Radiusfraktur – Ursachen, Symptome & Behandlung
Eine Radiusfraktur ist ein Knochenbruch der Speiche (Radius), einem der beiden Unterarmknochen. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen und entsteht oft durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Radiusfraktur"
Eine Radiusfraktur ist ein Knochenbruch der Speiche (Radius), einem der beiden Unterarmknochen. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen und entsteht oft durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand.
Was ist eine Radiusfraktur?
Eine Radiusfraktur ist ein Knochenbruch der Speiche (Radius), einem der beiden Knochen des Unterarms. Der Radius verläuft auf der Daumenseite des Unterarms und ist essenziell für die Beweglichkeit von Hand- und Ellenbogengelenk. Radiusfrakturen gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen überhaupt und betreffen besonders häufig ältere Menschen sowie Kinder und sportlich aktive Personen.
Ursachen
Die häufigste Ursache einer Radiusfraktur ist ein Sturz auf die ausgestreckte Hand (sogenannter FOOSH-Mechanismus: Fall on outstretched hand). Weitere Ursachen umfassen:
- Direkte Gewalteinwirkung auf den Unterarm (z. B. bei Verkehrsunfällen oder Sportunfällen)
- Osteoporose: Verminderte Knochendichte erhöht das Frakturrisiko, besonders bei postmenopausalen Frauen
- Überlastung und Stressfrakturen bei Sportlern
- Pathologische Frakturen durch Knochenerkrankungen oder Tumore
Arten der Radiusfraktur
Es gibt verschiedene Typen der Radiusfraktur, die nach Lokalisation und Mechanismus unterschieden werden:
- Distale Radiusfraktur: Bruch am handgelenksnahen Ende des Radius – der häufigste Typ
- Colles-Fraktur: Distale Radiusfraktur mit dorsaler (handgelenksseitiger) Verschiebung des Bruchstücks, typisch nach Sturz auf die Handinnenfläche
- Smith-Fraktur: Distale Radiusfraktur mit palmarer (handflächen-seitiger) Verschiebung
- Radiusköpfchenfraktur: Bruch am ellenbogennahen Ende des Radius
- Radiusschaftfraktur: Bruch im mittleren Bereich des Knochens
Symptome
Typische Zeichen einer Radiusfraktur sind:
- Starke Schmerzen im Bereich des Unterarms, Handgelenks oder Ellenbogens
- Schwellung und Hämatom (Bluterguss) im betroffenen Bereich
- Eingeschränkte Beweglichkeit des Handgelenks oder des Arms
- Sichtbare Fehlstellung des Handgelenks (z. B. bajonettartige Verformung bei der Colles-Fraktur)
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der Hand (bei Beteiligung von Nerven)
Diagnose
Die Diagnose einer Radiusfraktur erfolgt durch:
- Klinische Untersuchung: Abtasten des Knochens, Überprüfung der Beweglichkeit und Sensibilität
- Röntgenaufnahme: Standardmethode zur Darstellung von Lage, Art und Ausmaß der Fraktur in zwei Ebenen
- Computertomographie (CT): Bei komplexen oder gelenknahen Frakturen zur detaillierten Beurteilung
- MRT: Bei Verdacht auf Begleitverletzungen der Bänder oder Sehnen
Behandlung
Konservative Therapie
Nicht verschobene (undislozierte) oder stabile Frakturen können ohne Operation behandelt werden:
- Gipsschiene oder Gipsverband: Ruhigstellung des Unterarms und Handgelenks für etwa 4–6 Wochen
- Hochlagerung und Kühlung zur Schwellungsreduktion
- Schmerztherapie mit Analgetika (z. B. Ibuprofen, Paracetamol)
Operative Therapie
Bei verschobenen (dislozierten), instabilen oder intraartikulären Frakturen ist häufig eine Operation notwendig:
- Plattenosteosynthese: Stabilisierung des Knochens mit einer Metallplatte und Schrauben – die häufigste operative Methode
- Kirschner-Drähte: Minimalinvasive Stabilisierung durch eingebrachte Drähte, besonders bei Kindern
- Fixateur externe: Äußere Schiene aus Metallstiften und Verbindungsstäben bei stark zertrümmerten Frakturen
Rehabilitation
Nach der Ruhigstellung oder Operation ist eine gezielte Physiotherapie wichtig, um Beweglichkeit, Kraft und Koordination des Arms und Handgelenks wiederherzustellen. Die vollständige Erholung dauert je nach Schwere der Fraktur zwischen 6 Wochen und mehreren Monaten.
Komplikationen
Mögliche Komplikationen einer Radiusfraktur umfassen:
- Fehlheilung mit Einschränkung der Handfunktion
- Nervenläsionen, z. B. des Nervus medianus (Karpaltunnelsyndrom)
- Sehnenverletzungen oder Sehnenrupturen
- Morbus Sudeck (Komplexes Regionales Schmerzsyndrom, CRPS) – eine chronische Schmerz- und Bewegungsstörung
- Arthrose des Handgelenks nach intraartikulären Frakturen
Quellen
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU): Distale Radiusfraktur, AWMF-Register Nr. 012-015 (2021).
- Netter, F.H. – Atlas der Anatomie des Menschen. Elsevier, 7. Auflage (2019).
- Court-Brown, C.M. et al. – Rockwood and Green's Fractures in Adults. Wolters Kluwer, 9. Auflage (2020).
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieNierenersatztherapie
Renin
Urinkultur
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Radiusfraktur + Radius-Fraktur + Speichenfraktur + Radiusbruch