Brustkorbdehnung – Übungen, Nutzen & Anwendung
Die Brustkorbdehnung ist eine gezielte Dehn- und Mobilisationsübung für den Brustkorb und die Brustwirbelsäule. Sie fördert Beweglichkeit, Haltung und Atemkapazität.
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Die Brustkorbdehnung ist eine gezielte Dehn- und Mobilisationsübung für den Brustkorb und die Brustwirbelsäule. Sie fördert Beweglichkeit, Haltung und Atemkapazität.
Was ist die Brustkorbdehnung?
Die Brustkorbdehnung bezeichnet eine Gruppe von gezielten Dehn- und Mobilisationsübungen, die darauf abzielen, den Brustkorb, die Brustwirbelsäule sowie die umliegende Muskulatur und das Bindegewebe zu dehnen und beweglicher zu machen. Sie wird sowohl in der Physiotherapie als auch im Alltag, im Sport und in der Prävention eingesetzt. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder mit Hilfsmitteln wie einer Faszienrolle oder einem Kissen durchgeführt werden.
Ziele und Anwendungsbereiche
Die Brustkorbdehnung wird in verschiedenen Kontexten angewendet:
- Physiotherapie: Rehabilitation nach Verletzungen, Operationen (z. B. nach Herzoperationen oder Brustkorbtrauma) oder bei chronischen Beschwerden wie Morbus Bechterew.
- Prävention: Vorbeugung von Haltungsschäden, Rundrücken (Hyperkyphose) und Schulterverspannungen.
- Sport und Fitness: Verbesserung der sportlichen Leistung, z. B. beim Schwimmen, Rudern oder Klettern, durch erhöhte Beweglichkeit des Oberkörpers.
- Atemtherapie: Unterstützung bei Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD durch Erweiterung des Brustkorbraums.
- Büro- und Alltagsprävention: Ausgleich von einseitigen Belastungen durch langes Sitzen und Bildschirmarbeit.
Wirkmechanismus
Der Brustkorb besteht aus den Rippen, dem Brustbein (Sternum) und der Brustwirbelsäule. Diese Strukturen sind durch Gelenke, Knorpel, Bänder und Muskeln miteinander verbunden und ermöglichen Atembewegungen sowie Rotations- und Seitneigungsbewegungen des Oberkörpers.
Durch gezielte Dehnübungen werden folgende Mechanismen aktiviert:
- Mobilisierung der Kostovertebralgelenke (Verbindungen zwischen Rippen und Wirbeln)
- Dehnung der Zwischenrippenmuskulatur (Interkostalmuskulatur)
- Lösung von myofaszialen Verspannungen im Bereich der Brust- und Rückenmuskulatur
- Verbesserung der Thoraxexkursion, also der Atemausdehnung des Brustkorbs
- Korrektur einer Hyperkyphose (Rundrücken) durch Gegendehnung der verkürzten vorderen Brustmuskulatur
Typische Übungsbeispiele
Dehnung an der Wand
Der ausgestreckte Arm wird auf Schulterhöhe an eine Wand gelegt, der Körper dreht sich langsam von der Wand weg. Diese Übung dehnt die Brustmuskulatur (Pectoralis major) und öffnet den vorderen Brustkorb.
Mobilisation über die Faszienrolle
Die Faszienrolle wird quer unter die Brustwirbelsäule gelegt. Durch kontrolliertes Abrollen entlang der Wirbelsäule wird die thorakale Mobilität segmentweise verbessert.
Brustkorbdehnung im Sitzen
Im aufrechten Sitzen werden die Hände hinter dem Kopf verschränkt, der Oberkörper wird nach hinten in eine Streckung gebracht. Dies mobilisiert die Brustwirbelsäule in die Extension und öffnet den Brustkorb nach vorne.
Türrahmen-Dehnung
Beide Unterarme werden an einem Türrahmen abgestützt, der Körper wird langsam nach vorne verlagert. Diese Übung dehnt intensiv die gesamte Brustmuskulatur und den vorderen Brustkorb.
Wann ist Vorsicht geboten?
Brustkorbdehnungen sind in der Regel sicher, wenn sie korrekt ausgeführt werden. In folgenden Situationen sollte jedoch Rücksprache mit einem Arzt oder einer Physiotherapeutin gehalten werden:
- Akute Rippenfrakturen oder frische Verletzungen des Brustkorbs
- Zustand nach Herzoperationen oder Operationen am Brustbein
- Starke Osteoporose mit Frakturgefahr
- Akute Entzündungen der Gelenke oder der Wirbelsäule
- Unklare Schmerzen im Brustbereich (Ausschluss kardialer Ursachen notwendig)
Nutzen für Haltung und Atmung
Regelmäßige Brustkorbdehnungen können langfristig zu einer verbesserten Körperhaltung beitragen, indem sie einer Vorwärtshaltung des Oberkörpers (Hyperkyphose) entgegenwirken. Gleichzeitig wird die Vitalkapazität der Lunge gefördert, da ein beweglicher Brustkorb tiefere Atemzüge ermöglicht. Studien aus der Atemphysiotherapie zeigen, dass thorakale Mobilisationsübungen die Lungenkapazität und das Wohlbefinden bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen positiv beeinflussen können.
Quellen
- Kisner, C. & Colby, L. A. (2017). Therapeutic Exercise: Foundations and Techniques (7. Aufl.). F.A. Davis Company.
- Bott, J. et al. (2009). Guidelines for the physiotherapy management of the adult, medical, spontaneously breathing patient. Thorax, 64(Suppl 1), i1–i52. PubMed PMID: 19406863.
- World Health Organization (WHO). (2020). Guidelines on physical activity and sedentary behaviour. WHO Press, Genf.
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