Threonin – essentielle Aminosäure
Threonin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Sie spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Proteinen, der Immunfunktion und dem Stoffwechsel.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Threonin"
Threonin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Sie spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Proteinen, der Immunfunktion und dem Stoffwechsel.
Was ist Threonin?
Threonin (auch: L-Threonin) ist eine essentielle Aminosäure, das heißt, der menschliche Organismus kann sie nicht selbst synthetisieren und muss sie zwingend über die Nahrung aufnehmen. Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine im Körper und erfüllen zahlreiche lebenswichtige Funktionen. Threonin gehört zu den proteinogenen Aminosäuren und ist in vielen tier- und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.
Biologische Funktionen
Threonin übernimmt im menschlichen Körper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
- Proteinbiosynthese: Threonin ist Bestandteil zahlreicher Strukturproteine und Enzyme und damit für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe unentbehrlich.
- Immunsystem: Die Aminosäure unterstützt die Produktion von Antikörpern und stärkt so die körpereigene Abwehr.
- Schleimhautschutz: Threonin ist ein wichtiger Bestandteil von Muzinen – den Schleimstoffen, die die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts schützen und die Darmbarriere stabilisieren.
- Kollagensynthese: Als Vorläufer von Glycin trägt Threonin zur Bildung von Kollagen und Elastin bei, die für Haut, Knochen und Bindegewebe wichtig sind.
- Fettstoffwechsel: Threonin wirkt in der Leber lipotrop, das heißt, es hilft, einer übermäßigen Fettansammlung in der Leber entgegenzuwirken.
- Nervensystem: Die Aminosäure ist an der Synthese von Glycin beteiligt, einem hemmenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem.
Nahrungsquellen
Threonin kommt in vielen proteinreichen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind:
- Fleisch und Geflügel (z. B. Rind, Huhn, Schwein)
- Fisch und Meeresfrüchte
- Eier und Milchprodukte (z. B. Käse, Quark, Joghurt)
- Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen)
- Nüsse und Samen
- Getreideprodukte (z. B. Weizen, Quinoa)
Empfohlene Zufuhr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von etwa 15 mg Threonin pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer Person mit 70 kg entspricht das rund 1.050 mg pro Tag. Bei einer ausgewogenen, proteinreichen Ernährung wird dieser Bedarf in der Regel problemlos gedeckt.
Mangelerscheinungen
Ein Threoninmangel ist in westlichen Industrieländern selten, kann aber bei stark einseitiger Ernährung, Malabsorptionssyndromen oder extremen Diäten auftreten. Mögliche Anzeichen eines Mangels sind:
- Muskelschwäche und Muskelabbau
- Beeinträchtigte Immunfunktion und erhöhte Infektanfälligkeit
- Störungen der Verdauung und Schleimhautprobleme im Darm
- Verlangsamte Wundheilung
- Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme
Toxizität und Sicherheit
Eine übermäßige Zufuhr von Threonin über die normale Ernährung ist unwahrscheinlich. Bei der Einnahme sehr hoher Dosen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln können jedoch Nebenwirkungen auftreten, darunter Übelkeit, Magenprobleme und in seltenen Fällen Leberfunktionsstörungen. Vor der Einnahme hochdosierter Präparate sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Threonin als Nahrungsergänzungsmittel
Threonin-Präparate werden vor allem in folgenden Bereichen eingesetzt:
- Unterstützung der Darmgesundheit und Stärkung der Darmbarriere
- Förderung des Muskelaufbaus im Sportbereich
- Ergänzende Therapie bei bestimmten neurologischen Erkrankungen (z. B. spastische Lähmungen – unter ärztlicher Aufsicht)
- Unterstützung bei veganer oder vegetarischer Ernährung, wenn die Zufuhr über Lebensmittel gering ist
Quellen
- World Health Organization (WHO): Protein and Amino Acid Requirements in Human Nutrition. WHO Technical Report Series, No. 935. Geneva, 2007.
- Hou Y, Wu G: Nutritionally Essential Amino Acids. Advances in Nutrition, 2017; 8(6): 887–888. PubMed PMID: 29141979.
- Reeds PJ: Dispensable and Indispensable Amino Acids for Humans. Journal of Nutrition, 2000; 130(7): 1835S–1840S. PubMed PMID: 10867060.
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