Teilremission – Definition, Bedeutung & Behandlung
Teilremission bezeichnet eine deutliche, aber unvollständige Rückbildung von Krankheitssymptomen. Sie tritt häufig bei Krebs, psychischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen auf.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Teilremission"
Teilremission bezeichnet eine deutliche, aber unvollständige Rückbildung von Krankheitssymptomen. Sie tritt häufig bei Krebs, psychischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen auf.
Was ist eine Teilremission?
Der Begriff Teilremission (auch partielle Remission genannt) beschreibt einen Zustand, bei dem die Symptome einer Erkrankung deutlich zurückgegangen sind, jedoch nicht vollständig verschwunden sind. Die Krankheit ist also noch vorhanden, aber in einem abgeschwächten Ausmaß. Teilremission ist ein wichtiger Begriff in der Medizin, besonders in der Onkologie (Krebsmedizin), der Psychiatrie und bei Autoimmunerkrankungen.
Abgrenzung: Teilremission vs. Vollremission
Es ist wichtig, die Teilremission von der Vollremission (kompletten Remission) zu unterscheiden:
- Vollremission: Alle messbaren Zeichen und Symptome der Erkrankung sind verschwunden. Dies bedeutet nicht zwingend eine Heilung, da Krankheitszellen noch vorhanden sein können.
- Teilremission: Die Erkrankung hat sich deutlich gebessert – zum Beispiel hat ein Tumor um mindestens 50 % abgenommen – aber es sind noch Krankheitszeichen nachweisbar.
Teilremission in der Onkologie
In der Krebsmedizin wird Remission anhand standardisierter Kriterien bewertet, zum Beispiel nach den RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors). Eine partielle Remission liegt vor, wenn die Gesamtgröße der messbaren Tumoren um mindestens 30 % (nach RECIST) zurückgegangen ist, ohne dass neue Tumorherde aufgetreten sind.
- Die Teilremission gilt als Therapieerfolg, auch wenn das Ziel in der Regel die Vollremission oder Heilung ist.
- Sie kann durch Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie oder zielgerichtete Therapien erreicht werden.
- Nach einer Teilremission wird die Therapie oft fortgesetzt oder angepasst, um eine vollständige Remission anzustreben.
Teilremission bei psychischen Erkrankungen
Auch in der Psychiatrie spielt der Begriff eine wichtige Rolle, zum Beispiel bei Depressionen, bipolaren Störungen oder Schizophrenie:
- Bei einer Depression spricht man von Teilremission, wenn sich der Zustand des Patienten deutlich verbessert hat, aber noch einzelne Symptome wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit oder Grübelneigung bestehen.
- Eine Teilremission erhöht das Rückfallrisiko im Vergleich zur Vollremission und erfordert oft eine Fortführung oder Anpassung der Behandlung.
Teilremission bei Autoimmunerkrankungen
Bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes oder Multipler Sklerose bezeichnet Teilremission eine Phase, in der die Entzündungsaktivität deutlich reduziert ist, aber nicht vollständig aufgehört hat. Laborwerte wie CRP oder BSG können noch leicht erhöht sein.
Bedeutung für die Behandlung
Eine Teilremission ist aus medizinischer Sicht ein positives Zeichen, da sie zeigt, dass die Therapie wirkt. Sie ist jedoch kein Endpunkt der Behandlung:
- Die Therapie wird in der Regel fortgeführt.
- Regelmäßige Verlaufskontrollen sind notwendig, um den Krankheitsstatus zu überwachen.
- Ziel ist meist die Vollremission oder, je nach Erkrankung, eine langfristige Kontrolle der Krankheitsaktivität.
Quellen
- Eisenhauer EA et al. - New response evaluation criteria in solid tumours: Revised RECIST guideline (version 1.1). European Journal of Cancer, 2009.
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) - S3-Leitlinie Unipolare Depression, 2022.
- Smolen JS et al. - EULAR recommendations for the management of rheumatoid arthritis. Annals of the Rheumatic Diseases, 2020.
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