Ferritinmangel: Ursachen, Symptome und Behandlung
Ferritinmangel beschreibt einen zu niedrigen Ferritinspiegel im Blut, was auf erschöpfte Eisenspeicher hinweist. Typische Symptome sind Müdigkeit, Haarausfall und Konzentrationsprobleme.
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Ferritinmangel beschreibt einen zu niedrigen Ferritinspiegel im Blut, was auf erschöpfte Eisenspeicher hinweist. Typische Symptome sind Müdigkeit, Haarausfall und Konzentrationsprobleme.
Was ist Ferritinmangel?
Ferritin ist ein Speicherprotein, das Eisen in den Körperzellen bindet und bei Bedarf freisetzt. Der Ferritinspiegel im Blut gilt als wichtigster Marker für die körpereigenen Eisenreserven. Von einem Ferritinmangel spricht man, wenn der Ferritinwert im Blutserum unter den Normalbereich fällt – in der Regel unter 30 Mikrogramm pro Liter (µg/l) bei Erwachsenen, wobei die genauen Referenzwerte je nach Labor leicht variieren können. Ein Ferritinmangel kann bestehen, ohne dass bereits eine vollständige Eisenmangelanämie (Blutarmut durch Eisenmangel) vorliegt.
Ursachen
Ein Ferritinmangel entsteht, wenn die Eisenzufuhr oder -aufnahme den Bedarf des Körpers nicht deckt oder wenn übermäßig viel Eisen verloren geht. Häufige Ursachen sind:
- Unzureichende Eisenzufuhr: Eisenreiche Lebensmittel werden zu wenig verzehrt, zum Beispiel bei veganer oder vegetarischer Ernährung.
- Verminderte Aufnahme im Darm: Erkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder ein Zustand nach Magenoperationen können die Eisenresorption beeinträchtigen.
- Erhöhter Bedarf: Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstumsphasen bei Kindern und Jugendlichen sowie intensiver Sport erhöhen den Eisenbedarf erheblich.
- Blutverluste: Starke Menstruationsblutungen, Magen-Darm-Blutungen (z. B. durch Magengeschwüre oder Darmpolypen) oder häufige Blutspenden können die Eisenspeicher entleeren.
- Chronische Erkrankungen: Entzündliche Erkrankungen können die Eisenverwertung stören.
Symptome
Die Symptome eines Ferritinmangels sind oft unspezifisch und werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Beschwerden umfassen:
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Haarausfall (diffuser Haarausfall)
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Blässe der Haut und Schleimhäute
- Kurzatmigkeit und verringerte körperliche Belastbarkeit
- Brüchige Nägel
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Rastlose Beine (Restless-Legs-Syndrom)
Diagnose
Die Diagnose eines Ferritinmangels erfolgt primär durch eine Blutuntersuchung. Der behandelnde Arzt bestimmt dabei den Ferritinwert im Serum. Ergänzend können weitere Parameter gemessen werden, um das Ausmaß des Eisenmangels zu beurteilen:
- Serumeisen und Transferrin (Eisentransportprotein)
- Transferrinsättigung
- Blutbild (Hämoglobin, Hämatokrit, Erythrozytenwerte)
- Retikulozytenhämoglobin
Da Ferritin auch ein Entzündungsmarker ist, können erhöhte Entzündungswerte (z. B. CRP) einen Ferritinmangel maskieren – der Wert erscheint dann fälschlicherweise normal oder erhöht.
Behandlung
Ernährungsanpassung
Bei leichtem Ferritinmangel kann eine gezielte Ernährungsumstellung helfen. Eisenreiche Lebensmittel sind zum Beispiel rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte und Kürbiskerne. Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C (z. B. ein Glas Orangensaft) verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Non-Häm-Eisen) erheblich. Kaffee, schwarzer Tee und Calcium hingegen können die Eisenresorption hemmen.
Eisensupplemente
Bei stärkerem Mangel empfiehlt der Arzt häufig orale Eisenpräparate (z. B. Eisen(II)-Sulfat, Eisen(II)-Gluconat oder Eisen(III)-Verbindungen). Die Einnahme sollte idealerweise auf nüchternen Magen und mit etwas Vitamin C erfolgen. Häufige Nebenwirkungen sind Magenprobleme, Übelkeit und veränderte Stuhlfarbe.
Intravenöse Eisengabe
Wenn orale Präparate nicht vertragen werden oder die Resorption im Darm gestört ist, kann Eisen auch intravenös (als Infusion) verabreicht werden. Dies ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Auffüllung der Eisenspeicher.
Behandlung der Grundursache
Essenziell ist immer die Suche und Behandlung der zugrunde liegenden Ursache – zum Beispiel die Behandlung einer Darmerkrankung oder die Abklärung starker Menstruationsblutungen.
Risikogruppen
Besonders häufig von einem Ferritinmangel betroffen sind:
- Frauen im gebärfähigen Alter (durch Menstruation)
- Schwangere und Stillende
- Säuglinge und Kleinkinder in Wachstumsphasen
- Vegetarisch und vegan lebende Personen
- Leistungssportler
- Ältere Menschen mit einseitiger Ernährung
- Personen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Quellen
- World Health Organization (WHO): Guideline – Iron supplementation in postpartum women. Geneva, 2016. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Ganz T. – Iron deficiency and iron deficiency anemia. In: Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage. McGraw-Hill, 2022.
- Camaschella C. – Iron-deficiency anemia. New England Journal of Medicine, 2015; 372(19): 1832–1843. doi:10.1056/NEJMra1401038
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