Blutdruckabfall: Ursachen, Symptome & Behandlung
Ein Blutdruckabfall bezeichnet das Sinken des arteriellen Blutdrucks unter den Normalwert. Er kann Schwindel, Ohnmacht und Schwäche verursachen.
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Ein Blutdruckabfall bezeichnet das Sinken des arteriellen Blutdrucks unter den Normalwert. Er kann Schwindel, Ohnmacht und Schwäche verursachen.
Was ist ein Blutdruckabfall?
Ein Blutdruckabfall (medizinisch: Hypotonie) bezeichnet einen Zustand, bei dem der arterielle Blutdruck unter den als normal geltenden Wert von 120/80 mmHg sinkt. Klinisch spricht man von einer Hypotonie, wenn der systolische Blutdruck dauerhaft unter 100 mmHg liegt. Ein plötzlicher oder starker Blutdruckabfall kann die Blutversorgung lebenswichtiger Organe gefährden und medizinische Aufmerksamkeit erfordern.
Ursachen
Ein Blutdruckabfall kann durch zahlreiche Faktoren ausgelöst werden. Unterschieden werden vor allem:
- Orthostatische Hypotonie: Blutdruckabfall beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position, verursacht durch mangelnde Anpassung der Blutgefässe.
- Dehydration: Flüssigkeitsmangel reduziert das Blutvolumen und damit den Druck in den Gefässen.
- Herzerkrankungen: Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt können die Pumpleistung des Herzens verringern.
- Medikamente: Blutdrucksenker, Diuretika, Antidepressiva oder Betablocker können einen Blutdruckabfall begünstigen.
- Infektionen und Sepsis: Schwere Infektionen können zu einem gefährlichen Blutdruckabfall (septischer Schock) führen.
- Hormonelle Störungen: Erkrankungen der Nebenniere (z. B. Morbus Addison) oder der Schilddrüse können den Blutdruck senken.
- Langes Stehen oder Hitze: Führt zur Erweiterung der Blutgefässe und damit zu einem Druckabfall.
Symptome
Die Symptome eines Blutdruckabfalls variieren je nach Schwere und Ursache. Häufige Beschwerden sind:
- Schwindel und Benommenheit
- Schwarzwerden vor den Augen
- Ohnmacht oder kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkope)
- Müdigkeit und Schwäche
- Blasse, kühle Haut
- Übelkeit
- Herzrasen (als Gegenregulation des Körpers)
- Konzentrationsprobleme
Diagnose
Die Diagnose eines Blutdruckabfalls erfolgt in erster Linie durch die Blutdruckmessung, idealerweise in verschiedenen Körperpositionen (liegend, sitzend, stehend), um eine orthostatische Hypotonie zu erkennen. Weitere diagnostische Massnahmen umfassen:
- Laboruntersuchungen (Blutbild, Elektrolyte, Nierenwerte, Hormonwerte)
- EKG zur Beurteilung der Herzfunktion
- Langzeit-Blutdruckmessung
- Kipptischuntersuchung bei Verdacht auf orthostatische Dysregulation
- Echokardiographie bei Verdacht auf Herzerkrankungen
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Allgemeine Massnahmen umfassen:
Allgemeine Massnahmen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 Liter Wasser täglich)
- Erhöhung der Salzzufuhr (in Absprache mit dem Arzt)
- Langsames Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen
- Kompressionsstrümpfe zur Förderung des venösen Rückflusses
- Regelmässige körperliche Aktivität zur Stärkung des Kreislaufs
Medikamentöse Behandlung
Bei anhaltender oder symptomatischer Hypotonie können Medikamente eingesetzt werden, die den Blutdruck anheben, wie z. B. Fludrocortison (zur Erhöhung des Blutvolumens) oder Midodrin (ein gefässverengendes Mittel). Eine medikamentöse Therapie sollte stets ärztlich begleitet werden.
Notfallmassnahmen
Bei einem akuten, schweren Blutdruckabfall (z. B. im Rahmen eines Schocks) ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich. Erste-Hilfe-Massnahmen umfassen das Hinlegen der betroffenen Person mit hochgelagerten Beinen, um die Durchblutung lebenswichtiger Organe zu verbessern.
Wann zum Arzt?
Ein gelegentlicher leichter Blutdruckabfall ist meist harmlos. Ärztliche Abklärung ist jedoch notwendig bei:
- Wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen
- Starkem Schwindel mit Sturzgefahr
- Blutdruckabfall in Verbindung mit Brustschmerzen oder Atemnot
- Verdacht auf medikamentöse Wechselwirkungen
- Anhaltenden Beschwerden ohne erkennbare Ursache
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) - Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der arteriellen Hypotonie, 2022.
- Silbernagl S., Lang F. - Taschenatlas Pathophysiologie. Thieme Verlag, 5. Auflage, 2020.
- World Health Organization (WHO) - Cardiovascular Diseases: Key Facts. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cardiovascular-diseases-(cvds)
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