Riboflavinzufuhr – Vitamin B2 Bedarf & Quellen
Die Riboflavinzufuhr beschreibt die tägliche Aufnahme von Vitamin B2 über die Nahrung. Eine ausreichende Zufuhr ist essenziell für Energiestoffwechsel und Zellgesundheit.
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Die Riboflavinzufuhr beschreibt die tägliche Aufnahme von Vitamin B2 über die Nahrung. Eine ausreichende Zufuhr ist essenziell für Energiestoffwechsel und Zellgesundheit.
Was ist Riboflavinzufuhr?
Riboflavin, auch bekannt als Vitamin B2, ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst in ausreichenden Mengen herstellen kann. Die Riboflavinzufuhr beschreibt die täglich über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommene Menge dieses Vitamins. Da Riboflavin im Körper kaum gespeichert wird, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung unbedingt notwendig.
Biologische Funktionen von Riboflavin
Riboflavin übernimmt im menschlichen Körper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
- Energiestoffwechsel: Riboflavin ist Bestandteil der Coenzyme Flavinmononukleotid (FMN) und Flavinadenindinukleotid (FAD), die bei der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen unverzichtbar sind.
- Antioxidativer Schutz: Das Vitamin unterstützt das Glutathion-System und schützt Zellen so vor oxidativem Stress.
- Wachstum und Zellteilung: Riboflavin ist wichtig für das normale Wachstum und die Regeneration von Geweben.
- Nervensystem: Es trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Eisenstoffwechsel: Riboflavin unterstützt die Verwertung von Eisen im Körper.
- Haut, Haare und Schleimhäute: Das Vitamin fördert die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten.
Nahrungsquellen
Riboflavin kommt in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind:
- Milch und Milchprodukte (z. B. Joghurt, Käse)
- Fleisch, insbesondere Leber und Innereien
- Fisch (z. B. Makrele, Lachs)
- Eier
- Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Sojabohnen)
- Grünes Blattgemüse (z. B. Spinat, Brokkoli)
- Angereicherte Getreideprodukte und Vollkornprodukte
- Nüsse und Samen
Da Riboflavin lichtempfindlich ist, sollten Lebensmittel wie Milch möglichst nicht längere Zeit dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sonst der Vitamingehalt sinkt.
Empfohlene Tageszufuhr
Die empfohlene Tageszufuhr von Riboflavin variiert je nach Alter, Geschlecht und Lebenssituation. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geben folgende Richtwerte an:
- Erwachsene Männer: ca. 1,4 mg pro Tag
- Erwachsene Frauen: ca. 1,1 mg pro Tag
- Schwangere: ca. 1,4 mg pro Tag
- Stillende: ca. 1,6 mg pro Tag
- Kinder (7–10 Jahre): ca. 0,9–1,0 mg pro Tag
Bei körperlich sehr aktiven Menschen oder bestimmten Erkrankungen kann der Bedarf erhöht sein.
Mangelerscheinungen bei unzureichender Zufuhr
Ein Riboflavinmangel, auch Ariboflavinose genannt, tritt bei dauerhaft unzureichender Zufuhr auf. Typische Symptome sind:
- Risse und Entzündungen in den Mundwinkeln (Cheilosis)
- Entzündung der Mundschleimhaut und der Zunge (Glossitis)
- Hautveränderungen, insbesondere im Gesicht
- Lichtempfindlichkeit der Augen und gerötete Augen
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Beeinträchtigtes Wachstum bei Kindern
Risikogruppen für einen Mangel sind unter anderem Menschen mit sehr einseitiger Ernährung, Veganer und Veganerinnen ohne gezielte Planung, Menschen mit Malabsorptionssyndromen sowie ältere Menschen.
Übermäßige Zufuhr und Toxizität
Da Riboflavin wasserlöslich ist, wird ein Überschuss in der Regel über die Nieren ausgeschieden. Toxische Effekte durch eine zu hohe Riboflavinzufuhr über die Nahrung sind bislang nicht bekannt. Bei sehr hohen Dosen über Nahrungsergänzungsmittel kann der Urin eine intensiv gelb-orangene Verfärbung annehmen, was harmlos ist. Die EFSA hat keinen tolerierbaren Höchstwert (UL) für Riboflavin festgelegt, da keine negativen Effekte bei hoher Zufuhr dokumentiert sind.
Wechselwirkungen
Riboflavin kann mit verschiedenen Faktoren und Substanzen interagieren:
- Alkohol: Regelmäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die Aufnahme und Verwertung von Riboflavin.
- Bestimmte Medikamente: Einige Antibiotika, trizyklische Antidepressiva und Chemotherapeutika können den Riboflavinstoffwechsel beeinflussen.
- Andere B-Vitamine: Riboflavin arbeitet eng mit Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6) und Folat zusammen und ist für deren Aktivierung teilweise notwendig.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Riboflavin. DGE, Bonn, 2020. Verfügbar unter: https://www.dge.de
- European Food Safety Authority (EFSA): Dietary Reference Values for riboflavin. EFSA Journal, 2017;15(8):4919. doi:10.2903/j.efsa.2017.4919
- World Health Organization (WHO) and Food and Agriculture Organization (FAO): Human Vitamin and Mineral Requirements. FAO/WHO, Rome, 2004. Verfügbar unter: https://www.who.int
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