion schrittweise ab – ein Prozess, der mit dem Begriff Somatopause beschrieben wird. Dieser Rückgang wird mit typischen Alterserscheinungen wie Muskelschwund, zunehmendem Körperfettanteil und verringerter Regenerationsfähigkeit in Verbindung gebracht.
Klinische Bedeutung und Erkrankungen
Wachstumshormonmangel
Ein Wachstumshormonmangel im Kindesalter kann zu Kleinwuchs führen. Bei Erwachsenen äußert sich ein Mangel durch verminderte Muskelmasse, erhöhten Körperfettanteil, Erschöpfung, verminderte Lebensqualität und Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems. Die Diagnose erfolgt über Stimulationstests und die Messung von IGF-1 im Blut.
Wachstumshormonüberschuss
Eine übermäßige Produktion, meist durch ein Hypophysenadenom (gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse), führt im Kindesalter zu Riesenwuchs (Gigantismus) und im Erwachsenenalter zur Akromegalie – einer Erkrankung, die durch Vergröberung der Gesichtszüge, Vergrößerung von Händen und Füßen sowie innerer Organe gekennzeichnet ist.
Medizinische Anwendung von HGH
Synthetisch hergestelltes Wachstumshormon (Somatropin) wird medizinisch eingesetzt bei:
- Wachstumshormonmangel im Kindes- und Erwachsenenalter
- Turner-Syndrom und Prader-Willi-Syndrom
- Chronischer Niereninsuffizienz im Kindesalter
- HIV-assoziierter Lipodystrophie
Der missbräuchliche Einsatz von HGH als Doping- oder Anti-Aging-Mittel ist hingegen medizinisch nicht anerkannt und mit erheblichen Risiken verbunden.
Regenerationshormon und Sport
Im Leistungs- und Breitensport wird das Regenerationshormon intensiv diskutiert, da es die Muskelerholung nach dem Training unterstützt, den Fettabbau fördert und die Verletzungsheilung beschleunigt. Durch gezieltes Training, ausreichend Schlaf und eine proteinreiche Ernährung lässt sich die natürliche Ausschüttung des Hormons optimieren. Von der Einnahme synthetischer HGH-Präparate ohne ärztliche Indikation wird ausdrücklich abgeraten.
Quellen
- Molitch, M. E. et al. - Evaluation and Treatment of Adult Growth Hormone Deficiency. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 2011.
- Ho, K. Y. et al. - Fasting enhances growth hormone secretion and amplifies the complex rhythms of growth hormone secretion in man. Journal of Clinical Investigation, 1988.
- World Health Organization (WHO) - Growth Hormone Deficiency in Adults: Guidelines for Assessment and Management, WHO Publications.
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