Retinal: Vitamin A, Sehkraft und Hautpflege
Retinal ist eine aktive Form von Vitamin A und ein essenzieller Bestandteil des Sehprozesses. Es spielt eine zentrale Rolle in der Netzhaut und wird auch in der Hautpflege eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Retinal"
Retinal ist eine aktive Form von Vitamin A und ein essenzieller Bestandteil des Sehprozesses. Es spielt eine zentrale Rolle in der Netzhaut und wird auch in der Hautpflege eingesetzt.
Was ist Retinal?
Retinal (auch Retinaldehyd genannt) ist eine biologisch aktive Form von Vitamin A. Es handelt sich um ein fettlösliches Molekül, das im menschlichen Körper aus Beta-Carotin oder Retinol gebildet wird. Retinal übernimmt zwei wesentliche Aufgaben: Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil des visuellen Zyklus in der Netzhaut und wird zudem als Wirkstoff in der Dermatologie eingesetzt.
Biologische Funktion
Im Auge verbindet sich Retinal mit dem Protein Opsin und bildet so den Lichtrezeptor Rhodopsin, der für das Sehen bei schwachem Licht verantwortlich ist. Wenn Licht auf die Netzhaut trifft, verändert Retinal seine räumliche Struktur (von 11-cis-Retinal zu all-trans-Retinal), was ein Nervsignal auslöst, das als Seheindruch im Gehirn verarbeitet wird.
- 11-cis-Retinal: aktive Form im Dunkelauge
- all-trans-Retinal: entsteht nach Lichtabsorption
Retinal als Hautpflegewirkstoff
In der Kosmetik und Dermatologie wird Retinal zunehmend als Alternative zu Retinol und Tretinoin eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der Retinoide und wirkt direkt, da es nur einen einzigen Umwandlungsschritt zu Retinsäure (dem eigentlich aktiven Wirkstoff) benötigt, während Retinol zwei Schritte erfordert.
Vorteile von Retinal in der Hautpflege
- Stimulation der Kollagenproduktion
- Förderung der Zellerneuerung
- Reduktion von feinen Linien und Falten
- Verbesserung der Hauttextur und des Hauttons
- Porenverfeinerung und Regulierung von Talgproduktion
Verträglichkeit
Im Vergleich zu Tretinoin wird Retinal von der Haut in der Regel besser vertragen. Dennoch können vor allem zu Beginn der Anwendung Rötungen, Trockenheit oder ein leichtes Brennen auftreten. Experten empfehlen, Retinal abends anzuwenden und mit einem Lichtschutzfaktor tagsüber zu kombinieren.
Anwendung und Dosierung
Retinal ist in Konzentrationen von 0,05 % bis 0,1 % in kosmetischen Produkten erhältlich. Die Eingewöhnungsphase sollte schrittweise erfolgen, zunächst zwei- bis dreimal pro Woche, bevor eine tägliche Anwendung angestrebt wird.
Mangel und Auswirkungen
Ein Mangel an Vitamin A und damit an Retinal kann zu Nachtblindheit, trockenen Augen und im schlimmsten Fall zu irreversiblem Sehverlust führen. In Entwicklungsländern ist Vitamin-A-Mangel eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Erblindung bei Kindern.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Eine übermäßige Zufuhr von präformiertem Vitamin A (zu dem Retinal gehört) kann toxisch sein und zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Leberschäden führen. Schwangere sollten die Einnahme von hochdosierten Vitamin-A-Präparaten sowie die Verwendung von stark konzentrierten Retinoiden auf der Haut mit einem Arzt absprechen.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Vitamin A deficiency. Verfügbar unter: https://www.who.int/data/nutrition/nlis/info/vitamin-a-deficiency
- Mukherjee S. et al. - Retinoids in the treatment of skin aging: an overview of clinical efficacy and safety. Clinical Interventions in Aging, 2006; 1(4): 327-348.
- Alberts B. et al. - Molecular Biology of the Cell. 6. Auflage. Garland Science, 2014.
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