Noscapin – Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen
Noscapin ist ein natürlich vorkommendes Opiumalkaloid, das als hustenstillendes Mittel (Antitussivum) eingesetzt wird. Es lindert Reizhusten, ohne eine starke Abhängigkeit zu erzeugen.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Noscapin"
Noscapin ist ein natürlich vorkommendes Opiumalkaloid, das als hustenstillendes Mittel (Antitussivum) eingesetzt wird. Es lindert Reizhusten, ohne eine starke Abhängigkeit zu erzeugen.
Was ist Noscapin?
Noscapin (auch bekannt als Noscapinum oder Noskapin) ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der natürlich in der Schlafmohnpflanze (Papaver somniferum) vorkommt. Es gehört zur Gruppe der Isochinolinalkaloide und ist chemisch mit anderen Opiumalkaloiden verwandt, besitzt jedoch im Gegensatz zu Morphin oder Codein keine nennenswerten analgetischen oder euphorisierenden Eigenschaften. In der Medizin wird Noscapin hauptsächlich als Antitussivum – also als hustenunterdrückendes Mittel – eingesetzt.
Wirkmechanismus
Der genaue Wirkmechanismus von Noscapin ist nicht vollständig aufgeklärt, jedoch sind folgende Mechanismen bekannt:
- Sigma-Rezeptor-Interaktion: Noscapin bindet an Sigma-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und dämpft dadurch den Hustenreflex im Hustenzentrum der Medulla oblongata (verlängertes Mark).
- Bradykinin-Antagonismus: Noscapin hemmt die Wirkung von Bradykinin, einem entzündungsfördernden Gewebshormon, das den Hustenreiz mitauslösen kann.
- Schwache anticholinerge Wirkung: Noscapin zeigt eine leichte hemmende Wirkung auf cholinerge Rezeptoren, was zur Schleimhautberuhigung beitragen kann.
Im Gegensatz zu anderen Opioiden wie Codein wirkt Noscapin nicht über die klassischen Opioidrezeptoren (mu, delta, kappa), was sein geringes Suchtpotenzial erklärt.
Medizinische Anwendung
Indikationen
Noscapin wird eingesetzt bei:
- Reizhusten (trockenem, nicht produktivem Husten), z. B. bei Erkältungen, Grippe oder leichten Atemwegsinfektionen
- Husten nach operativen Eingriffen oder als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen
Darreichungsformen und Dosierung
Noscapin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Tabletten, Tropfen und Sirupe. Typische Dosierungsempfehlungen für Erwachsene liegen bei 15–30 mg pro Einzeldosis, bis zu dreimal täglich, entsprechend den Herstellerangaben und ärztlicher Empfehlung. Für Kinder gelten reduzierte Dosierungen – eine ärztliche Rücksprache ist empfehlenswert.
Nebenwirkungen
Noscapin gilt als gut verträglich, kann jedoch bei einigen Personen folgende Nebenwirkungen hervorrufen:
- Schwindel und Benommenheit
- Übelkeit oder Magenbeschwerden
- Allergische Reaktionen (selten)
- Kopfschmerzen
- In sehr hohen Dosen: Erregungszustände oder Atemdepression (sehr selten)
Kontraindikationen und Wechselwirkungen
Noscapin sollte nicht angewendet werden bei:
- Schwangerschaft (insbesondere im ersten Trimester) und Stillzeit
- Kindern unter zwei Jahren ohne ärztliche Anweisung
- Produktivem (schleimigem) Husten, da das Abhusten von Schleim nicht unterdrückt werden sollte
Mögliche Wechselwirkungen bestehen mit:
- Sedativa und Schlafmitteln (verstärkte dämpfende Wirkung)
- Alkohol (verstärkte zentrale Dämpfung)
- Anderen Hustenmitteln, insbesondere solchen mit expektorierender Wirkung
Besonderheiten: Onkologische Forschung
In der modernen Forschung wird Noscapin auch auf seine mögliche antitumoröse Wirkung untersucht. Studien zeigen, dass Noscapin an Tubulin – ein Strukturprotein der Zelle – binden und die Zellteilung hemmen kann, ohne dabei die typischen Nebenwirkungen klassischer Zytostatika zu verursachen. Diese Forschung befindet sich jedoch noch im experimentellen Stadium.
Quellen
- Häberlein H, Tschiersch KP, Schäfer HL: Noscapin: Pharmacological and clinical data. Arzneimittelforschung, 1996.
- Ye K et al.: Noscapine inhibits tumor growth with little toxicity to normal tissues or inhibition of immune responses. Cancer Immunology, Immunotherapy, 1998.
- European Medicines Agency (EMA): Noscapine-containing medicinal products – Product assessment information. EMA, 2010.
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