Resorption – Definition, Mechanismen und Störungen
Resorption bezeichnet die Aufnahme von Nährstoffen, Flüssigkeiten oder Wirkstoffen durch biologische Membranen in den Körperkreislauf, vor allem im Magen-Darm-Trakt.
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Resorption bezeichnet die Aufnahme von Nährstoffen, Flüssigkeiten oder Wirkstoffen durch biologische Membranen in den Körperkreislauf, vor allem im Magen-Darm-Trakt.
Was ist Resorption?
Resorption bezeichnet den physiologischen Vorgang, bei dem Substanzen wie Nährstoffe, Flüssigkeiten, Elektrolyte oder Arzneimittelwirkstoffe durch biologische Membranen aufgenommen und in den Blut- oder Lymphkreislauf transportiert werden. Der Begriff wird sowohl in der Ernährungsmedizin als auch in der Pharmakologie und Gastroenterologie verwendet.
Orte der Resorption im Körper
Resorption findet an verschiedenen Stellen im Körper statt. Der wichtigste Resorptionsort für Nahrungsbestandteile ist der Dünndarm, insbesondere das Jejunum und das Ileum. Weitere Orte sind:
- Magen: begrenzte Resorption von Wasser, Alkohol und einigen Medikamenten
- Dickdarm: Resorption von Wasser und Elektrolyten
- Mundschleimhaut: sublinguale Resorption bestimmter Arzneimittel (z. B. Nitroglycerin)
- Haut: transdermale Resorption von Wirkstoffen (z. B. Pflaster)
- Lunge: Resorption von inhalierten Substanzen
Mechanismen der Resorption
Je nach Substanz und Ort erfolgt die Resorption über verschiedene Transportmechanismen:
- Passive Diffusion: Substanzen wandern entlang eines Konzentrationsgefälles durch die Zellmembran, ohne Energieaufwand
- Aktiver Transport: energieabhängige Aufnahme von Substanzen gegen ein Konzentrationsgefälle, z. B. bei Glukose und Aminosäuren
- Erleichterte Diffusion: Transport durch spezifische Carrier-Proteine ohne Energieaufwand
- Endozytose (Pinozytose): Aufnahme von Makromolekülen durch Einstülpung der Zellmembran
Resorption von Nährstoffen
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate werden zunächst enzymatisch zu Einfachzuckern (Monosaccharide wie Glukose, Fruktose) abgebaut und anschliessend aktiv oder durch erleichterte Diffusion in die Darmzellen aufgenommen. Von dort gelangen sie über das Pfortaderblut zur Leber.
Proteine
Proteine werden durch Enzyme (Proteasen) zu Aminosäuren und kleinen Peptiden gespalten. Diese werden aktiv in die Enterozyten (Darmzellen) transportiert und über das Blut weitergeleitet.
Fette
Fette werden durch Gallensäuren emulgiert und durch Lipasen gespalten. Die entstehenden Fettsäuren und Monoglyceride werden in Darmzellen aufgenommen, dort zu Triglyceriden reassembliert und als Chylomikronen über das Lymphsystem in den Blutkreislauf transportiert.
Vitamine und Mineralstoffe
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) werden zusammen mit Fetten resorbiert. Wasserlösliche Vitamine (z. B. Vitamin C, B-Vitamine) werden über spezifische Transporter aufgenommen. Mineralstoffe wie Calcium, Eisen oder Zink unterliegen einer regulierten Resorption, die von Bedarf und Körperstatus abhängt.
Resorptionsstörungen
Ist die Resorption eingeschränkt oder gestört, spricht man von einer Malabsorption oder Resorptionsstörung. Ursachen können sein:
- Erkrankungen des Dünndarms (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
- Pankreasinsuffizienz mit Mangel an Verdauungsenzymen
- Gallensäuremangel oder Gallenwegerkrankungen
- Zustand nach Darmoperationen (Kurzdarmsyndrom)
- Infektionen oder parasitäre Erkrankungen des Darms
Folgen können Mangelernährung, Gewichtsverlust sowie Defizite an Vitaminen und Mineralstoffen sein.
Resorption in der Pharmakologie
In der Pharmakologie beschreibt die Resorption, wie und wie schnell ein Arzneimittel vom Verabreichungsort in den Blutkreislauf gelangt. Die Bioverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil eines Wirkstoffs systemisch wirksam wird. Sie wird beeinflusst durch den Verabreichungsweg (oral, intravenös, inhalativ usw.), die Darreichungsform, physikalisch-chemische Eigenschaften des Wirkstoffs sowie den sogenannten First-Pass-Effekt in der Leber bei oraler Gabe.
Quellen
- Schmidt, R. F., Lang, F., Heckmann, M. (Hrsg.): Physiologie des Menschen. 31. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2010.
- World Health Organization (WHO): Nutrient absorption and bioavailability. WHO Technical Report Series. Genf 2004.
- Lüllmann, H., Mohr, K., Hein, L.: Pharmakologie und Toxikologie. 17. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2010.
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