CTG – Kardiotokographie einfach erklärt
Das CTG (Kardiotokographie) ist eine Untersuchungsmethode in der Schwangerschaft, die gleichzeitig die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes und die Wehentätigkeit der Mutter aufzeichnet.
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Das CTG (Kardiotokographie) ist eine Untersuchungsmethode in der Schwangerschaft, die gleichzeitig die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes und die Wehentätigkeit der Mutter aufzeichnet.
Was ist ein CTG?
Das CTG steht für Kardiotokographie und ist eine medizinische Überwachungsmethode, die während der Schwangerschaft und unter der Geburt eingesetzt wird. Das Gerät zeichnet gleichzeitig die fetale Herzfrequenz (Herzschlag des ungeborenen Kindes) und die Wehentätigkeit (Uteruskontraktionen) der Mutter auf. Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern kardia (Herz), tokos (Geburt) und graphein (schreiben) zusammen.
Wie funktioniert ein CTG?
Für die Durchführung eines CTGs werden zwei Sensoren mit einem elastischen Gurt auf dem Bauch der Schwangeren befestigt:
- Ultraschallsensor (Doppler-Sensor): Misst die Herzfrequenz des ungeborenen Kindes mithilfe von Ultraschallwellen.
- Drucksensor (Tokometer): Registriert die Wehentätigkeit bzw. Kontraktionen der Gebärmutter.
Die gemessenen Werte werden als Kurven auf einem Papierstreifen oder einem digitalen Bildschirm dargestellt und von medizinischem Fachpersonal ausgewertet.
Wann wird ein CTG durchgeführt?
Ein CTG wird in verschiedenen Situationen eingesetzt:
- Ab der 36. Schwangerschaftswoche als Routineuntersuchung bei Vorsorgeuntersuchungen
- Bei Risikoschwangerschaften, z. B. bei Bluthochdruck, Diabetes oder Mehrlingsschwangerschaften
- Während der Geburt zur kontinuierlichen Überwachung des Kindes
- Bei verminderter Kindsbewegung oder anderen Auffälligkeiten
- Nach einem Unfall oder Sturz während der Schwangerschaft
Was sagt das CTG aus?
Die Auswertung des CTGs erfolgt anhand verschiedener Parameter:
Basalfrequenz
Die Basalfrequenz beschreibt die durchschnittliche Herzfrequenz des Kindes in Ruhe. Ein normaler Wert liegt zwischen 110 und 160 Schlägen pro Minute. Werte außerhalb dieses Bereichs können auf eine Belastung des Kindes hinweisen.
Variabilität
Die Variabilität zeigt, wie stark die Herzfrequenz des Kindes von Schlag zu Schlag schwankt. Eine gute Variabilität (5–25 Schläge pro Minute) ist ein Zeichen für ein gut versorgtes, waches Kind.
Akzelerationen
Akzelerationen sind kurzfristige Anstiege der Herzfrequenz, die häufig mit Kindsbewegungen zusammenhängen. Sie sind ein positives Zeichen für das Wohlbefinden des Kindes.
Dezelerationen
Dezelerationen sind Abfälle der Herzfrequenz und können – je nach Art und Zeitpunkt – auf eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des Kindes hindeuten und erfordern ärztliche Aufmerksamkeit.
Bewertung des CTGs
CTG-Befunde werden üblicherweise nach international anerkannten Klassifikationssystemen bewertet. In Deutschland und Europa wird häufig die Klassifikation der FIGO (International Federation of Gynecology and Obstetrics) verwendet, die CTG-Befunde in drei Kategorien einteilt:
- Normal: Alle Parameter im Normbereich, das Kind ist gut versorgt.
- Suspekt/Zweifelhaft: Ein oder mehrere Parameter sind auffällig, weitere Überwachung notwendig.
- Pathologisch: Mehrere Parameter sind auffällig, sofortiges Handeln erforderlich.
Risiken und Grenzen des CTGs
Das CTG ist eine nicht-invasive und risikofreie Untersuchungsmethode, die weder für die Mutter noch für das ungeborene Kind mit Strahlenbelastung verbunden ist. Allerdings hat das CTG auch Grenzen: Es kann zu falsch-positiven oder falsch-negativen Befunden kommen. Daher wird das CTG häufig zusammen mit anderen Untersuchungen wie dem Ultraschall oder der Biophysikalischen Profilmessung eingesetzt, um ein umfassendes Bild des kindlichen Wohlbefindens zu erhalten.
Quellen
- Ayres-de-Campos D, Spong CY, Chandraharan E; FIGO Intrapartum Fetal Monitoring Expert Consensus Panel. FIGO consensus guidelines on intrapartum fetal monitoring: Cardiotocography. International Journal of Gynecology and Obstetrics. 2015;131(1):13-24.
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Mutterschafts-Richtlinien. Verfügbar unter: https://www.g-ba.de (zuletzt abgerufen 2024).
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin 2020.
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