TSH Wert zu hoch – Ursachen, Symptome & Behandlung
Ein zu hoher TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
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Ein zu hoher TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Was bedeutet ein zu hoher TSH-Wert?
Der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein wichtiger Blutparameter zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. TSH wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert und steuert die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Ist der TSH-Wert erhöht, bedeutet dies, dass die Hypophyse mehr TSH ausschüttet, um eine zu schwache Schilddrüse anzuregen. Ein erhöhter TSH-Wert ist daher meist ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).
Der Normalbereich des TSH-Werts liegt bei Erwachsenen in der Regel zwischen 0,4 und 4,0 mIU/l, kann jedoch je nach Labor und Altersgruppe leicht variieren. Werte oberhalb dieses Bereichs gelten als erhöht und bedürfen weiterer Abklärung.
Ursachen eines erhöhten TSH-Werts
Ein zu hoher TSH-Wert kann verschiedene Ursachen haben:
- Hashimoto-Thyreoiditis: Eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und deren Funktion einschränkt. Sie ist die häufigste Ursache einer Hypothyreose in westlichen Ländern.
- Primäre Hypothyreose: Eine direkte Unterfunktion der Schilddrüse, bei der zu wenig T3 und T4 produziert werden.
- Schilddrüsenoperationen oder Radiojodtherapie: Nach Entfernung oder Bestrahlung der Schilddrüse kann die Hormonproduktion dauerhaft vermindert sein.
- Jodmangel: Zu wenig Jod in der Ernährung kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel wie Lithium oder Amiodaron können den TSH-Wert beeinflussen.
- Subklinische Hypothyreose: Ein leicht erhöhter TSH-Wert ohne ausgeprägte Symptome, bei dem T3 und T4 noch im Normalbereich liegen.
Symptome bei erhöhtem TSH-Wert
Ein zu hoher TSH-Wert und die damit verbundene Schilddrüsenunterfunktion können verschiedene Beschwerden verursachen:
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
- Kälteempfindlichkeit
- Trockene Haut und brüchige Haare
- Verstopfung
- Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
- Depressive Verstimmungen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme
- Schwellungen, insbesondere im Gesicht und an den Augenlidern
Bei der subklinischen Hypothyreose können die Symptome gering oder gar nicht vorhanden sein.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt in erster Linie über eine Blutuntersuchung, bei der der TSH-Wert sowie die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 bestimmt werden. Ergänzend können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
- Bestimmung von Schilddrüsenantikörpern (z. B. TPO-Antikörper bei Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis)
- Ultraschall der Schilddrüse zur Beurteilung von Größe und Struktur
- Szintigraphie bei speziellen Fragestellungen
Behandlung
Die Behandlung eines erhöhten TSH-Werts richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und dem Ausmaß der Unterfunktion:
Hormonersatztherapie
Bei einer klinisch relevanten Hypothyreose wird häufig Levothyroxin (L-Thyroxin) verschrieben. Dieses synthetische Schilddrüsenhormon ersetzt das fehlende T4 und wird vom Körper bei Bedarf in T3 umgewandelt. Die Dosierung wird individuell angepasst und regelmäßig durch Blutkontrollen überwacht.
Subklinische Hypothyreose
Bei leicht erhöhten TSH-Werten ohne Symptome wird zunächst eine abwartende Strategie mit regelmäßigen Kontrollen empfohlen. Eine Behandlung kann in bestimmten Fällen, z. B. bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft, dennoch notwendig sein.
Ernährung und Lebensstil
Eine ausreichende Jodzufuhr über die Ernährung (z. B. durch jodiertes Speisesalz, Seefisch, Milchprodukte) kann zur Unterstützung der Schilddrüsenfunktion beitragen. Bei Hashimoto-Thyreoiditis sollte die Jodzufuhr jedoch mit dem Arzt besprochen werden.
Wann zum Arzt?
Bei Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion oder bei zufällig im Blutbild festgestelltem erhöhtem TSH-Wert sollte ein Arzt aufgesucht werden. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Abklärung bei:
- Kinderwunsch oder bestehender Schwangerschaft
- Ausgeprägten Symptomen wie starker Müdigkeit, Gewichtszunahme oder depressiven Verstimmungen
- Bekannten Schilddrüsenerkrankungen in der Familie
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE): Leitlinie Hypothyreose, 2022. Verfügbar unter: https://www.endokrinologie.net
- Garber JR et al. - Clinical Practice Guidelines for Hypothyreoidism in Adults. Thyroid, 2012; 22(12): 1200-1235.
- World Health Organization (WHO): Iodine deficiency disorders. Verfügbar unter: https://www.who.int
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