Dauertherapieschema – Definition und Bedeutung
Ein Dauertherapieschema ist ein langfristiger medizinischer Behandlungsplan zur kontinuierlichen Therapie chronischer Erkrankungen. Es legt Medikamente, Dosierungen und Einnahmeintervalle dauerhaft fest.
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Ein Dauertherapieschema ist ein langfristiger medizinischer Behandlungsplan zur kontinuierlichen Therapie chronischer Erkrankungen. Es legt Medikamente, Dosierungen und Einnahmeintervalle dauerhaft fest.
Was ist ein Dauertherapieschema?
Ein Dauertherapieschema ist ein strukturierter, langfristiger Behandlungsplan, der fuer Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen erstellt wird. Im Gegensatz zu einer kurzfristigen oder akuten Therapie ist das Dauertherapieschema auf eine kontinuierliche, oft lebenslange medikamentoese oder therapeutische Behandlung ausgerichtet. Es legt fest, welche Medikamente in welcher Dosierung und zu welchem Zeitpunkt eingenommen oder angewendet werden sollen.
Wann wird ein Dauertherapieschema eingesetzt?
Ein Dauertherapieschema wird bei chronischen Erkrankungen eingesetzt, die eine kontinuierliche Behandlung erfordern, um Symptome zu kontrollieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder Komplikationen zu verhindern. Typische Erkrankungen, bei denen ein solches Schema angewendet wird, sind:
- Bluthochdruck (Hypertonie): Langfristige Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten.
- Diabetes mellitus: Dauerhafte Blutzuckerkontrolle durch Insulin oder orale Antidiabetika.
- Herzerkrankungen: z. B. dauerhafte Einnahme von Betablockern, ACE-Hemmern oder Blutverdünnern.
- Asthma und COPD: Regelmaessige Inhalation von Kortikosteroiden und Bronchodilatatoren.
- Psychische Erkrankungen: Dauerhafte Einnahme von Antidepressiva, Antipsychotika oder Stimmungsstabilisatoren.
- Rheuma und Autoimmunerkrankungen: Langzeittherapie mit Immunsuppressiva oder Biologika.
- Epilepsie: Kontinuierliche Einnahme von Antiepileptika zur Anfallsprophylaxe.
Bestandteile eines Dauertherapieschemas
Ein gut strukturiertes Dauertherapieschema enthaelt in der Regel folgende Informationen:
- Medikamentenliste: Auflistung aller verordneten Praeparate mit Wirkstoffnamen und Handelsnamen.
- Dosierungsangaben: Genauer Wirkstoffgehalt pro Einnahme (z. B. 5 mg, 10 mg).
- Einnahmezeitpunkte: Tageszeit und Haeufigkeit der Einnahme (z. B. morgens, abends, zu den Mahlzeiten).
- Anwendungshinweise: Besondere Hinweise zur Einnahme, z. B. nuechtern oder mit Wasser.
- Kontrolltermine: Regelmaessige aerztliche Kontrolluntersuchungen zur Ueberpruefung der Wirksamkeit und Vertraeglichkeit.
Erstellung und Anpassung
Das Dauertherapieschema wird individuell von einer Aerztin oder einem Arzt erstellt und auf die spezifischen Beduerfnisse der Patientin oder des Patienten abgestimmt. Es ist kein statisches Dokument, sondern wird regelmaessig ueberarbeitet und bei Bedarf angepasst, etwa wenn:
- sich der Gesundheitszustand veraendert,
- neue Medikamente hinzukommen oder wegfallen,
- Nebenwirkungen auftreten,
- Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt werden.
Besonders bei aelteren Patientinnen und Patienten, die haeufig mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen (Polypharmazie), ist eine regelmaessige Ueberpruefung des Dauertherapieschemas besonders wichtig, um Medikationsfehler und unerwuenschte Wechselwirkungen zu vermeiden.
Bedeutung fuer die Therapietreue (Adherence)
Ein klar strukturiertes Dauertherapieschema foerdert die Therapietreue (auch Adherence oder Compliance genannt). Wenn Patientinnen und Patienten genau wissen, welche Medikamente sie wann und wie einnehmen sollen, erhoehen sich die Chancen, dass die Therapie langfristig wirksam ist. Hilfsmittel wie Wochendosierer, Erinnerungs-Apps oder schriftliche Medikamentenplaene unterstuetzen die konsequente Umsetzung des Schemas.
Dokumentation und Medikationsplan
In Deutschland ist der sogenannte Bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) ein standardisiertes Dokument, das als offizielles Dauertherapieschema dient. Gesetzlich krankenversicherte Personen, die drei oder mehr Medikamente dauerhaft einnehmen, haben seit 2016 einen gesetzlichen Anspruch auf diesen Plan (gemaess Paragraf 31a SGB V). Der Plan kann in Arztpraxen und Apotheken erstellt und aktualisiert werden.
Quellen
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Richtlinie zur Verordnung von Medikationsplaenen gemaess Paragraf 31a SGB V, 2016.
- Laufs U, Rettig-Ewen V, Bohm M: Strategien zur Verbesserung der Medikamenten-Adherence. Deutsches Aerzteblatt, 2011; 108(13): 224-230.
- World Health Organization (WHO): Adherence to Long-Term Therapies -- Evidence for Action. Genf, 2003. Verfuegbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9241545992
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