Dermabrasion – Hautabschleifen erklärt
Dermabrasion ist ein chirurgisches Hautabtragsverfahren, bei dem die oberste Hautschicht mechanisch abgeschliffen wird, um Narben, Falten oder Pigmentveränderungen zu behandeln.
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Dermabrasion ist ein chirurgisches Hautabtragsverfahren, bei dem die oberste Hautschicht mechanisch abgeschliffen wird, um Narben, Falten oder Pigmentveränderungen zu behandeln.
Was ist Dermabrasion?
Die Dermabrasion ist ein medizinisch-kosmetisches Verfahren, bei dem die obersten Schichten der Haut mechanisch abgetragen werden. Dies geschieht mithilfe eines rotierenden Schleifgeräts oder einer Drahtbürste, die unter lokaler oder allgemeiner Betäubung auf die Haut aufgetragen wird. Ziel ist es, unebene Hautoberflächenstrukturen zu glätten und die natürliche Hauterneuerung anzuregen. Das Verfahren wird seit Jahrzehnten in der Dermatologie und plastischen Chirurgie eingesetzt.
Anwendungsgebiete
Die Dermabrasion wird bei verschiedenen Hautproblemen eingesetzt, darunter:
- Narben nach Akne oder Verletzungen
- Feine Falten und Alterserscheinungen der Haut
- Pigmentstörungen wie Altersflecken oder Hyperpigmentierungen
- Tätowierungsentfernung (in bestimmten Fällen)
- Aktinische Keratosen (Vorstufen von Hautkrebs)
- Rhinophym (knollenartige Hautverdickung der Nase)
Wie funktioniert die Dermabrasion?
Bei der Dermabrasion wird ein rotierendes Instrument mit einer rauen Oberfläche – meist eine Diamantfräse oder eine Drahtbürste – gezielt über die zu behandelnde Hautpartie geführt. Dabei werden die Epidermis (oberste Hautschicht) und je nach Tiefe auch Teile der Dermis (Lederhaut) abgetragen. Durch diesen kontrollierten Wundreiz wird die körpereigene Wundheilung aktiviert, und neues, glatteres Hautgewebe wächst nach.
Vorbereitung
Vor dem Eingriff wird die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert. Je nach Ausdehnung der Behandlung erfolgt eine lokale Betäubung oder eine Vollnarkose. In einigen Fällen wird die Haut mit Kältespray vereist, um sie zu stabilisieren und zu betäuben.
Ablauf des Eingriffs
Der Eingriff selbst dauert je nach Behandlungsumfang zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden. Nach der Behandlung wird die Haut mit speziellen Verbänden oder Wundauflagen abgedeckt, um Infektionen zu vermeiden und die Heilung zu fördern.
Ergebnisse und Heilungsverlauf
Nach einer Dermabrasion ist die Haut zunächst gerötet, geschwollen und empfindlich – ähnlich wie nach einem Sonnenbrand. Die Abheilung dauert in der Regel sieben bis vierzehn Tage, wobei sich neue Haut bildet. Das endgültige Ergebnis ist oft erst nach mehreren Wochen bis Monaten sichtbar, wenn die Rötungen vollständig abgeklungen sind.
- Rötung und Schwellung in den ersten Tagen nach dem Eingriff
- Krustenbildung während der Wundheilung
- Vorübergehende Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht
- Sichtbare Glättung der Haut nach abgeschlossener Heilung
Risiken und Nebenwirkungen
Wie bei jedem medizinischen Eingriff sind auch bei der Dermabrasion bestimmte Risiken und Nebenwirkungen möglich:
- Infektionen durch Bakterien oder Viren (z. B. Herpesvirus-Reaktivierung)
- Narbenbildung, insbesondere bei zu tiefer Abtragung
- Hyper- oder Hypopigmentierung (ungleichmäßige Hautfärbung)
- Allergische Reaktionen auf verwendete Medikamente oder Materialien
- Anhaltende Rötungen (Erythem)
Personen mit dunklerem Hauttyp haben ein erhöhtes Risiko für Pigmentveränderungen. Eine sorgfältige ärztliche Beratung vor dem Eingriff ist daher unerlässlich.
Dermabrasion vs. Mikrodermabrasion
Von der klassischen Dermabrasion zu unterscheiden ist die Mikrodermabrasion, ein deutlich oberflächlicheres und schonenderes Verfahren. Bei der Mikrodermabrasion werden nur die allerobersten Zellschichten der Epidermis abgetragen, meist mithilfe feiner Kristalle oder Diamantspitzen. Das Verfahren ist weniger invasiv, erfordert keine Betäubung und eignet sich für leichtere Hautunreinheiten und oberflächliche Pigmentveränderungen.
Geeignete Kandidaten
Ideal geeignet für eine Dermabrasion sind Personen mit hellem Hauttyp (Fitzpatrick I–III), da das Risiko für Pigmentstörungen bei diesen Hauttypen geringer ist. Nicht geeignet ist das Verfahren für Personen mit aktiven Hauterkrankungen (z. B. Rosazea-Schübe, aktive Akne), Einnahme von Isotretinoin in den vergangenen 12–18 Monaten sowie bei Neigung zu Keloiden.
Quellen
- Breuninger H. et al. - Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zur operativen Dermatologie (2022).
- Freedberg I. M. et al. - Fitzpatrick's Dermatology in General Medicine, 8. Auflage, McGraw-Hill (2012).
- Hanke C. W., Roenigk R. K. - Dermabrasion. In: Journal of the American Academy of Dermatology, 12(2):345-365 (1985).
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