Parkinson – Ursachen, Symptome und Behandlung
Parkinson ist eine chronische neurologische Erkrankung, die durch den Abbau von Nervenzellen im Gehirn entsteht und zu Zittern, Muskelsteifheit und Bewegungsverlangsamung führt.
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Parkinson ist eine chronische neurologische Erkrankung, die durch den Abbau von Nervenzellen im Gehirn entsteht und zu Zittern, Muskelsteifheit und Bewegungsverlangsamung führt.
Was ist Parkinson?
Parkinson (auch bekannt als Morbus Parkinson oder Parkinson-Krankheit) ist eine chronisch fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie gehört zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit und betrifft vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Bei der Erkrankung sterben bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab, die für die Produktion des Botenstoffs Dopamin zuständig sind. Dies führt zu einem zunehmenden Kontrollverlust über Bewegungsabläufe.
Ursachen
Die genauen Ursachen von Parkinson sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen zur Erkrankung beiträgt.
- Dopaminmangel: In der sogenannten Substantia nigra, einem Bereich im Mittelhirn, gehen dopaminproduzierende Nervenzellen verloren.
- Lewy-Körperchen: Krankhafte Eiweißablagerungen (Alpha-Synuklein) sammeln sich in den Nervenzellen an und schädigen diese.
- Genetische Faktoren: In seltenen Fällen (ca. 5–10 %) sind Genmutationen, z. B. im LRRK2- oder PINK1-Gen, verantwortlich.
- Umweltfaktoren: Bestimmte Pestizide, Schwermetalle und Toxine werden als mögliche Risikofaktoren diskutiert.
Symptome
Parkinson äußert sich durch motorische (körperliche) und nicht-motorische Beschwerden:
Motorische Symptome (Hauptsymptome)
- Tremor: Zittern, meist in Ruhe, oft beginnend in einer Hand
- Rigor: Muskelsteifheit und erhöhter Widerstand bei passiven Bewegungen
- Bradykinese / Akinese: Verlangsamung und Verarmung von Bewegungen bis hin zur Bewegungslosigkeit
- Posturale Instabilität: Gleichgewichtsstörungen und erhöhte Sturzgefahr
Nicht-motorische Symptome
- Schlafstörungen und REM-Schlaf-Verhaltensstörungen
- Depression und Angststörungen
- Kognitive Beeinträchtigungen und Demenz im fortgeschrittenen Stadium
- Riechstörungen (Anosmie)
- Verstopfung und andere Verdauungsprobleme
- Vermehrtes Schwitzen und Blutdruckschwankungen
Diagnose
Die Diagnose von Parkinson erfolgt in erster Linie klinisch, das heißt durch eine gründliche neurologische Untersuchung und Erhebung der Krankengeschichte. Es gibt keinen einzelnen Test, der die Erkrankung eindeutig nachweist.
- Neurologische Untersuchung: Beurteilung von Motorik, Reflexen und Gleichgewicht
- Bildgebung: MRT oder CT des Gehirns zum Ausschluss anderer Ursachen; DAT-SPECT (DaTscan) zur Darstellung des dopaminergen Systems
- L-DOPA-Test: Gabe von Levodopa zur Bestätigung der Diagnose bei deutlichem Ansprechen
- Riechtest: Da Riechstörungen oft früh auftreten, kann ein Riechtest diagnostisch hilfreich sein
Behandlung
Parkinson ist derzeit nicht heilbar, jedoch lassen sich die Symptome mit verschiedenen Therapieansätzen gut behandeln und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Medikamentöse Therapie
- Levodopa (L-DOPA): Gilt als wirksamste medikamentöse Therapie; wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt
- Dopaminagonisten: Ahmen die Wirkung von Dopamin nach (z. B. Pramipexol, Ropinirol)
- MAO-B-Hemmer: Verlangsamen den Abbau von Dopamin (z. B. Selegilin, Rasagilin)
- COMT-Hemmer: Verlängern die Wirkung von Levodopa (z. B. Entacapon)
Tiefe Hirnstimulation (THS)
Bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine Tiefe Hirnstimulation eingesetzt werden. Dabei werden Elektroden in bestimmte Gehirnbereiche implantiert und elektrische Impulse abgegeben, die motorische Symptome reduzieren.
Nicht-medikamentöse Therapien
- Physiotherapie zur Verbesserung von Beweglichkeit und Gleichgewicht
- Logopädie bei Sprech- und Schluckstörungen
- Ergotherapie zur Erhaltung der Selbstständigkeit im Alltag
- Sport und regelmäßige Bewegung (z. B. Tanzen, Tai Chi, Nordic Walking)
Verlauf und Prognose
Parkinson ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, deren Verlauf individuell sehr unterschiedlich sein kann. Mit einer optimalen Therapie können viele Betroffene über viele Jahre ein weitgehend normales Leben führen. Im fortgeschrittenen Stadium können jedoch Komplikationen wie Stürze, Schluckstörungen und kognitive Einschränkungen auftreten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für eine gute Lebensqualität.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S3-Leitlinie Idiopathisches Parkinson-Syndrom, 2023. Verfügbar unter: https://www.dgn.org
- Postuma RB et al. - MDS clinical diagnostic criteria for Parkinson's disease. Movement Disorders, 2015;30(12):1591-1601.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Neurological Disorders - Public Health Challenges, Genf, 2006.
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