Thromboembolisch – Definition & Ursachen
Thromboembolisch beschreibt Erkrankungen oder Ereignisse, bei denen ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß verstopft oder sich ablöst und eine Embolie verursacht.
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Thromboembolisch beschreibt Erkrankungen oder Ereignisse, bei denen ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß verstopft oder sich ablöst und eine Embolie verursacht.
Was bedeutet thromboembolisch?
Der Begriff thromboembolisch ist ein medizinisches Adjektiv und beschreibt alles, was mit der Entstehung oder den Folgen eines Thrombus (Blutgerinnsels) und einer daraus resultierenden Embolie zusammenhängt. Ein Thrombus ist ein festes Blutgerinnsel, das sich innerhalb eines Blutgefäßes bildet. Wenn sich dieses Gerinnsel ganz oder teilweise ablöst, wird es als Embolus bezeichnet und kann mit dem Blutstrom in andere Körperbereiche transportiert werden, wo es ein Gefäß verstopft und zu einem thromboembolischen Ereignis führt.
Ursachen thromboembolischer Ereignisse
Thromboembolische Ereignisse entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren. Die sogenannte Virchow-Trias beschreibt die drei grundlegenden Ursachen:
- Veränderungen der Gefäßwand: z. B. durch Arteriosklerose, Entzündungen oder Verletzungen
- Veränderungen des Blutflusses: z. B. durch Immobilität, Herzrhythmusstörungen (insbesondere Vorhofflimmern) oder langes Sitzen
- Veränderungen der Blutgerinnung: z. B. durch genetische Gerinnungsstörungen, Schwangerschaft, Einnahme hormoneller Verhütungsmittel oder Krebserkrankungen
Weitere Risikofaktoren umfassen Übergewicht, Rauchen, höheres Lebensalter, Operationen sowie bestehende Herzerkrankungen.
Formen thromboembolischer Erkrankungen
Tiefe Venenthrombose (TVT)
Bei der tiefen Venenthrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in den tiefen Venen, meist in den Beinen oder im Becken. Sie kann Schwellungen, Schmerzen und Rötungen verursachen, verläuft aber manchmal auch ohne spürbare Symptome.
Lungenembolie
Die Lungenembolie ist eine der gefährlichsten thromboembolischen Komplikationen. Dabei verstopft ein Embolus, der sich aus einer tiefen Venenthrombose gelöst hat, ein Blutgefäß in der Lunge. Symptome sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit oder Tod.
Arterieller Schlaganfall
Ein ischämischer Schlaganfall kann thromboembolischen Ursprungs sein, wenn ein Blutgerinnsel ein Hirngefäß verschließt und so das Hirngewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
Myokardinfarkt
Auch ein Herzinfarkt kann durch eine thromboembolische Verlegung der Koronararterien entstehen, häufig auf dem Boden einer Arteriosklerose.
Symptome thromboembolischer Ereignisse
Die Symptome hängen von der Lokalisation des Gerinnsels ab. Typische Beschwerden können sein:
- Schwellung, Schmerzen oder Wärme in einem Bein (tiefe Venenthrombose)
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen (Lungenembolie)
- Plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen (Schlaganfall)
- Brustdruck, Ausstrahlung in den Arm oder Kiefer (Herzinfarkt)
Bei Verdacht auf ein thromboembolisches Ereignis ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen, da es sich um einen medizinischen Notfall handeln kann.
Diagnose
Die Diagnose thromboembolischer Ereignisse erfolgt durch verschiedene Untersuchungen:
- D-Dimer-Test: Ein Bluttest, der auf erhöhte Gerinnungsaktivität hinweist
- Ultraschall (Duplexsonographie): Zur Darstellung von Gerinnseln in den Venen
- CT-Angiographie: Bildgebungsverfahren zur Darstellung von Gefäßverschlüssen, z. B. bei Lungenembolie
- MRT oder CT des Gehirns: Bei Verdacht auf Schlaganfall
- EKG und Herzenzyme: Bei Verdacht auf Herzinfarkt
Behandlung thromboembolischer Erkrankungen
Antikoagulation (Blutgerinnungshemmung)
Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die Antikoagulation, also die Hemmung der Blutgerinnung mit gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulanzien). Dazu gehören unter anderem Heparin, direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) wie Rivaroxaban oder Apixaban sowie das klassische Phenprocoumon (Marcumar).
Thrombolyse
Bei schwerwiegenden Ereignissen wie einer massiven Lungenembolie oder einem akuten Schlaganfall kann eine Thrombolyse (medikamentöse Auflösung des Gerinnsels) eingesetzt werden.
Thrombektomie
In bestimmten Fällen, insbesondere beim Schlaganfall, kann das Gerinnsel mechanisch durch eine Thrombektomie (interventionelle Entfernung des Gerinnsels) entfernt werden.
Prophylaxe
Die Thromboembolieprophylaxe dient der Vorbeugung, zum Beispiel durch Kompressionsstrümpfe, frühzeitige Mobilisierung nach Operationen sowie die prophylaktische Gabe von Antikoagulanzien bei Risikopatienten.
Quellen
- Linnemann, B. et al. - S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie. AWMF-Register Nr. 065-002 (2023).
- Konstantinides, S. V. et al. - 2019 ESC Guidelines for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism. European Heart Journal, 41(4), 543-603 (2020).
- World Health Organization (WHO) - Cardiovascular diseases: Prevention and management of thromboembolism. WHO Technical Report (2021).
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