Riss der Rotatorenmanschette: Ursachen & Therapie
Ein Riss der Rotatorenmanschette ist eine Verletzung der Sehnen rund um das Schultergelenk. Er verursacht Schmerzen und Kraftverlust und kann durch Verletzungen oder Verschleiß entstehen.
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Ein Riss der Rotatorenmanschette ist eine Verletzung der Sehnen rund um das Schultergelenk. Er verursacht Schmerzen und Kraftverlust und kann durch Verletzungen oder Verschleiß entstehen.
Was ist ein Riss der Rotatorenmanschette?
Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Muskeln und deren Sehnen, die das Schultergelenk umgeben und stabilisieren. Sie ermöglicht das Heben, Drehen und Bewegen des Arms. Ein Riss der Rotatorenmanschette bezeichnet eine teilweise oder vollständige Durchtrennung einer oder mehrerer dieser Sehnen. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen und Funktionseinschränkungen, besonders bei Menschen ab dem 40. Lebensjahr.
Ursachen
Ein Riss der Rotatorenmanschette kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
- Akutes Trauma: Zum Beispiel ein Sturz auf den ausgestreckten Arm, eine plötzliche Zugbelastung oder eine Schulterluxation (Ausrenkung).
- Degenerativer Verschleiß: Mit zunehmendem Alter verlieren die Sehnen an Elastizität und Belastbarkeit, was zu spontanen Rissen führen kann.
- Überlastung: Wiederholte Überkopfbewegungen, z. B. bei Handwerkern, Sportlern (Tennis, Schwimmen, Werfen) oder Musikern.
- Schulterenge (Impingement-Syndrom): Anhaltender Druck auf die Sehnen durch knöcherne Strukturen kann zu Mikrorissen und schließlich zu einem vollständigen Riss führen.
Symptome
Die Symptome eines Rotatorenmanschettenrisses variieren je nach Ausmaß der Verletzung:
- Schmerzen in der Schulter, oft nachts oder beim Liegen auf der betroffenen Seite
- Schwäche beim Heben oder Drehen des Arms
- Knacken oder Reiben im Schultergelenk
- Eingeschränkte Beweglichkeit, besonders beim Heben des Arms über den Kopf
- Bei einem vollständigen Riss: plötzlicher, starker Schmerz und deutlicher Kraftverlust
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt prüft Beweglichkeit, Kraft und spezifische Schmerzpunkte der Schulter.
- Ultraschall: Schnelle und kostengünstige Methode zur Darstellung von Sehnenrissen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Goldstandard zur genauen Beurteilung von Lage, Größe und Ausmaß des Risses sowie des umliegenden Gewebes.
- Röntgen: Dient vor allem zum Ausschluss knöcherner Verletzungen oder arthrotischer Veränderungen.
Behandlung
Konservative Therapie
Bei Teilrissen oder bei Patienten, bei denen eine Operation nicht möglich ist, wird häufig zunächst eine konservative Behandlung empfohlen:
- Schonung und Ruhigstellung der Schulter
- Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten (z. B. Ibuprofen, Diclofenac)
- Physiotherapie zur Kräftigung der umliegenden Muskulatur und Verbesserung der Stabilität
- Kortison-Injektionen bei starken Schmerzen
Operative Therapie
Bei vollständigen Rissen oder ausbleibender Besserung unter konservativer Therapie ist ein operativer Eingriff häufig notwendig:
- Arthroskopische Rekonstruktion: Minimalinvasiver Eingriff, bei dem die Sehne durch kleine Schnitte wieder am Knochen befestigt wird.
- Offene Rekonstruktion: Bei größeren oder komplexen Rissen kann ein offener Eingriff erforderlich sein.
- Nach der Operation folgen mehrere Monate Physiotherapie zur Wiederherstellung von Kraft und Beweglichkeit.
Verlauf und Prognose
Die Heilungsdauer hängt von der Größe des Risses, dem Alter des Patienten und der gewählten Therapie ab. Nach einer erfolgreichen Operation und konsequenter Rehabilitation ist in vielen Fällen eine weitgehende Wiederherstellung der Schulterfunktion möglich. Ältere oder sehr große Risse können jedoch zu dauerhaften Einschränkungen führen.
Quellen
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Rotatorenmanschettenruptur, AWMF-Leitlinienregister, 2021.
- Milgrom C. et al. - Rotator-cuff changes in asymptomatic adults: The effect of age, hand dominance and gender. Journal of Bone and Joint Surgery, 1995.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Muskuloskelettale Erkrankungen - Fact Sheet, 2023.
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