Nierentransplantation – Ablauf, Risiken & Nachsorge
Die Nierentransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem eine gesunde Spenderniere auf einen Patienten mit terminalem Nierenversagen übertragen wird. Sie gilt als effektivste Behandlung bei chronischer Niereninsuffizienz.
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Die Nierentransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem eine gesunde Spenderniere auf einen Patienten mit terminalem Nierenversagen übertragen wird. Sie gilt als effektivste Behandlung bei chronischer Niereninsuffizienz.
Was ist eine Nierentransplantation?
Die Nierentransplantation ist ein operativer Eingriff, bei dem eine funktionsfähige Niere von einem Spender auf einen Empfänger übertragen wird. Sie ist die bevorzugte Behandlungsmethode bei terminalem Nierenversagen (auch Niereninsuffizienz im Endstadium genannt) und bietet im Vergleich zur dauerhaften Dialyse eine deutlich bessere Lebensqualität sowie eine längere Lebenserwartung.
Die transplantierte Niere übernimmt die Aufgaben der erkrankten Nieren: Sie filtert Abfallstoffe aus dem Blut, reguliert den Wasserhaushalt und produziert wichtige Hormone.
Indikationen
Eine Nierentransplantation wird in der Regel empfohlen bei:
- Chronischer Niereninsuffizienz im Endstadium (GFR unter 15 ml/min)
- Dialysepflichtigkeit (Hämodialyse oder Peritonealdialyse)
- Diabetischer Nephropathie
- Glomerulonephritis
- Polyzystischer Nierenerkrankung
- Chronisch-entzündlichen Nierenerkrankungen
Arten der Nierentransplantation
Lebendspende
Bei der Lebendspende gibt ein gesunder Verwandter oder eine nahestehende Person eine seiner zwei Nieren ab. Diese Methode bietet in der Regel bessere Langzeitergebnisse, da die Wartezeiten kürzer sind und die Niere in optimalem Zustand transplantiert werden kann.
Postmortale Spende
Bei der postmortalen Spende (auch Leichenspende genannt) stammt die Niere von einem hirntoten Spender. Die Wartezeiten auf eine solche Niere können in Deutschland mehrere Jahre betragen. Die Zuteilung erfolgt über Eurotransplant, eine internationale Organisation.
Ablauf der Operation
Die Operation dauert in der Regel zwei bis vier Stunden und wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Spenderniere wird üblicherweise im Beckenbereich des Empfängers eingesetzt, wo sie an die dortigen Blutgefässe und den Harnleiter angeschlossen wird. Die erkrankten Eigennieren verbleiben in den meisten Fällen im Körper und werden nicht entfernt, es sei denn, sie verursachen Komplikationen.
Immunsuppression nach der Transplantation
Um eine Abstossungsreaktion zu verhindern, bei der das Immunsystem die fremde Niere angreift, müssen Transplantierte lebenslang Immunsuppressiva einnehmen. Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehören:
- Tacrolimus
- Mycophenolat-Mofetil
- Kortikosteroide (z. B. Prednisolon)
- Cyclosporin A
Diese Medikamente unterdrücken die Immunabwehr und senken damit das Risiko einer Abstossung, erhöhen jedoch gleichzeitig die Anfälligkeit für Infektionen.
Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem grossen chirurgischen Eingriff sind auch bei der Nierentransplantation Risiken und Komplikationen möglich:
- Akute Abstossungsreaktion: Das Immunsystem greift die Spenderniere an.
- Chronische Abstossung: Langsamer, schleichender Funktionsverlust der transplantierten Niere über Monate oder Jahre.
- Infektionen: Durch die Immunsuppression erhöhte Infektionsanfälligkeit.
- Thrombose: Blutgerinnsel in den Blutgefässen der Spenderniere.
- Verzögerte Transplantatfunktion: Die Niere nimmt ihre Funktion erst verzögert auf.
- Tumorerkrankungen: Langfristig erhöhtes Krebsrisiko durch Immunsuppression.
Nachsorge und Langzeitprognose
Nach der Transplantation sind regelmässige Kontrolluntersuchungen unerlässlich. In der Anfangsphase finden diese mehrmals wöchentlich statt, später in grösseren Abständen. Kontrolliert werden unter anderem:
- Nierenfunktionswerte (Kreatinin, GFR)
- Blutspiegel der Immunsuppressiva
- Blutdruck und Blutzucker
- Zeichen einer Abstossungsreaktion oder Infektion
Die Langzeitprognose hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Transplantierte Nieren von Lebendspendern funktionieren im Durchschnitt 15 bis 20 Jahre, Nieren von postmortalen Spendern etwa 10 bis 15 Jahre. Viele Patienten können nach erfolgreicher Transplantation ein weitgehend normales Leben führen.
Quellen
- Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO): Nierentransplantation – Informationen für Patienten. www.dso.de
- Kasiske BL et al. - KDIGO Clinical Practice Guideline for the Care of Kidney Transplant Recipients. American Journal of Transplantation, 2009.
- Eurotransplant International Foundation: Annual Report 2022. www.eurotransplant.org
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