Schilddrüsenüberfunktion Symptome – Anzeichen der Hyperthyreose
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) äußert sich durch Herzrasen, Gewichtsverlust und Nervosität. Erfahren Sie, welche Symptome auftreten können.
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Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) äußert sich durch Herzrasen, Gewichtsverlust und Nervosität. Erfahren Sie, welche Symptome auftreten können.
Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
Eine Schilddrüsenüberfunktion, medizinisch als Hyperthyreose bezeichnet, liegt vor, wenn die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone (Thyroxin T4 und Trijodthyronin T3) produziert. Diese Hormone regulieren den Stoffwechsel des gesamten Körpers. Ein Überschuss führt dazu, dass nahezu alle Körperfunktionen beschleunigt werden – mit weitreichenden Folgen für das Wohlbefinden.
Häufige Symptome der Schilddrüsenüberfunktion
Die Symptome einer Hyperthyreose sind vielfältig und betreffen mehrere Organsysteme. Sie können schleichend beginnen und werden daher oft zunächst nicht mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht.
Herz-Kreislauf-Symptome
- Herzrasen (Tachykardie): Der Puls ist dauerhaft erhöht, oft über 100 Schläge pro Minute.
- Herzrhythmusstörungen: Unregelmäßiger Herzschlag, gelegentlich Vorhofflimmern.
- Bluthochdruck: Erhöhter systolischer Blutdruck.
- Herzstolpern (Palpitationen): Das Herz schlägt spürbar und unangenehm.
Stoffwechsel- und Gewichtssymptome
- Ungewollter Gewichtsverlust trotz gesteigertem oder normalem Appetit.
- Gesteigerter Hunger und Heißhunger.
- Übermäßiges Schwitzen und Wärmeunverträglichkeit – Betroffene frieren selten.
- Erhöhte Körpertemperatur.
Neurologische und psychische Symptome
- Nervosität und innere Unruhe.
- Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen.
- Schlafstörungen: Einschlaf- und Durchschlafprobleme.
- Feinschlägiger Tremor: Zittern der Hände.
- Konzentrationsschwäche und Gedächtnisprobleme.
Muskel- und Knochensymptome
- Muskelschwäche, besonders in den Oberschenkeln und Oberarmen.
- Knochenschwund (Osteoporose) bei länger bestehender unbehandelter Hyperthyreose.
Magen-Darm-Symptome
- Häufiger Stuhlgang bis hin zu Durchfall.
- Übelkeit und Bauchkrämpfe.
Haut, Haare und Nägel
- Feuchte, warme Haut.
- Haarausfall: Die Haare werden dünner und brüchig.
- Brüchige Nägel.
Augen- und Halssymptome (insbesondere bei Morbus Basedow)
- Hervorquellende Augen (Exophthalmus): Ein typisches Zeichen bei Morbus Basedow, der häufigsten Ursache der Hyperthyreose.
- Lichtempfindlichkeit und gereizte Augen.
- Sichtbarer Kropf (Struma): Vergrößerung der Schilddrüse am Hals.
Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion
Die häufigsten Ursachen einer Hyperthyreose sind:
- Morbus Basedow: Eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Schilddrüse zur übermäßigen Hormonproduktion anregen.
- Schilddrüsenknoten (autonomes Adenom): Einzelne oder mehrere Knoten produzieren unkontrolliert Hormone.
- Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis): Vorübergehende Freisetzung von gespeicherten Hormonen.
- Überdosierung von Schilddrüsenhormonen: Zu hohe Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung, bei der die Schilddrüsenhormone T3, T4 sowie der Steuerhormonwert TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) gemessen werden. Bei Hyperthyreose ist TSH erniedrigt, während T3 und T4 erhöht sind. Ergänzend werden Schilddrüsenantikörper sowie ein Ultraschall der Schilddrüse durchgeführt. In manchen Fällen ist eine Szintigrafie zur Beurteilung der Schilddrüsenaktivität notwendig.
Wann zum Arzt?
Bei Auftreten mehrerer der genannten Symptome – insbesondere Herzrasen, starkem Gewichtsverlust, Zittern und Nervosität – sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Eine unbehandelte Hyperthyreose kann zu ernsthaften Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Osteoporose oder in seltenen Fällen zu einer lebensbedrohlichen thyreotoxischen Krise führen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung:
- Thyreostatika: Medikamente wie Thiamazol oder Propylthiouracil hemmen die Hormonproduktion der Schilddrüse.
- Radiojodtherapie: Radioaktives Jod zerstört gezielt übermäßig aktives Schilddrüsengewebe.
- Operative Entfernung: Bei großem Kropf oder Knoten kann ein Teil oder die gesamte Schilddrüse entfernt werden.
- Betablocker: Lindern begleitende Symptome wie Herzrasen und Zittern.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) – Leitlinie Hyperthyreose, 2022. Verfügbar unter: www.endokrinologie.net
- Herold, G. et al. – Innere Medizin 2023. Herold Verlag, Köln.
- Ross, D.S. et al. – 2016 American Thyroid Association Guidelines for Diagnosis and Management of Hyperthyroidism. Thyroid. 2016;26(10):1343–1421.
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