Gonarthrose – Ursachen, Symptome & Behandlung
Gonarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks, bei der der Gelenkknorpel zunehmend abgebaut wird. Sie verursacht Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen.
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Gonarthrose ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks, bei der der Gelenkknorpel zunehmend abgebaut wird. Sie verursacht Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen.
Was ist Gonarthrose?
Die Gonarthrose (auch Kniegelenksarthrose oder Kniearthrose genannt) ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel im Kniegelenk schrittweise abgebaut wird. Mit zunehmender Zeit können auch der darunterliegende Knochen, die Gelenkkapsel und die umliegenden Weichteile in den Krankheitsprozess einbezogen werden. Die Gonarthrose ist die häufigste Form der Arthrose und zählt zu den verbreitetsten Gelenkerkrankungen weltweit.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Gonarthrose entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit des Knorpelgewebes. Man unterscheidet zwei Hauptformen:
- Primäre Gonarthrose: Sie tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf und ist vor allem auf altersbedingte Abnutzung, genetische Veranlagung und Übergewicht zurückzuführen.
- Sekundäre Gonarthrose: Sie entsteht infolge einer anderen Erkrankung oder Verletzung, z. B. nach Knietraumata, Meniskusschäden, rheumatoider Arthritis oder Fehlstellungen wie O-Bein oder X-Bein.
Weitere Risikofaktoren umfassen:
- Höheres Lebensalter (ab 50 Jahren deutlich häufiger)
- Weibliches Geschlecht, insbesondere nach den Wechseljahren
- Übergewicht (erhöhte mechanische Belastung des Gelenks)
- Körperlich belastende Berufe oder intensive Sportausübung
- Muskelschwäche, insbesondere der Oberschenkelmuskulatur
Symptome
Die Beschwerden bei Gonarthrose entwickeln sich in der Regel schleichend und nehmen über Jahre zu. Typische Symptome sind:
- Anlaufschmerz: Schmerzen zu Beginn einer Bewegung nach Ruhephasen
- Belastungsschmerz: Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen oder längerem Stehen
- Morgensteifigkeit im Kniegelenk
- Schwellung und Überwärmung des Knies bei Entzündungsschüben
- Krepitation (Knack- oder Reibegeräusche beim Bewegen)
- Einschränkung der Beweglichkeit und zunehmende Instabilität
- In fortgeschrittenen Stadien: Ruheschmerz auch ohne Belastung
Diagnose
Die Diagnose der Gonarthrose wird durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren gestellt:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt bewertet Schmerzcharakter, Bewegungsumfang und Gelenkstabilität.
- Röntgenuntersuchung: Standardverfahren zur Beurteilung des Gelenkspaltverlustes, von Knochenzubauten (Osteophyten) und Knochenveränderungen.
- MRT (Magnetresonanztomographie): Liefert detaillierte Informationen über Knorpel, Menisken, Bänder und Weichteile.
- Ultraschall: Zum Nachweis von Gelenkergüssen und Weichteilveränderungen.
- Laboruntersuchungen: Zum Ausschluss entzündlicher Ursachen wie rheumatoider Arthritis.
Behandlung
Konservative Therapie
In frühen und mittleren Stadien steht die konservative Behandlung im Vordergrund:
- Physiotherapie und Krankengymnastik: Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit.
- Gewichtsreduktion: Entlastet das Kniegelenk erheblich.
- Schmerztherapie: Einsatz von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac, Paracetamol, sowie topische Präparate.
- Intraarticuläre Injektionen: Kortikosteroide bei akuten Entzündungsschüben; Hyaluronsäure zur Verbesserung der Gelenkschmierung.
- Orthopädische Hilfsmittel: Einlagen, Orthesen oder Gehstöcke zur Gelenkentlastung.
- Physikalische Therapie: Wärme- oder Kälteanwendungen, Elektrotherapie, Ultraschall.
Operative Therapie
Bei fortgeschrittener Gonarthrose und unzureichendem Ansprechen auf konservative Maßnahmen kommen operative Verfahren in Betracht:
- Arthroskopie: Minimalinvasive Gelenkspiegelung zur Entfernung von Gelenkdetritus oder Meniskusreparatur (in frühen Stadien).
- Umstellungsosteotomie: Korrektur von Beinachsenfehlstellungen zur Entlastung des betroffenen Gelenkkompartiments.
- Kniegelenkstotalendoprothese (Knie-TEP): Vollständiger Ersatz des Kniegelenks durch eine Prothese bei schwerem Knorpelverschleiß.
- Schlittenprothese (unikompartimentelle Prothese): Teilersatz des Kniegelenks bei isoliertem Befall eines Gelenkabschnitts.
Verlauf und Prognose
Die Gonarthrose ist eine chronisch-progrediente Erkrankung, die sich nicht vollständig heilen lässt. Mit gezielten Maßnahmen kann das Fortschreiten jedoch verlangsamt, Schmerzen gelindert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend für einen günstigen Verlauf.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC): S2k-Leitlinie Gonarthrose (2018). Verfügbar unter: www.awmf.org
- Lüring C, Grifka J: Gonarthrose – Diagnostik und Therapie. Deutsches Ärzteblatt, 2020.
- World Health Organization (WHO): Musculoskeletal conditions. Verfügbar unter: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/musculoskeletal-conditions
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