Nidation – Einnistung des Embryos erklärt
Die Nidation bezeichnet die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutterschleimhaut und ist ein entscheidender Schritt zu Beginn einer Schwangerschaft.
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Die Nidation bezeichnet die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutterschleimhaut und ist ein entscheidender Schritt zu Beginn einer Schwangerschaft.
Was ist die Nidation?
Die Nidation (auch Implantation genannt) bezeichnet den Vorgang, bei dem sich ein befruchtetes Ei – der sogenannte Blastozyst – in die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) einnistet. Dieser Prozess findet in der Regel etwa 6 bis 10 Tage nach der Befruchtung der Eizelle statt und ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft.
Ablauf der Nidation
Nach der Befruchtung der Eizelle im Eileiter beginnt die befruchtete Zelle sich zu teilen und wandert in Richtung Gebärmutter. Auf diesem Weg entwickelt sie sich zum Blastozyst – einer hohlen Zellkugel, die aus einer äußeren Zellschicht (Trophoblast) und einer inneren Zellmasse besteht.
- Tag 1–3: Zellteilung der befruchteten Eizelle im Eileiter
- Tag 4–5: Ankunft des Blastozyst in der Gebärmutter
- Tag 6–10: Einnistung des Blastozyst in die Gebärmutterschleimhaut
Der Trophoblast dringt dabei in das Endometrium ein und bildet die Grundlage für die spätere Plazenta, die das Kind während der Schwangerschaft mit Nährstoffen versorgt.
Hormonelle Voraussetzungen
Damit die Nidation erfolgreich verlaufen kann, muss die Gebärmutterschleimhaut optimal auf die Einnistung vorbereitet sein. Dies wird durch hormonelle Prozesse gesteuert:
- Östrogen fördert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Zyklushälfte.
- Progesteron bereitet die Schleimhaut in der zweiten Zyklushälfte auf die Einnistung vor und sorgt für ihre Stabilisierung.
Nach erfolgreicher Nidation beginnt der Embryo, das Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG) zu produzieren. Dieses Hormon ist der Wirkstoff, den Schwangerschaftstests nachweisen, und signalisiert dem Körper, die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten.
Anzeichen einer erfolgreichen Nidation
Manche Frauen bemerken um den Zeitpunkt der Nidation leichte Symptome, die jedoch nicht bei jeder Frau auftreten:
- Implantationsblutung: Eine leichte, kurze Schmierblutung, die durch das Eindringen des Blastozyst in die Gebärmutterschleimhaut entstehen kann
- Leichte Krämpfe im Unterbauch
- Leichte Brustspannung
- Müdigkeit
Diese Anzeichen können leicht mit den üblichen prämenstruellen Beschwerden verwechselt werden.
Wenn die Nidation ausbleibt
Nicht jede Befruchtung führt zu einer erfolgreichen Nidation. Schätzungen zufolge scheitert ein Großteil der befruchteten Eizellen, bevor eine Schwangerschaft festgestellt werden kann. Ursachen für eine gestörte oder ausbleibende Nidation können sein:
- Chromosomale Fehler des Embryos
- Veränderungen oder Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut (z. B. Endometriose, Myome)
- Hormonelle Störungen (z. B. Progesteronmangel)
- Immunologische Faktoren
- Polypen in der Gebärmutter
Bei wiederholtem Ausbleiben der Nidation spricht man von wiederholtem Implantationsversagen (Repeated Implantation Failure, RIF), das in der Reproduktionsmedizin eingehend untersucht und behandelt wird.
Bedeutung in der Reproduktionsmedizin
In der künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) ist die Nidation ein entscheidender Schritt nach der Übertragung des Embryos in die Gebärmutter. Die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut und die Unterstützung durch Hormone (z. B. Progesterongaben) spielen dabei eine zentrale Rolle für den Behandlungserfolg.
Quellen
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin 2020.
- World Health Organization (WHO): Reproductive Health. Verfügbar unter: https://www.who.int/health-topics/reproductive-health
- Sadler T.W.: Medizinische Embryologie. 13. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2014.
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