Nierenfunktion: Aufgaben, Messung & Gesundheit
Die Nierenfunktion beschreibt die Leistung der Nieren bei der Filterung des Blutes, Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und Regulierung des Wasserhaushalts.
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Die Nierenfunktion beschreibt die Leistung der Nieren bei der Filterung des Blutes, Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und Regulierung des Wasserhaushalts.
Was ist die Nierenfunktion?
Die Nierenfunktion umfasst alle lebenswichtigen Aufgaben, die die Nieren im menschlichen Körper erfüllen. Die beiden Nieren sind bohnenförmige Organe, die sich im hinteren Bauchraum befinden und kontinuierlich das Blut filtern. Pro Tag durchlaufen etwa 180 Liter Blut die Nieren, wobei Schadstoffe, überschüssige Salze und Stoffwechselabbauprodukte herausgefiltert und mit dem Urin ausgeschieden werden. Eine intakte Nierenfunktion ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts des Körpers.
Aufgaben der Nieren
Die Nieren übernehmen im Körper mehrere essentielle Funktionen:
- Filtration des Blutes: In den sogenannten Glomeruli (winzige Blutgefäßknäuel in den Nieren) wird das Blut gefiltert. Harnstoff, Kreatinin und andere Stoffwechselendprodukte werden aus dem Blut entfernt.
- Regulierung des Wasserhaushalts: Die Nieren steuern, wie viel Wasser im Körper verbleibt und wie viel über den Urin ausgeschieden wird.
- Elektrolythaushalt: Natrium, Kalium, Kalzium und Phosphat werden durch die Nieren reguliert, um die Funktion von Muskeln, Nerven und Herz sicherzustellen.
- Säure-Basen-Gleichgewicht: Die Nieren helfen, den pH-Wert des Blutes in einem engen Bereich zu halten, indem sie Säuren und Basen ausscheiden oder zurückhalten.
- Hormonproduktion: Die Nieren produzieren wichtige Hormone, darunter Erythropoetin (regt die Bildung roter Blutkörperchen an), Renin (reguliert den Blutdruck) und aktiviertes Vitamin D (fördert die Kalziumaufnahme im Darm).
Messung der Nierenfunktion
Die Nierenfunktion wird in der Medizin vor allem über die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gemessen. Dieser Wert gibt an, wie viel Blut pro Minute durch die Nieren gefiltert wird. Ein gesunder Erwachsener hat eine GFR von etwa 90–120 ml/min. Weitere wichtige Laborwerte sind:
- Kreatinin im Blut: Ein erhöhter Kreatininwert deutet auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin.
- Harnstoff (BUN): Erhöhte Harnstoffwerte können auf eine Nierenschwäche hinweisen.
- Eiweiß im Urin (Proteinurie): Das Auftreten von Eiweiß im Urin ist ein frühes Zeichen einer Nierenschädigung.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Eine eingeschränkte Nierenfunktion – auch als Niereninsuffizienz bezeichnet – kann akut oder chronisch auftreten. Bei der chronischen Nierenerkrankung (CKD) nimmt die Filterfähigkeit der Nieren über Monate oder Jahre kontinuierlich ab. Häufige Ursachen sind:
- Diabetes mellitus (diabetische Nephropathie)
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Entzündliche Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis)
- Langfristige Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. nicht-steroidale Antirheumatika)
- Genetische Erkrankungen wie die polyzystische Nierenerkrankung
Symptome einer eingeschränkten Nierenfunktion
Im Frühstadium verläuft eine Nierenschwäche oft ohne Beschwerden. Im weiteren Verlauf können folgende Symptome auftreten:
- Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung
- Wasseransammlungen (Ödeme) in Beinen, Füßen oder im Gesicht
- Veränderungen der Urinmenge oder Urinfarbe
- Bluthochdruck
- Übelkeit, Appetitlosigkeit
- Juckreiz
- Kurzatmigkeit bei fortgeschrittener Erkrankung
Erhalt und Förderung der Nierenfunktion
Um die Nierenfunktion langfristig zu erhalten, empfehlen Mediziner folgende Maßnahmen:
- Ausreichend Flüssigkeit trinken (in der Regel 1,5–2 Liter Wasser täglich)
- Blutdruck und Blutzucker gut einstellen
- Salz- und Eiweißzufuhr bei bestehender Nierenerkrankung anpassen
- Regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte beim Arzt
- Vermeidung von nephrotoxischen Substanzen (nierenschädigenden Mitteln)
- Nicht rauchen und auf Alkohol weitgehend verzichten
Quellen
- Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) – Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease. Kidney International Supplements, 2013.
- Herold, G. et al. – Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, 2023.
- World Health Organization (WHO) – Chronic kidney disease. Fact Sheet, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int
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