Rankenarterie – Definition, Ursachen und Behandlung
Die Rankenarterie ist eine stark geschlängelte, erweiterte Arterie, die häufig im Rahmen von arteriovenösen Missbildungen auftritt und den Blutfluss beeinflusst.
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Die Rankenarterie ist eine stark geschlängelte, erweiterte Arterie, die häufig im Rahmen von arteriovenösen Missbildungen auftritt und den Blutfluss beeinflusst.
Was ist eine Rankenarterie?
Eine Rankenarterie bezeichnet eine krankhaft geschlängelte und erweiterte Arterie, die sich in ihrem Verlauf rankenförmig – also gewunden und verästelt – darstellt. Dieses Erscheinungsbild entsteht häufig als Folge eines dauerhaft erhöhten Blutflusses oder eines veränderten Blutdrucks in einem Gefäßabschnitt. Rankenarterien sind typischerweise ein Zeichen dafür, dass ein Gefäß unter ungewöhnlichen hämodynamischen Bedingungen steht.
Ursachen
Rankenarterien entstehen meist im Zusammenhang mit folgenden Erkrankungen oder Zuständen:
- Arteriovenöse Malformationen (AVM): Angeborene oder erworbene Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen, bei denen Blut ohne den normalen Kapillardurchgang direkt von der Arterie in die Vene fließt. Der dadurch erhöhte Durchfluss führt zur Ausweitung und Schlängelung der zuführenden Arterie.
- Arteriovenöse Fisteln (AVF): Erworbene direkte Verbindungen zwischen Arterie und Vene, zum Beispiel nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen (z. B. Dialyseshunt), die ebenfalls eine Rankenbildung begünstigen.
- Chronisch erhöhter Blutfluss: Jeglicher Zustand, der langfristig zu einem erhöhten Volumenstrom in einer Arterie führt, kann deren Umbau und Schlängelung bewirken.
- Angeborene Gefäßanomalien: In seltenen Fällen liegt eine primäre Fehlbildung des Gefäßes vor.
Symptome
Die Symptome einer Rankenarterie hängen stark von ihrer Lokalisation und der Grunderkrankung ab. Mögliche Beschwerden umfassen:
- Sicht- oder tastbare geschlängelte Gefäßstruktur unter der Haut oder an Organen
- Lokales Rauschen oder Schwirren (sogenanntes Strömungsgeräusch), das mit einem Stethoskop hörbar sein kann
- Schmerzen oder Druckgefühl im betroffenen Bereich
- Bei intrakraniellen (im Schädel gelegenen) Formen: Kopfschmerzen, neurologische Ausfälle oder, im schlimmsten Fall, Hirnblutungen
- Bei Rankenarterien im Bereich der Extremitäten: Schwellung, Wärme oder Rötung des betroffenen Gewebes
Diagnose
Die Diagnose einer Rankenarterie erfolgt durch bildgebende Verfahren, die den Blutfluss und die Gefäßstruktur sichtbar machen:
- Doppler- und Duplexsonographie: Ultraschallbasierte Methode zur Darstellung von Blutfluss und Gefäßmorphologie; oft die erste diagnostische Maßnahme.
- Magnetresonanzangiographie (MRA): Schnittbildgebung mittels MRT zur detaillierten Darstellung der Gefäßanatomie ohne Strahlenbelastung.
- Computertomographische Angiographie (CTA): Röntgenbasierte Schnittbildgebung mit Kontrastmittel zur genauen Visualisierung der Gefäßstrukturen.
- Digitale Subtraktionsangiographie (DSA): Der Goldstandard in der Gefäßdiagnostik; ein minimal-invasives Verfahren, bei dem Kontrastmittel direkt in die Gefäße injiziert wird, um detaillierte Gefäßbilder zu erzeugen.
Behandlung
Die Behandlung einer Rankenarterie richtet sich nach der Grunderkrankung, der Lokalisation und dem klinischen Befund. Mögliche Therapieoptionen sind:
- Beobachtung (Watch and Wait): Bei asymptomatischen, kleinen Befunden kann zunächst eine engmaschige bildgebende Kontrolle ausreichen.
- Endovaskuläre Embolisation: Über einen Katheter werden die betroffenen Gefäße gezielt mit speziellen Materialien verschlossen, um den pathologischen Blutfluss zu unterbinden.
- Chirurgische Resektion: Operative Entfernung der Gefäßmissbildung, insbesondere wenn eine Embolisation nicht ausreicht oder nicht möglich ist.
- Strahlentherapie (Radiochirurgie): Bei intrakraniellen AVMs kann eine fokussierte Bestrahlung (z. B. Gamma Knife) eingesetzt werden, um die Gefäßmissbildung zu veröden.
- Kombinationstherapie: Häufig werden mehrere der genannten Verfahren kombiniert, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Quellen
- Lüscher, T. F. et al. (Hrsg.): Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2021.
- Berenstein, A., Lasjaunias, P., ter Brugge, K. G.: Surgical Neuroangiography. Springer, Berlin, 2004.
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinie Arteriovenöse Malformationen des Gehirns. www.dgn.org, abgerufen 2024.
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