Nabelstumpf – Pflege, Heilung & Komplikationen
Der Nabelstumpf ist der verbleibende Rest der Nabelschnur nach der Geburt. Er trocknet ein und fällt innerhalb von 1 bis 3 Wochen ab.
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Der Nabelstumpf ist der verbleibende Rest der Nabelschnur nach der Geburt. Er trocknet ein und fällt innerhalb von 1 bis 3 Wochen ab.
Was ist der Nabelstumpf?
Als Nabelstumpf bezeichnet man den Teil der Nabelschnur, der nach der Durchtrennung unmittelbar nach der Geburt am Bauch des Neugeborenen verbleibt. Dieser kleine Rest der Nabelschnur ist zunächst weich und gelblich-grün, trocknet jedoch in den ersten Tagen nach der Geburt aus und nimmt eine bräunlich-schwarze Farbe an. Innerhalb von etwa 7 bis 21 Tagen schrumpft der Nabelstumpf und fällt schließlich von selbst ab, sodass der endgültige Bauchnabel entsteht.
Funktion und Entstehung
Während der Schwangerschaft verbindet die Nabelschnur das ungeborene Kind mit der Plazenta der Mutter. Über sie erhält das Kind Sauerstoff und Nährstoffe und gibt Stoffwechselabfallprodukte ab. Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und abgeklemmt. Der verbleibende Stumpf enthält keine aktiven Blutgefäße mehr und wird vom Körper des Neugeborenen als überflüssiges Gewebe abgestoßen.
Pflege des Nabelstumpfes
Die richtige Pflege des Nabelstumpfes ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Folgende Hinweise helfen dabei:
- Trocken halten: Der Nabelstumpf sollte möglichst trocken und sauber gehalten werden, da Feuchtigkeit das Risiko einer Infektion erhöht.
- Windeln falten: Die Windel sollte unterhalb des Nabelstumpfes gefaltet werden, damit dieser an der Luft trocknen kann.
- Nicht am Stumpf ziehen: Der Nabelstumpf sollte niemals gewaltsam entfernt werden, sondern immer von selbst abfallen.
- Keine alkoholhaltigen Mittel: Moderne medizinische Leitlinien empfehlen in der Regel eine Trockenversorgung ohne routinemäßige Verwendung von Antiseptika, sofern keine Infektion vorliegt.
- Baden: In den ersten Wochen sollte das Neugeborene nur gebadet werden, wenn der Nabelstumpf vollständig trocken ist. Alternativ können Schwammwaschungen empfohlen werden.
Mögliche Komplikationen
Nabelinfektion (Omphalitis)
Eine Omphalitis ist eine bakterielle Infektion des Nabelstumpfes und des umliegenden Gewebes. Sie ist eine ernste Erkrankung, die rasch behandelt werden muss. Anzeichen einer Infektion sind:
- Rötung, Schwellung oder Wärme um den Nabel
- Eitriger oder übelriechender Ausfluss
- Fieber beim Neugeborenen
- Schmerzhaftigkeit beim Berühren des Nabelbereichs
Bei diesen Symptomen sollte umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Nabelgranulom
Ein Nabelgranulom ist eine gutartige Wucherung aus feuchtem, rötlichem Gewebe, die nach dem Abfallen des Nabelstumpfes entstehen kann. Es ist in der Regel nicht schmerzhaft, aber ein Arzt oder eine Ärztin sollte es beurteilen und behandeln, da es sich nicht von selbst zurückbildet.
Nabelhernie
Eine Nabelhernie entsteht, wenn sich nach dem Abfallen des Stumpfes eine kleine Lücke in der Bauchdecke bildet, durch die Darmteile nach außen drängen können. Sie ist häufig bei Säuglingen und bildet sich meist bis zum zweiten Lebensjahr von selbst zurück.
Wann zum Arzt?
Eltern sollten ärztlichen Rat einholen, wenn der Nabelstumpf nach 3 Wochen noch nicht abgefallen ist, Zeichen einer Infektion auftreten oder sich nach dem Abfallen des Stumpfes eine anhaltende Nässe oder ein Granulom zeigt.
Quellen
- World Health Organization (WHO): WHO recommendations on postnatal care of the mother and newborn. Geneva: WHO Press, 2013.
- Imdad A, Bautista RMM, Senen KAA et al.: Umbilical cord antiseptics for preventing sepsis and death among newborns. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2013.
- Lauer BJ, Spector ND: Hyperbilirubinemia in the Newborn. Pediatrics in Review, 2011; sowie Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Leitlinien zur Neugeborenenversorgung, 2020.
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