Narbenmassage: Technik, Wirkung & Tipps
Die Narbenmassage ist eine therapeutische Technik zur Verbesserung der Beweglichkeit, Elastizität und des Erscheinungsbildes von Narbengewebe nach Operationen oder Verletzungen.
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Die Narbenmassage ist eine therapeutische Technik zur Verbesserung der Beweglichkeit, Elastizität und des Erscheinungsbildes von Narbengewebe nach Operationen oder Verletzungen.
Was ist eine Narbenmassage?
Die Narbenmassage ist eine gezielte manuelle Technik, bei der Narbengewebe durch regelmäßiges Einmassieren mobilisiert und aufgelockert wird. Sie wird eingesetzt, um die Heilung nach Operationen, Verletzungen oder Verbrennungen zu unterstützen und Beschwerden wie Verhärtungen, Juckreiz oder eingeschränkte Beweglichkeit zu lindern. Die Narbenmassage kann sowohl von Physiotherapeuten durchgeführt als auch vom Patienten selbst erlernt und zuhause angewendet werden.
Wie entsteht Narbengewebe?
Nach einer Verletzung oder einem chirurgischen Eingriff durchläuft die Haut verschiedene Wundheilungsphasen. In der Proliferationsphase bildet der Körper neues Bindegewebe, das reich an Kollagen ist. Dieses Kollagen wird zunächst ungeordnet eingelagert, was zu einem festen, manchmal wulstigen oder eingezogenen Narbengewebe führt. Ohne gezielte Behandlung können sich Narben verhärten, mit dem darunterliegenden Gewebe verkleben und die Beweglichkeit einschränken.
Wann wird die Narbenmassage eingesetzt?
Die Narbenmassage wird bei verschiedenen Narbentypen und klinischen Situationen empfohlen:
- Nach operativen Eingriffen (z. B. Kaiserschnitt, Knie- oder Hüftoperationen)
- Nach Verbrennungen oder Verbrühungen
- Bei hypertrophen Narben (wulstige, erhabene Narben)
- Bei Keloiden in Absprache mit dem behandelnden Arzt
- Nach Unfällen oder tiefen Schnittverletzungen
- Zur Nachbehandlung bei eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit durch Narbengewebe
Wann kann mit der Narbenmassage begonnen werden?
Mit der Narbenmassage sollte erst begonnen werden, wenn die Wunde vollständig geschlossen und verheilt ist. In der Regel ist dies frühestens 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff oder der Verletzung der Fall. Bei Unsicherheiten sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten gehalten werden. Ein zu früher Beginn kann die Wundheilung gefährden.
Technik und Durchführung
Die korrekte Durchführung der Narbenmassage ist entscheidend für den Therapieerfolg. Grundsätzlich wird folgendes Vorgehen empfohlen:
- Vorbereitung: Die Narbe und die umliegende Haut sollten sauber und trocken sein. Das Auftragen eines geeigneten Öls oder einer Narbencreme erleichtert die Massage und pflegt die Haut.
- Kreisende und längsgerichtete Bewegungen: Mit zwei Fingern wird die Narbe zunächst sanft in kreisenden Bewegungen massiert, dann längs und quer zur Narbenrichtung.
- Verschiebetechnik: Die Narbe wird behutsam von der Unterlage abgehoben und in verschiedene Richtungen verschoben, um Verklebungen zu lösen.
- Dauer und Häufigkeit: Empfohlen werden täglich 5 bis 15 Minuten Massage, über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten.
Wirkungen und Nutzen
Regelmäßige Narbenmassage kann folgende positive Effekte erzielen:
- Verbesserung der Elastizität und Weichheit des Narbengewebes
- Lösung von Verklebungen zwischen Narbe und tieferliegenden Gewebeschichten
- Linderung von Juckreiz, Spannungsgefühl und Schmerzen
- Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes der Narbe
- Förderung der Durchblutung im Narbenbereich
- Verbesserung der Beweglichkeit angrenzender Gelenke
Kontraindikationen
In bestimmten Situationen sollte auf eine Narbenmassage verzichtet oder diese nur nach ärztlicher Absprache durchgeführt werden:
- Noch nicht vollständig verheilte Wunden
- Entzündungen oder Infektionen im Narbenbereich
- Frische Narben (weniger als 4 Wochen alt)
- Ausgeprägte Keloide (können sich bei mechanischer Reizung vergrößern)
- Bestrahlte Hautareale (nach Strahlentherapie)
Hilfsmittel und Pflegeprodukte
Zur Unterstützung der Narbenmassage stehen verschiedene Produkte zur Verfügung. Narbenpflege-Öle (z. B. auf Basis von Rosehip- oder Jojobaöl), Silikonpflaster sowie speziell entwickelte Narbencremes können die Wirkung der Massage ergänzen und die Narbenreifung positiv beeinflussen. Die Wahl des geeigneten Produkts sollte in Absprache mit einem Arzt oder Physiotherapeuten erfolgen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW) - Leitlinien zur Narbenbehandlung (2022).
- Mustoe T.A. et al. - International clinical recommendations on scar management. Plastic and Reconstructive Surgery, 110(2):560-571 (2002).
- Physio-Pedia - Scar Massage. Verfügbar unter: www.physio-pedia.com (abgerufen 2024).
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