Oleinsäure – Wirkung, Vorkommen & Gesundheit
Oleinsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die vor allem in Olivenöl vorkommt und eine wichtige Rolle für Herz-Kreislauf-Gesundheit und Zellfunktion spielt.
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Oleinsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die vor allem in Olivenöl vorkommt und eine wichtige Rolle für Herz-Kreislauf-Gesundheit und Zellfunktion spielt.
Was ist Oleinsäure?
Oleinsäure (auch bekannt als Ölsäure) ist eine einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure mit der chemischen Bezeichnung cis-9-Octadecensäure. Sie gehört zu den am häufigsten vorkommenden Fettsäuren in der menschlichen Ernährung und im menschlichen Körper. Ihr Name leitet sich vom lateinischen Wort oleum (Öl) ab, da sie besonders reichlich in Olivenöl enthalten ist.
Vorkommen in Lebensmitteln
Oleinsäure ist in zahlreichen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in:
- Olivenöl (55–83 % Oleinsäure)
- Avocadoöl (ca. 60–70 %)
- Rapsöl (ca. 55–65 %)
- Mandelöl (ca. 65–70 %)
- Tierischen Fetten wie Rinder- und Schweinefett (ca. 35–50 %)
- Nüssen, insbesondere Macadamia-Nüssen und Mandeln
Biologische Funktionen
Oleinsäure erfüllt im menschlichen Körper vielfältige wichtige Aufgaben:
- Zellmembranstruktur: Als Bestandteil von Phospholipiden beeinflusst Oleinsäure die Fluidität und Durchlässigkeit von Zellmembranen.
- Energielieferant: Wie alle Fettsäuren kann Oleinsäure zur Energiegewinnung herangezogen werden.
- Signalmoleküle: Oleinsäure und ihre Derivate wirken als Vorläufer biologisch aktiver Signalmoleküle.
- Genexpression: Sie beeinflusst die Expression bestimmter Gene, insbesondere solcher, die am Lipidstoffwechsel beteiligt sind.
Gesundheitliche Wirkungen
Herz-Kreislauf-System
Oleinsäure ist vor allem für ihre positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bekannt. Studien zeigen, dass eine Ernährung, die reich an einfach ungesättigten Fettsäuren wie Oleinsäure ist, den LDL-Cholesterinspiegel (sogenanntes schlechtes Cholesterin) senken kann, ohne gleichzeitig den HDL-Cholesterinspiegel (gutes Cholesterin) negativ zu beeinflussen. Dies trägt zur Reduktion des Risikos für Herzerkrankungen und Arteriosklerose bei.
Entzündungshemmende Eigenschaften
Oleinsäure besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Sie kann die Produktion entzündungsfördernder Zytokine reduzieren und trägt damit zur Regulierung von Entzündungsprozessen im Körper bei. Diese Eigenschaft ist besonders relevant im Kontext chronisch-entzündlicher Erkrankungen.
Blutzucker und Insulinsensitivität
Einige Studien deuten darauf hin, dass Oleinsäure die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckerspiegel stabilisieren kann. Dies macht sie potenziell interessant für die Prävention und das Management von Typ-2-Diabetes.
Gehirn und Nervensystem
Das Gehirn ist reich an Fettsäuren. Oleinsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Myelins, der Schutzschicht um Nervenfasern. Eine ausreichende Versorgung unterstützt somit die normale Funktion des Nervensystems.
Empfohlene Zufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass einfach ungesättigte Fettsäuren etwa 10–15 % der täglichen Gesamtenergiezufuhr ausmachen sollten. Da der Körper Oleinsäure selbst synthetisieren kann, gilt sie nicht als essenziell. Dennoch ist eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung sinnvoll, da die alimentäre Aufnahme die körpereigene Synthese ergänzt und gesundheitlich vorteilhaft ist.
Oleinsäure im Vergleich zu anderen Fettsäuren
Im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Butter oder Kokosfett vorkommen, gilt Oleinsäure als gesündere Alternative, da sie den Cholesterinstoffwechsel günstiger beeinflusst. Gegenüber mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Omega-3 und Omega-6) ist Oleinsäure chemisch stabiler und weniger oxidationsanfällig, was sie auch für das Erhitzen beim Kochen geeigneter macht.
Sicherheit und mögliche Risiken
Oleinsäure gilt bei normaler Nahrungsaufnahme als sehr sicher. Eine übermäßige Gesamtfettaufnahme kann jedoch zur Gewichtszunahme führen. Es sind keine spezifischen Toxizitätsrisiken durch Oleinsäure bekannt. Personen mit bestimmten Fettstoffwechselstörungen sollten die Zusammensetzung ihrer Fettzufuhr jedoch mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft besprechen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Fette und Fettsäuren. Bonn, 2023.
- Schwingshackl L, Hoffmann G: Monounsaturated fatty acids, olive oil and health status: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. Lipids in Health and Disease, 2014.
- Calder PC: Functional Roles of Fatty Acids and Their Effects on Human Health. Journal of Parenteral and Enteral Nutrition, 2015.
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